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180828 sinquefieldDer Sinquefield Cup brachte in der Nacht in St. Louis ein dramatisches Finale. Zuerst sichert sich Fabiano Caruana mit einem problemlosen Remis gegen einen wenig ambitionierten Wesly So den zumindest geteilten Turniersieg. Dann geht Levon Aronian gegen Alexander Grischuk "all in" und spielt ein phantastisches Turmopfer im Stile Tals. Vielleicht akademisch nicht ganz korrekt aber mit besten praktischen Chancen. Aronian wird für seinen Mut belohnt, gewinnt eine Glanzpartie, erzwingt beim Sinquefield Cup ein Tie-Break um den Sieg und schließt in der Grand Chess Tour zum bisher souverän führenden Hikaru Nakamura auf. Weltmeister Magnus Carlsen erreicht gegen Nakamura eine aussichtsreiche Stellung, der Amerikaner verteidigt aber großartig und rettet sich in ein Endspiel mit Turm und Damen, das wohl Remis werden sollte. Carlsen kämpft, kann die Damen tauschen worauf Nakamura im Turmendspiel eine Festung anstrebt. Carlsen glaubt prinzipiell nicht an Festungen, knackt auch diese und ist schließt im letzten Moment zu Caruana und Aronian auf. Damit gibt es heuer drei Sieger.  Ein Stichkampf ist um den vierten Platz für das Tour-Finale in London notwendig, nachdem Caruana und So in der Tourwertung mit je 26 Punkten am geteilten vierten Platz liegen. Im Stichkampf qualifiziert sich Caruana neben Nakamura und Aronian auch Maxime Vachier-Lagrave. (wk, Foto: Turnierseite)
Sinquefield Cup

180825 sinquefieldFabiano Caruana übernimmt in der sechsten Runde des Sinquefield Cups in St. Louis mit einem Sieg gegen Sergej Karjakin die alleinige Führung. Caruana ist der Einzige, dem bisher ein zweiter Sieg gelang. Im Duell der WM-Herausforderer von 2016 und 2018 übernimmt Caruana in einem katalansichen Stellungstyp rasch die Inititative. Karjakin lassen seine sonst so hoch geschätzten Defensivqualitäten im Stich. Er muss seine bereits dritte Niederlage hinnehmen. Magnus Carlsen kommt mit Schwarz gegen Alexander Grischuk ebenfalls stark under Druck. Der Russe stand einige Züge wohl auf Gewinn, bevor sich der Weltmeister mit einer Zugwiederholung ins Remis retten konnte. Alle anderen Partien der sechsten und fünften Runde endeten ebenfalls mit Remisen. Die ersten Sieben sind weiter ungeschlagen. Caruna führt mit vier Punkten vor Mamedyarov, Grischuk, Aronian und Carlsen mit je dreieinhalb. Vachier-Lagrave und Anand halten die 50%-Marke. Am Tabellenende sind sieglos So, Nakamura und Karjakin mit einer, zwei bzw. drei Niederlagen. Heute kommt es ab 20:00 Uhr zum mit Spannung erwarteten letzten Aufeinandertreffen zwischen Carlsen und Caruana vor dem WM Match im November in London. (wk, Foto: Turnierseite)
Sinquefield Cup (Live-Übertragung, Live-Kommentierung)

180823 sinquefieldDer Sinquefield Cup in St. Louis verläuft spannend und ausgeglichen. Nach fünf von neun Runden führen fünf Spieler mit je einem Sieg und drei Punkten. In der ersten Runde starten Levon Aronian und Shakhriyar Mamedyarov mit Siegen gegen Sergey Karjakin und Wesley So. In der zweiten Runde gewinnt Magnus Carlsen das Prestigeduell gegen seinen letzten WM Herausforderer Sergey Karjakin. Tags darauf feiert Alexander Grischuk gegen Hikarua Nakamura den bisher einzigen Schwarzsieg und in der vierten Runde schließt Fabiano Caruana mit einem Sieg gegen seinen amerikanischen Landsmann Hikarua Nakamura zur Spitzengruppe auf. Gestern blieb der Status Quo mit fünf Remisen unverändert. Ohne Niederlage sind auch noch Viswanathan Anand und Maxime Vachier-Lagrave, sie konnten aber noch keine Partie gewinnen. Wesley So liegt mit einer Niederlage am achten Platz, den Letzten teilen ausgerechnet Karjakin und Nakamura. Nakamura führt überlegen in der Gesamtwertung. Ihm ist die Qualifikation für das Finale der besten Vier in London nicht mehr zu nehmen. Karjakin, er ist hinter Vachier-Lagrave und vor So derzeit Dritter, muss aber ebenso wie So aufpassen nicht von Aronian oder Mamedyarov noch überholt zu werden. Heute ist in St. Louis ein Ruhetag, die sechste Runde beginnt morgen um 20:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
Sinquefield Cup (Live-Übertragung, Live-Kommentierung)

