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170925 TdS EhrungDer Tag des Sports hat am 23. September wieder hunderttausende Sportbegeisterte in den Wiener Prater gelockt. Der ÖSB war mit einem Stand vertreten an dem Georg Fröwis und Denise Trippold rund um die Uhr simultan spielten. In der Hall of Fame wurden unsere Europameister der Team Europameisterschaft im Schnellschach 2016 geehrt. Valentin Dragnev, Martin Christian Huber und Denise Trippold konnten die Ehrung von Samo Kobenter, Sektionsleiter des Sports im Ministerium und Michael Eschlböck, er ist im BSO Vorstand, persönlich entgegen nehmen. Florian Mesaros, er kämpft gerade bei der Jugend WM in Montevideo, und Anna-Lena Schnegg waren leider verhindert. Alle fünf bekamen eine Eintragung in der "Wall of Fame" der Ehrentafel für die erfolgreichsten Sportler/innen des Landes. „Im Zentrum der Veranstaltung steht die Begeisterung für den Sport, für das Miteinander, für Bewegung und Begegnung“, sagt Sportminister Hans Peter Doskozil, der die Zeltstadt vor dem Ernst-Happel-Stadion und Bewegungsstationen wie den Heeressport-Hindernis-Parcours besuchte. „Genau deshalb organisiert das Sportministerium gemeinsam mit der Bundes-Sportorganisation den Tag des Sports. Wir geben unseren 122 Sportverbänden eine Bühne auf der sie sich optimal präsentieren können.“ (wk)
Tag des Sports

170925 ECU JungwirthAm vergangenen Samstag wurde ÖSB Ehrenpräsident Kurt Jungwirth von der Europäischen Schach Union (ECU) für seine Verdienste um die internationale Schachbewegung geehrt. Der stellvertretende ECU Präsident Ion-Serban Dobronauteanu kam mit ECU Vorstandsmitglied und ÖSB Vizepräsident Johann Pöcksteiner nach Graz, bezeichnenderweise jenem Ort an dem die ECU 1985 im Rahmen eines Kongresses des Weltschachbundes (FIDE) gegründet wurde, um die Ehrung vorzunehmen. Jungwirth war Initiator und Mitbegründer der ECU, deren erster Präsident der Schwede Rolf Littorin wurde. Jungwirth folgte ihm allerdings bereits 1986 in der Funktion des Präsidenten und hatte das Amt bis 1998 inne. Gegründet wurde die ECU mit dem Ziel Schach-Europa zu einigen und ein Gegengewicht zur FIDE zu schaffen. Der ECU obliegen vor allem die Ausrichtung der europäischen Meisterschaften. Ihr höchstes Organ ist die Generalversammlung in der jedes Mitgliedsland über Sitz und Stimme verfügt. Aktuell gehören ihr 54 Länder an, da Bulgarien 2016 ausgeschlossen wurde. (wk)
ECU, ECU-Wikipedia

170725 bsfzSeit 2005 wird Schach als Sport anerkannt. Den sportlichen Charakter noch mehr in den Köpfen der Spieler und Spielerinnen zu verankern und sich bewusst nach außen hin als Sportler zu deklarieren ist uns im Österreichischen Schachbund ein wesentliches Anliegen. So nahmen wir das Angebot des Bundessportleistungszentrums Südstadt dankend an und starteten eine Serie von Projekten. Im Juni fand bereits eine Übungsleiterausbildung in der Südstadt statt, im November wird der Schachklub Ottakring die 1. Bundesliga dort veranstalten. Im Juli waren unsere Nationalkader (Jugend, Frauen und Männer) an der Reihe sich zu präsentieren. Eine Woche lang wurde schachspezifisches Training durchgeführt, gab es täglich zwei intensive Bewegungseinheiten, wurden Entspannungsübungen durchgeführt und bewusst Ziele für das Team formuliert. Neben dem Eröffnungstraining, Endspieltraining und Taktiktraining wurde gelaufen, Ball gespielt, geschwommen und geklettert. Alle Beteiligten erfüllten ein hohes Pensum von 9:00 in der Früh bis 21:00 am Abend. In der Cafeteria traf man dabei Spitzensportler wie Jürgen Melzer, in der Schwimmhalle unsere Vertreter bei den Paralympischen Spielen. Sich als Sportler zu zeigen und sich mit anderen Sportlern auszutauschen ist wichtig für die Nationalspieler und für unsere gesamte Schachbewegung. Nur so können wir darauf hoffen, auch in Zukunft entsprechende Förderungen zu erhalten, neue Trainingsmethoden zu entdecken und uns weiter zu entwickeln. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)

