Blog Jugend

Einladung zum zweiten Mädchentraining der Talentsichtung 2026

Der Österreichische Schachbund lädt alle interessierten Mädchen mit Turnierschacherfahrung des Jahrgangs 2014 und jünger herzlich zum zweiten Training im Rahmen der Talentsichtung ein. Das Training findet am Sonntag, dem 22. März 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr statt und wird in der Anton-Sattler-Gasse 92–96, 1220 Wien, abgehalten. Eine gemeinsame Mittagspause ist vorgesehen.

Wie bereits beim ersten Termin ist auch dieses Training kostenlos. Die Kosten für Anreise und Verpflegung sind jedoch von den Teilnehmerinnen selbst zu tragen. Ziel der Veranstaltung ist es, junge schachbegeisterte Spielerinnen zu fördern, Talente frühzeitig zu erkennen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in einem intensiven und spannenden Training weiterzuentwickeln.

Zur besseren Planung wird um eine Zu- oder Absage bis spätestens 15. März 2026 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
gebeten. Das Trainerteam freut sich auf zahlreiche motivierte Teilnehmerinnen und einen lehrreichen gemeinsamen Trainingstag. (wk, Info: Martin Huber)

Schachsportliche Grüße
IM Martin Huber (Bundestrainer Mädchen und Frauen)
IM Gert Schnider (Bundesjugendtrainer)

16-jähriger Peter Balint wird Internationaler Meister

I20260309 Peter Balint 8 Jahrech kenne Peter Balint inzwischen seit fast 8 Jahren und durfte ihn Ende 2018 in Santiago de Compostela bei der U8-Weltmeisterschaft erstmals betreuen. Er war damals schon ein ganz besonderes Kind und wollte die ganze Zeit Schach trainieren, ich habe damals mit ihm doppelt so lange vorbereitet und analysiert wie mit den anderen Teilnehmern und auch das war Peter noch zu wenig. Auch in seinen Partien fand er extrem viel zum Nachdenken und war mein bisher einziger Schützling in der U8, der bei 90 Minuten+30 Sekunden pro Zug regelmäßig in Zeitnot kam. Mit 12 Jahren wurde Peter FM und nun hat er die zweithöchste Stufe der Schachtitel erklommen.

Vor einem halben Jahr bei der EM in Budva hatte Peter mir noch gesagt, dass es mit den IM-Normen irgendwie nicht klappen will, er sei immer so knapp dran, aber am Ende reiche es trotzdem nicht. Oft ist es eben so, dass etwas dann viel leichter von der Hand geht, wenn man es das erste Mal geschafft hat – 3 IM-Normen in 3 Monaten sind jedenfalls herausragend – weiter so, lieber Peter und hoffentlich geht es dann bald mit den GM-Normen genauso toll!

Im Dezember gab es beim GM-Turnier in Wien die erste Norm, in den Weihnachtsferien in Krakau die zweite und schwierigste, die Open-Norm, und jetzt hat Peter in der 2. Bundesliga Ost mit dem 1. SK Ottakring auf Brett 1 gleich zwei Titel geholt – den Sieg in der 2. Bundesliga Ost mit der Mannschaft und den IM-Titel, der ihm nun bald verliehen wird. Peter ist mit 5 ½ aus 7 hervorragend in die Saison gestartet, sodass sich die Norm für ihn am Ende sehr entspannt angefühlt hat.

20260309 Peter Balint UngarnDer IM-Titel ist allerdings seit einiger Zeit nicht mehr das Hauptziel von Peter, seit Oktober 2025 ist der Fokus voll auf den GM-Titel gerichtet und diesen will Peter bis Ende 2027 erreichen. Damit das gelingt, will sich der junge Burgenländer (Peter wurde im Februar 16) in allem verbessern, vor allem möchte er besser rechnen lernen.
Das Gespräch mit Peter war diesmal etwas schwerer zu organisieren, er hatte mir auf meine Gratulationen auf WhatsApp nicht geantwortet, allerdings nicht aus Unhöflichkeit (Peter ist einer der höflichsten Jugendlichen, die ich kenne!), sondern weil Peter gerade bei einem Experiment mitmacht und wie viele andere Schüler seiner Schule für 3 Wochen völlig auf sein Smartphone verzichtet. Wenn Sie ihm also gratulieren wollen, müssen Sie das per E-Mail tun, oder noch zwei Wochen warten, bis er wieder erreichbar ist. Oder Sie fahren ab Mittwoch nach Budapest und feuern Peter dabei an, wenn er um seine erste GM-Norm spielt.