Der Wiener Christoph Menezes gewinnt ein vom 11. bis 18. August in Olomouc, Tschechische Republik, ausgetragenes GM-Turnier. Menezes legt einen Traumstart mit Siegen in seinen beiden Auftaktpartien gegen den tschechischen GM Martin Petr (2435) und den Slowaken Jan Brhel (2092) hin. Im weiteren Turnierverlauf bleibt Menezes ungeschlagen, kann aber keine weitere Partie mehr gewinnen. Zwei der sieben Remisen gelingen gegen die tschechischen GM´s Petr Neumann (2446) und Pavel Simacek (2505). Am Ende sind in dem extrem ausgeglichenen Teilnehmerfeld gleich fünf Spieler mit fünfeinhalb Punkten gemeinsam an der Spitze, zwei weitere folgen mit fünf Punkten. Nur Neumen (4), Luch (2,5) und Brhel (1) fallen ab. Christoph Menezes darf sich dank der besten Zweitwertung über den Turniersieg freuen. Das ist ein weiterer bemerkenswerter Erfolg nach der sensationellen GM-Norm in Teplice vor wenigen Wochen. (wk)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results

Extrem spannend verlief der Kampf um den Turniersieg im "Rapid & Blitz" in St. Louis. Hikaru Nakamura und Shakriyar Mamedyarov liefern sich über die gesamte Länge beider Bewerbe ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Entscheidung um den Turniersieg fällt in den direkten Blitzpartien. Hier ist Nakamura der Glücklichere. In der achten Partie des esten Blitztage stellt Mamedyarov in Gewinnstellung die Partie gegen den Amerikaner einzügig ein. Dieses Drama wiederholt sich in der Vorschlussrunde. Zu diesem Zeitpunkt führt Nakamura mit einem Punkt Vorsprung. Erneut verpasst Mamedyarov eine gewinnbringende Fortsetzung und überzieht im Bestreben gewinnen zu müssen. Nakamura gewinnt somit nach Paris sein zweites Turnier in der Grand Chess Tour 2018 und übernimmt zudem von Wesley So, dem es diesmal mit einem achten Platz gar nicht läuft, mit 33 Punkten auch die Führung in der Gesamtwertung. Neuer Zweiter ist nach einer grandiosen Vorstellung im Blitzschach Maxime Vachier-Lagrave. Er gewinnt den Blitzbewerb mit 13,5 Punkten souverän vor Nakamura 10,5 und Grischuk (9,5) und katapultiert sich damit im "Rapid § Blitz" in St. Louis und in der Gesamtwertung, mit 25 Punkten, auf den zweiten Platz, einen Punkt vor Karjakin und zwei Punkte vor So. Diese drei Spieler haben auch besten Chancen mit einem "normalen" Ergebnis beim heute beginnenden Sinquefield Cup neben Nakamura das Finale der besten Vier in London zu erreichen. Chancen hat noch Levon Aronian, er müsste aber vier Punkte auf So gut machen. Mamedyarov ist mit acht Punkten Rückstand auf So wohl so gut wie aus dem Rennen. Der Sinquefield Cup wird heute eröffnet, die erste Runde findet morgen um 20:00 Uhr MEZ statt. Weltmeister Magnus Carlsen ist diesmal mit einer Wild Card dabei und spielt statt Dominguez. (wk, Foto: Turnierseite)
Saint Louis Rapid & BlitzSinquefield Cup

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