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170522 GP Moskau r9Der Chinese Ding Liren gewinnt die zweite Station des FIDE Grand Prix 2017 in Moskau vor dem Aserbaidschaner Shakhriyar Mamedyarov. Ding gewinnt in der Schlussrunde mit Schwarz gegen Boris Gelfand und sichert sich damit 170 Punkte für die Gesamtwertung. Mamedyorov legte seine Partie gegen Vachier-Lagrave hingegen vorsichtig an und einigt sich mit dem Franzosen schon nach wenigen Minuten und Zügen auf ein kurzes Remis. Eines von leider vielen. Der zweite Platz ist ihm aber nicht mehr zu nehmen. Den geteilten Sieg verpasst er aber. Der zweite Sieg der Schlussrunde gelingt Yifan Hou ebenfalls mit Schwarz gegen Ernesto Inarkiev. Die stärkste Frau der Welt teilt in der Tabelle den dritten Platz mit Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, Svidler, Grischuk und Radjabov. Hou gewinnt die meisten Elo und bekommt 14 Punkte in der Weltrangliste gutgeschrieben. Die Statistik des Turniers zeigt 9 Siege für Weiß (11%) bei 13 Siegen für Schwarz (16%) und 59 Remisen (73%). 32 von 81 Partien endeten mit 30 oder weniger Zügen. In der Grand Prix Gesamtwertung führt nach zwei von vier Turnieren Mamedyarov mit 280 Punkten vor Ding (240). Grischuk und Vachier-Lagrave folgen mit jeweils 211,4. Die ersten Beiden sind für das kommende Kandidatenturnier qualifiziert. Jeder Spieler ist in drei der vier Turnieren im Einsatz. Die nächste Station ist im Juli in Genf. (wk, Foto: ChessBase)
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170513 GP r1Am vergangenen Freitag wurde in Moskau die zweite Station des aktuellen FIDE Grand Prix eröffnet. Die ersten beiden Runden brachten ein vorsichtiges Abtasten. Der einzige Sieg der ersten Runde gelingt Yifan Hou mit Schwarz gegen Ian Nepomniachtchi. Der Russe schlägt in der zweiten Runde gegen Jon Ludvig Hammer ebenfalls als Nachziehender sofort zurück. Liren Ding gelingt gegen Ernesto Inarkiev ein zweiter Sieg in den neun Partien des Tages. Scharf geschossen wurde erstmals am gestrigen Sonntag. Liren Ding gewinnt mit Schwarz gegen Yifan Hou das chinesische Duell und setzt sich mit zweieinhalb Punkte allein an die Spitze. Shakhriyar Mamedyarov bestätigt gegen Michael Adams seine großartige Form der letzten Monate und ist in der Live-Rating-Liste nur mehr zwei Punkte von der 2800-er Schallmauer entfernt. Pentala Harikrishna opfert in einem Grünfeldinder gegen Peter Svidler einen Bauern, bekommt aber keine ausreichende Kompensation. Nepomniachtchi verliert gegen A.R. Saleh Salem auch seine zweite Weißpartie und hat bisher noch kein Remis gespielt. Der fünfte Sieg des Tages gelingt Jon Ludvig Hammer gegen Ernesto Inarkiev. In Summe sind die Weißspieler in Moskau in Nöten. Von den bisher acht entschiedenen Partien konnten sie nur zwei Gewinnen, sechsmal waren die "Schwarzen" erfolgreich. Allerdings muss auch vermerkt werden, dass die Remisquote mit 19 Punkteteilungen bei hohen 70% liegt. Das ist wohl auch die Folge einer fehlenden Remisregel. (wk, Foto: ChessBase)
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170511 RUSchTSiberia gewinnt überlegen die "Premier League" der russischen Meisterschaft vor "Legacy Square Capital" Moskau und Malakhit. In diesem "Superfinal" spielen jährlich die besten acht Teams um den Titel. Siberia lässt heuer von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, dass der Titel angepeilt wird. Das Team hat mit Kramnik, Mamedyarov, Giri, Nepomniachtchi, Grischuk und Andreikin gleich sechs 2700-er in seinen Reihen und damit zwei mehr als alle anderen zusammen. Diese Überlegenheit zeigt sich deutlich in der Schlusstabelle. Siberia gewinnt alle sieben Begegnungen und hat drei Punkte Vorsprung auf Moskau und sechs auf Malakhit und St. Petersburg. Herausragende Ergebnisse bringen im Team "Siberia" vor allem Mamedyarov (4/4 am zweiten Brett), Grischuk (5/6) und Korobov (5,5/6). Nicht nach Wunsch lief es hingegen für St. Petersburg. Das von Peter Svidler angeführte Team muss sich als Nummer 2 der Setzliste mit dem vierten Rang begnügen. Im Frauenbewerb gewinnt Ugra mit 16 Punkten vor Moskau (14) und St. Petersburg (12). (wk, Foto: ChessBase)
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Im Rahmen der deutschen Bundesliga hat Markus Ragger das folgende Interview gegeben:

170502 BL GERDie OSG Baden-Baden gewinnt mit einem Rekordergebnis von 30:0 Matchpunkten seine elfte deutsche Meisterschaft in 12 Jahren und holt sich damit den Titel von Solingen zurück. Die Mannschaft von Österreichs Markus Ragger verliert das direkte Duellt gegen Baden-Baden glatt mit 1,5:6,5 hadert aber über drei nicht genützte Gewinnstellungen. Ragger verlor mit Schwarz eine spannende Partie gegen Maxime Vachier-Lagrave. In der Schlussrunde gelingt Ragger dafür ein hübscher Mattangriff gegen Ungarns Robert Ruck. Ragger beendet die Saison mit 10,5 Punkte aus 15 Partien und einer Performance von 2735. Solingen holt sich mit einem 7:1 gegen Speyer-Schwegenheim hinter Hockenheim und vor Schwäbisch Hall die Bronzemedaille. Die Schachfreunde Berlin, der Klub von Peter Schreiner, landet mit 12 Punkten am 10. Platz von 16. Teams. Peter Schreiner spielt mit 6/11 eine gute Saison bei einer Performance von 2566. Zudem verpasst er nur hauchdünn eine GM-Norm nach neun Runden. Spannend veräuft das Abstiegsduell zwischen den Österreichern Valentin Dragnev mit Bayern München und Stefan Kindermann mit MSA Zugzwang. Erst schien die Münchener Schachakademie (MSA) Zugzwang durch den Derby-Sieg am Samstag über Bayern München den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert zu haben. Tags darauf schlug der FCB mit einem 5:3 über DJK Aachen zurück und rückte auf den umkämpften zwölften Tabellenplatz vor. Am Montag bezwang auch MSA Zugzwang den Mitaufsteiger dank eines erneuten 5:3 und überflügelte den Stadtrivalen mit 8:22 Punkten wieder. Am Ende sind aber auch die Bayern gerettet, weil Trier nicht nur die Liga verlässt, sondern ein Großteil des Teams gleich nach England wechselt. Bayern ist damit zum dritten Mal in Serie durch den Rückzug einer anderen Mannschaft weiter in der höchsten Liga. In der  deutschen Frauenbundesliga gewinnt Schwäbisch Hall einen ersten Titel vor Baden-Baden und Bad Königshofen. Auch hier sind etliche Topspielerinnen im Einsatz. Die SG Augsburg, der Klub von Elisabeth Hapala und Maria Horvath beendet die Saison mit vier Punkten am vorletzten Platz.   (wk, Foto: ChessBase)
Deutsche Schachbundesliga, Deutsche Frauenbundesliga

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