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160808 olyZu allererst verdienen die österreichischen Athleten und Athletinnen Respekt und Anerkennung für Ihre Leistungen. Sie alle haben schon mit ihren Olympialimits ihr Talent, ihre Motivation, ihren Einsatz über lange Zeit bewiesen. Dass es für einige um Haaresbreite nicht bis zur Medaille geklappt hat, für andere um einiges mehr, liegt an den unerbittlichen Gesetzen des Sports. Schließlich will bei Olympia die ganze Welt siegen.

Lächerlich war die Medaillenhysterie. Sie hat überflüssigen Stress erzeugt. Es genügt der Druck, den sich Sportler selber auferlegen. Völlig verkehrt ist es, aus der bescheidenen Bilanz von Rio den Schluss zu ziehen, Österreich sollte sich mit ein paar Sportarten begnügen und sie total finanzieren. Im Klartext würde das bedeuten, wir unterstützen ein paar Wintersportarten und lassen den restlichen Sport durch den Rost fallen. Die Leistungen unserer Wintersportler sind sehr gut. Mit ihren Medaillen macht der Wintertourismus Geschäfte, die den Sommersportarten in der Regel verwehrt sind. Die Schaffung einer kleinen geschlossenen Gesellschaft kann nicht Ziel der österreichischen Sportpolitik sein.

Wichtiger als Medaillen zu zählen ist es, langfristig Talente zu fördern. Dazu braucht es Talentefindung. Die geschieht in der Breite der Fachverbände. Dort werden Talente früh entdeckt, dort gilt es mit gezielter Förderung einzusetzen und schließlich Sondertalente, auch mit notwendiger Geduld, an die Spitze zu begleiten.

In jeder Sportart kann es besondere Leistungsträger geben. Abzulehnen ist daher in der österreichischen Sportpolitik das Zweiklassensystem, hie olympische Sportarten, dort nichtolympische. Es ist nicht gut, wenn in der Sportfamilie eine Gruppe gegen die andere ausgespielt wird. Die Nichtolympischen gratulieren den Olympischen zur Wertschätzung, die sie erfahren. Insbesondere auch jenen, die über das IOC die Teilnahme in Tokio geschafft haben. Nichtolympische wünschen sich aber nicht abschätzige Beurteilungen, die sich auch finanziell negativ auswirken. In meinem Verband, dem Schachbund, sehen wir zum Beispiel nicht ein, dass unsere Nummer eins, der Internationale Großmeister Markus Ragger, von der Bundessportförderung mickrig behandelt wird.

Apropos Förderung. In Rio wurde plötzlich über neue Strukturen geredet. Kein neues Thema. Allein im Förderwesen wird seit langem vom one stop shop geschwärmt: Schluss mit dem Verwirrspiel verschiedener Töpfe mit seiner komplizierten Bürokratie. Dabei ist es nicht notwendig das Rad neu zu erfinden. Es würde genügen, den Bundes-Sportförderfonds verlässlich auszustatten und seine Spielregeln zu vereinfachen. Das braucht allerdings starkes Wollen an der Spitze. Vielleicht schafft es unser neuer Sportminister. Spätestens nach Tokio 2020.

Mit sportlichen Grüßen
Kurt Jungwirth

Präsident des Österreichischen Schachbundes
Vizepräsident des Weltschachverbandes

austria 07Der internationale Meister Martin Neubauer war Trainer der Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago, sowie Jugendtrainer des Österreichischen Schachbundes. Mehrmals vertrat er als Spieler die Österreichische Nationalmannschaft. Seit einigen Jahren unterrichtet er Deutsch und Geschichte an einer höheren Schule in Wien. In der 26. Sendung von ChessBase TV Austria widmet sich Neubauer dem Endspiel Turm und Läufer gegen Turm und Springer. Das Gespann Turm und Läufer ist dabei in vielen Stellungen ein "Dreamteam".  Ausgestrahlt wird die Sendung am Donnerstag, dem 18. August ab 10:00 Uhr live auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Die erforderliche Software ist gratis erhältlich, die Sendung ist kostenfrei zu sehen, ein Gast-Zugang ist ausreichend. Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden auf www.schach.de (Raum: Premium Videos/Training/TV ChessBase Austria) und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner) 
CBTV Austria Sendung 26 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria (inklusive Archiv aller Sendungen)