Zwei spannende Partien von Peter finden Sie wie üblich auf unserem Blog auf lichess – dort gibt es in anderen Blogs auch Partien von den ersten beiden IM-Normen. (ssc, Fotos: Archiv: Fam. Balint)

Gert Schnider

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Freedom24 Training mit Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian!

Am 8. und 9. Februar 2026 stand die ÖSB-Geschäftsstelle ganz im Zeichen der Jugendförderung! Mit Großmeister Sergej Movsesian und Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk waren gleich zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Schachs zu Gast, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in intensiven Trainingseinheiten an unsere besten Nachwuchstalente weitergaben. Organisiert und betreut von Gert Schnider und Martin Huber konnten unsere stärksten Mädchen und Buben zwei Tage lang mit den erfahrenen Stars trainieren.

Training mit Sergej Movsesian

Den Auftakt machte am Sonntag GM Sergej Movsesian, ehemaliger Top-10-Spieler der Weltrangliste mit einer Höchst-Elozahl von 2751. In seinem Training gewährte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Einblicke in seine eigene Karriere, sondern legte den Schwerpunkt vor allem auf praktische Aspekte des Schachspiels.
Im Mittelpunkt standen typische Fehlerquellen im praktischen Spiel, sowohl schachlicher als auch psychologischer Natur. Movsesian betonte die Bedeutung einer strukturierten Variantenberechnung und warnte davor, gegnerische Ideen zu unterschätzen. Ebenso ging er auf Zeitmanagement ein und erläuterte ein Modell nach Arthur Jussupow, das helfen soll, Entscheidungsprozesse am Brett besser zu strukturieren.

  • Grundsätzlich nicht mehr als 15-20 Minuten nachdenken:
  • In den ersten 5 Minuten: Züge suchen
  • In den nächsten 10 Minuten: tiefer rechnen
  • In den letzten 5 Minuten: Varianten checken

Neben konkreten Trainingsinhalten gab Movsesian zahlreiche allgemeine Tipps: regelmäßiges Training, das Verfolgen von Topturnieren sowie das Verständnis, dass in praktischen Partien oft einfache und solide Entscheidungen erfolgreicher sind als spektakuläre Ideen. Besonders wichtig sei es, unabhängig von der Elozahl stets das eigene beste Schach zu spielen.

Die anschließende Fragerunde bot den Jugendlichen die Möglichkeit, persönliche Einblicke zu erhalten, von Sergejs ersten Schachschritten im Alter von vier Jahren bis hin zu seinen Erfahrungen als Spieler und Trainer auf höchstem Niveau.

Training mit Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk

Am späten Sonntagnachmittag stieß nach ihrem Einsatz in der Frauenbundesliga auch Ex-Weltmeisterin GM Alexandra Kosteniuk zur Trainingsgruppe. Nach ihrem Sieg gegen Karina Cyfka wechselte sie direkt in das Nachwuchstraining.

Kosteniuk leitete die Einheit mit großer Intensität und spürbarer Begeisterung. Ihr Ansatz war geprägt von Motivation, Klarheit und viel persönlicher Nähe zu den jungen Spielerinnen und Spielern. Besonders geschätzt wurde dabei ihre offene Art: Auch abseits des Trainings nutzten die Kinder die Gelegenheit zum Smalltalk, so zum Beispiel auf dem gemeinsamen Weg zum Restaurant. Die 12. Weltmeisterin war sehr nahbar und kommunikativ.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der Bedeutung des Endspieltrainings. Kosteniuk verglich das Schachlernen mit dem Erlernen einer Sprache, vieles müsse man nicht sofort können, sondern Schritt für Schritt lernen. Gerade im jungen Alter sei das Endspieltraining besonders effektiv, da es das Verständnis für Figurenkoordination fördere und sich positiv auf das Mittelspiel auswirke. Besonders in Schnell- und Blitzschach sei solides Endspielwissen ein entscheidender Vorteil.

Sie empfahl, regelmäßig typische Endspielstellungen zu wiederholen, etwa mithilfe von Karteikarten, und betonte die Bedeutung täglichen Trainings. Auch Übungen zum Blindschach und zur Visualisierung wurden angesprochen. Ihr zentrales Anliegen blieb jedoch stets die Freude am Spiel: „Es gibt keinen Grund, nicht Großmeisterin oder Großmeister zu werden“, gab sie den Teilnehmenden mit auf den Weg.