170802 DuecksteinÖsterreichs Rekordinternationaler, der internationale Meister Dr. Andreas Dückstein, feiert am 2. August in beneidenswerter Frische seinen 90. Geburtstag. Dückstein spielte neun Schacholympiaden und über 100 Länderkämpfe für Österreich und war dreimal österreichischer Staatsmeister (1954, 1956, 1977). Er kreuzte mit Generationen von Spitzenspielern (70 Jahrzehnte lang!) die Klingen, darunter sieben Weltmeister, von denen er drei besiegen konnte (Botwinnik, Euwe, Spasski). Berühmt sein Sieg gegen den regierenden Champion Botwinnik bei der Schacholympiade München 1958. Es war die einzige Niederlage Botwinniks und die einzige des riesenstarken Sowjet-Teams (mit Tal und Petrosjan als Ersatz) überhaupt. Hier hatte Dückstein auch den Großmeistertitel bereits fix in der Tasche, hätte aber dazu bei den Finalpartien (Österreich qualifizierte sich fürs A-Finale) pausieren müssen. Der stets bescheidene Dückstein: „So etwas kommt ja gar nicht in Frage.“ Einen großen Bekanntheitsgrad erreichte Dückstein, als er 1972 den legendären WM-Kampf Fischer-Spasski im österreichischen Fernsehen mit Live-Einstiegen kommentierte.

Dückstein wurde 1927 in Budapest geboren und absolvierte dort eine Ausbildung zum Sportlehrer. In der Nachkriegszeit flüchtete er unter abenteuerlichen Wirrnissen nach Wien und konnte sich hier mit Schach und einem abgeschlossenen Jusstudium eine Existenz aufbauen. Dückstein ist verheiratet und hat einen Sohn. Zur Gegenwart: Der sein Leben lang sportliche Dückstein ist dermaßen fit, dass er noch immer am Schachbrett anzutreffen ist. In der Saison 2016/17 spielte er für den SV BG 16 gelegentlich in der Wiener Landesliga und konnte dem regierenden Staatmeister IM Georg Fröwis, gut 60 Jahre jünger, mit Schwarz ein Plusremis abringen. Und vor wenigen Tagen gab er beim Schachimedes-Jugendferiencamp eine Simultanvorstellung gegen 20 Jugendliche; größte Altersdifferenz: 80 Jahre! Sieht man dabei in seine leuchtenden Augen, glaubt man, einen Sechzigjährigen vor sich zu haben: Der Jubilar macht sich mit Schach wohl das größte Geburtstagsgeschenk selbst! (wk, Text/Foto: Martin Stichlberger)

Links: Interview Dückstein bei den Vorarlberger Schachtagen (2016), Interview im Kurier (2013), Schachimedes (2002), Wikipedia

Alexander Goetz ist Autor des Bestsellers „Schach dem Manager“ das gerade in aktualisierter Zweitauflage erschienen ist. Goetz – Turnierschachspieler und Unternehmensberater – zeigt eine Fülle von Ähnlichkeiten zwischen Schachprozessen und Managementprozessen auf. Jeder Abtausch (Opfer, Investment) bringt eine Transformation des Spiels mit sich, ebenso wie jede Strategie/Taktik im Unternehmensalltag Veränderungen mit sich bringt. “Schwächen liquidieren” ist eine tolle Möglichkeit, viel über beide Welten zu erzählen. Das schachliche Thema der 35. Sendung ist die Strategie des erfolgreichen Damentauschs. Ausgestrahlt wird die Sendung morgen Montag, dem 24. Juli ab 20:15 Uhr auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software gratis zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden am Videoserver von ChessBase und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner)
CBTV Austria Sendung 35 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria 
Archive: ChessBaseYoutubeBlog ÖSB

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