Walter Kastner ist Generalsekretär des Österreichischen Schachbundes und sorgt hier seit vielen Jahren für ausgezeichnete strukturelle Bedingungen. In dieser Sendung setzt er sich (er ist auch Instruktor – B-Trainer) allerdings nicht mit organisatorischen Strukturen sondern rein schachlich auseinander. Das schachliche Verständnis entwickelt sich enorm mit dem Studium häufiger Bauernstrukturen. Das Thema der Sendung ist die Maroczy-Struktur. Ausgestrahlt wird die Sendung am Montag, dem 4. Juli ab 16:00 Uhr live auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software zum Download) im Raum Übertragungen (dann den Reiter Partien wählen). Die erforderliche Software ist gratis erhältlich, die Sendung ist kostenfrei zu sehen, ein Gast-Zugang ist ausreichend. Wer die Sendung live verpasst findet sie später in unseren Archiven. Alle Sendungen werden auf www.schach.de (Raum: Premium Videos/Training/TV ChessBase Austria) und auf YouTube archiviert. (wk, Text: Harald Schneider-Zinner) 

CBTV Austria Sendung 25 (Ausschreibung, PDF)
Infoseite ChessBase TV Austria (inklusive Archiv aller Sendungen)

160808 olyRio und die Olympiade 2016. Unvermeidlich sind bei einem solchen Monsterprojekt die Riesenprofite im Baubusiness, das Elend von Arbeitssklaven, die Fouls von internationaler Sportpolitik. Es ist gut, das alles zwischendurch zu vergessen. Es ist interessant, Leistungen von Athleten und Athletinnen zu bewundern, das eine oder andere Drama mitzuerleben. Es ist erfreulich, dass sich in dieser unruhigen Welt Sport ohne Panzer und Raketen versammelt.

Den österreichischen Athleten haben wir alles Gute gewünscht, gutes Gelingen gegen eine oft übermächtige Konkurrenz. 74 waren in 25 Sportarten selektiert. Schade, dass der Schachsport gefehlt hat. Warum eigentlich? Schließlich sind wir ein echter Weltsport. Die FIDE nähert sich der Mitgliederzahl von 190 Nationen. (Kurt Jungwirth)

Weiterlesen: Schachsport und geschlossene Gesellschaft

"Das Schachspiel ist ihr Leben" titelte die Kleine Zeitung einen Artikel über Grete Katholnig anlässlich der Verleihung des Ehrenzeichens der Stadt Graz im Dezember 2007.  Nun ist dies Vergangenheit. Grete Katholnig verstarb gestern im 82. Lebensjahr. 

Bereits mit 16 Jahren ist sie zum Schach gekommen und hat mit "ihrem" Sepp natürlich einen Schachspieler geheiratet. Immer stärker ist sie an seiner Seite in die Tätigkeit als Funktionärin hinein gewachsen. So hat sie unter anderen 41 Stadtmeisterschaften und 25 Senioren-Landesmeisterschaften organisiert. Bei ihrem Verein Styria Graz war sie die gute Seele und viele Jahre Obfrau, der insbesondere das Jugendschach und die Senioren am Herzen lagen. Als Internationale Schiedsrichterin des Weltschachbundes hat sie nationale und internationale Turniere geleitet, zuletzt hat sie noch 2015 beim Graz Open ausgeholfen. Im Landesverband Steiermark war Grete Katholnig unter anderem als Schriftführerin aktiv, eine Tätigkeit, die sie auch im Österreichischen Schachbund mehrere Jahre ausgeübt hat. Erst 2007 begann sie sich langsam aus allen Funktionen zurück zu ziehen. Trotzdem ist sie der Schachgemeinde stets als helfende Hand verbunden geblieben und war ein gern gesehener Gast.

Die Verabschiedung von Grete Katholnig findet am kommenden Samstag, den 18. Juni 2016, um 11:30 Uhr, in der Feuerhalle in Graz statt. (wk)

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