Ein intensiver Schachtag am Montag

Am Montag wurde das Programm fortgesetzt. Bereits um 10 Uhr begann der nächste Trainingsblock, in dem die Inhalte des Vortages vertieft wurden. Zur Mittagszeit sorgte ein gemeinsames Schnitzelessen für neue Energie, bevor es mit weiteren Trainingseinheiten weiterging. Auch hier blieb der persönliche Austausch ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

Nachhaltige Eindrücke für den Nachwuchs

Das Trainingswochenende bot den jungen Talenten nicht nur wertvolle schachliche Impulse, sondern auch die seltene Gelegenheit, zwei große Persönlichkeiten der Schachwelt hautnah zu erleben. Die Kombination aus hochklassigem Training, offenen Gesprächen und persönlicher Atmosphäre machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten und wirkt sicher auch als große Motivation auf unseren Nachwuchs.

Der Österreichische Schachbund bedankt sich herzlich bei Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian für ihr Engagement und die inspirierenden Trainingstage in Wien sowie bei unserem General Partner Freedom24 für die großzügige Unterstützung, um dieses Training möglich zu machen! (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

Steirische Jugendschacholympiade 2026: 510 Einzelstarter und 110 Teams

Am 11. und 12. Februar 2026 wurde in der Straßengler Halle in Gratwein-Straßengel die 30. Steirische Jugendschacholympiade ausgetragen. Die Jubiläumsausgabe brachte an beiden Tagen beeindruckende Teilnehmerzahlen und viele spannende Entscheidungen.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, standen die Einzelbewerbe auf dem Programm. Insgesamt 510 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Steiermark nahmen teil und sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse im voll besetzten Turniersaal. Gespielt wurde in den Altersklassen U7 bis U18 sowie in den entsprechenden Mädchenbewerben.

Mehrere Sieger blieben ohne Punkteverlust: Luca Noel Meyer (U7), Christoph Karl Ragger (U9), Paul Kienersberger (U10) und Daniel Nahol (U11) entschieden ihre Bewerbe jeweils mit der vollen Punktezahl für sich. Auch Nour Taamallah dominierte die MU12 ohne Punkteabgabe, während Mila Rössl in der MU18 mit einem makellosen 11-aus-11-Turnier besonders herausragte. In der U18 setzte sich Leon Chicheng Chen durch, in der U16 gewann Daniel Ringbauer. Viele Entscheidungen fielen erst in der Schlussrunde.

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, folgten die Teambewerbe der Schülerliga. 110 Teams mit insgesamt 463 Spielern kämpften in den Bewerben Volksschule, Unterstufe und Oberstufe um die Qualifikation für die Bundesfinale.

Im Volksschulbewerb siegte die VS Ursulinen mit 14 Mannschaftspunkten vor der VS Jägergrund I mit 12 Mannschaftspunkten und der VS Graz St. Veit mit ebenfalls 12 Mannschaftspunkten. Leonore Pichler gewann dabei alle acht Partien und erzielte die volle Punktezahl.

In der Unterstufe gewann BG/BRG Fürstenfeld mit 15 Mannschaftspunkten vor BG Ursulinen Graz II mit 13 Mannschaftspunkten und MS Passail I mit 12 Mannschaftspunkten. Als bestes Mädchenteam qualifizierte sich BG/BRG Leoben 1 I für das Bundesfinale Schülerinnen.

In der Oberstufe setzte sich HTBLA Kaindorf I mit 16 Mannschaftspunkten durch, vor BRG Keplerstraße I mit 14 Mannschaftspunkten und BG/BRG/BORG Köflach mit 11 Mannschaftspunkten.

Ein großer Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern und Helfern sowie allen Teams fürs Mitmachen. Der Termin für die 31. Auflage steht bereits fest: 10.02. und 11.02.2027. (wk, Bericht/Foto: Philipp Raeke)

Ergebnisse

Website Steirischer Schachverband, Website Jugendschach

Umfrage der Jugendkommission zu Qualifikationswegen im Jugendbereich

Im Hinblick auf die bald wieder startende Saison der Österreichischen Jugend-Landesmeisterschaften sowie der Österreichischen Jugendmeisterschaften hat die Jugendkommission eine Umfrage erstellt.

Ziel dieser Umfrage ist es, die häufigsten Fragen rund um Qualifikationswege zu den einzelnen Bewerben auf Landes-, Bundes-, Kontinental- und Weltebene zu sammeln. Auf Basis dieser Rückmeldungen soll ein übersichtliches Q&A-Dokument entstehen, das die wichtigsten Themen verständlich und kompakt beantwortet.

Dieses Q&A wird anschließend auf der Website veröffentlicht. Dadurch werden nformationen schneller zugänglich  und der organisatorische Aufwand für Vereine, Eltern und Funktionäre soll reduziert werden soll. (ssc)

Hier geht zur Umfrage - Link