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CSA Förderpreis 2026 (7.000 €): Schach verbindet

Die ChessSports Association fördert in Kooperation mit Dr. phil. Harald Zaun soziale Schachprojekte mit 7000 Euro. Unter dem Motto „Schach verbindet“ können Initiativen bis zu 2400 Euro Unterstützung erhalten. Bis zu fünf Preise werden kurz vor Weihnachten 2026 vergeben. Schach verbindet alle Altersgruppen, alle Gesellschaftsschichten, alle Kulturen. In einer Zeit, in der die Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet, kann Schach den Zusammenhalt stärken. Wenn Du oder Dein Verein ein Projekt leitet oder betreut, das der Gesellschaft wertvolle Impulse schenkt, lass es uns wissen und bewirb Dich für unseren Förderpreis 2026. Reiche Dein Projekt mit einer Projektbeschreibung, mit Bildern, mit Videos etc. ein. Dein Projekt sollte gerade in der Durchführung sein oder 2026 abgeschlossen worden sein. Die fünf besten Projekte werden von unserer international besetzten Jury ausgewählt. Alle eingereichten Projekte werden auf unserer Homepage und unseren Social-Media-Kanälen vorgestellt. Mit der Einreichung erklärst Du Dich damit einverstanden und erteilst uns die Rechte für Deine eingereichten Medien und Bilder. Projekteinreichungen bis 20. November 2026 per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Vorstellung der Preisträger erfolgt am 15. Dezember 2026 im Rahmen der ChessSports-Akademie. (ssc, Text: Harald Schneider-Zinner)

Die Jury ist prominent und international besetzt:20260507
• Dr. Anita Stangl (Deutschland)
• Annette Waaijenberg (Schweiz)
• Suzan Miran (Österreich)
• Gerhard Bertagnolli (Italien)
• Renato Frick (Liechtenstein)

Ausschreibung

 

Internationales Forschungsprojekt zur Entwicklung von Schachexpertise, Teilnehmer gesucht

Die Universität Graz führt gemeinsam mit der Northumbria University (GB) und der University of Sheffield (GB) ein internationales Forschungsprojekt durch.

Ziel dieses Projekts ist es, neue Einsichten zu jenen Faktoren zu gewinnen, die für eine erfolgreiche Schachkarriere förderlich sind. Wir betrachten hierbei nicht nur kognitive Fähigkeiten (wie z.B. räumliches Vorstellungsvermögen), sondern auch emotionale Kompetenzen, Motivation, Persönlichkeit und verschiedene Trainingstätigkeiten.

In diesem Projekt laden wir alle interessierten Klub- bzw. Turnier-Schachspieler/innen zu einer Online-Umfrage ein, die ca. 35 bis 45 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht.

Alle Teilnehmer/innen erhalten auf Wunsch ein individuelles Feedback zu ihren Ergebnissen im Vergleich mit anderen internationalen Schachspieler/innen.

Für weitere Informationen zum Projekt und Link zur Teilnahme an der Online-Umfrage:
Deutsch: https://chess-study.uni-graz.at/de/
Englisch: https://chess-study.uni-graz.at/en/

Schach beim Ball des Sports 2026

Am 21. März fand der Ball des Sports in den ehrwürdigen Hallen des Wiener Rathauses statt. Die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION luden zu diesem besonderen Abend ein. Bereits zum zweiten Mal durfte der Kinder- und Jugend Schachverein Schach inszenieren.

In der eigens dafür geschaffenen Activity Area präsentierte unser junges Team mit viel Engagement und Begeisterung den Schachsport: Selina Jeitler (Jugendkommission), Sara Marinovic (Frauenkommission) sowie für den Spitzensport Laurenz Borrmann und Emilia Deak-Sala. Mitmachen war ausdrücklich erwünscht — und genau das machte den Auftritt so lebendig und einladend.

Der Abend stand ganz im Zeichen von Austausch, Musik und Tanz. Vor allem aber bot er die wunderbare Gelegenheit, Schach sichtbar zu machen: Schach ist jung, dynamisch und modern. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft waren anwesend und sorgten für ein stimmungsvolles und hochkarätiges Ambiente.

Unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Michael Ludwig wurde der Ball feierlich eröffnet. Viel Prominenz war vor Ort, darunter Ex-Vizekanzler Werner Kogler, ein großer Schachfan, sowie Staatssekretärin Michaela Schmidt.

Unter dem Motto „Vielfalt trifft auf Leidenschaft“ war auch unsere große Passion, das Schach, mittendrin — präsent, lebendig und mitten im Geschehen. (ssc, Text/Foto: Joachim Wallner)

Mentale Stärke im Schachsport: oft unterschätzt, aber entscheidend

Im Schach wird traditionell viel über Eröffnungen, Taktik und Endspiele gesprochen. Ein Aspekt, der jedoch häufig im Hintergrund bleibt, ist die mentale Performance. Dabei zeigt sich über alle Spielstärken hinweg, dass gerade dieser Faktor einen spürbaren Einfluss auf den Partieverlauf und die Ergebnisse haben kann.

Viele Spielerinnen und Spieler kennen typische Situationen aus der Praxis: Eine zunächst vielversprechende Stellung gerät plötzlich aus dem Gleichgewicht, in eigentlich kontrollierbaren Positionen entsteht Zeitnot, oder nach einer Serie solider Züge schleichen sich unerwartete Fehler ein. Auch der Umgang mit Niederlagen und die Fähigkeit, rasch wieder den Fokus zu finden, stellen wiederkehrende Herausforderungen dar.

Solche Phänomene sind in der Regel keine Zufälle. Vielmehr folgen sie oft psychologischen Mustern, die auch aus anderen Leistungssportarten bekannt und wissenschaftlich gut untersucht sind. Während mentale Trainingsmethoden im Spitzensport längst etabliert sind, wird diesem Bereich im Schach bislang vergleichsweise wenig systematische Aufmerksamkeit geschenkt.

Ein aktuelles Projekt aus dem deutschsprachigen Raum greift dieses Thema gezielt auf. Im Mittelpunkt steht eine Plattform, die sich mit mentaler Performance im Schach beschäftigt und Spielerinnen und Spielern Möglichkeiten bietet, eigene Denkmuster besser zu erkennen und daran zu arbeiten. Der Ansatz ist bewusst niederschwellig gestaltet und orientiert sich an Erkenntnissen aus Psychologie und Sportforschung.

Interessierte können sich unter chess-mind.de näher informieren und das Angebot eigenständig erkunden. (wk, Info: Janik Notheis)

Crowdfunding im Schach-Verein: Gemeinsam Großes bewegen

Schach lebt von Ideen. Am Brett ebenso wie in den Köpfen der Funktionäre. Ob neue Turnierformate, spannende Nachwuchsprojekte oder innovative Vereinsinitiativen – an Kreativität mangelt es uns Schachspielern meist nicht. Doch allzu oft scheitert die Umsetzung am immergleichen Problem: der Finanzierung. Besonders kleinere Vereine haben es schwer, Sponsoren zu gewinnen. Im Schachsport ist es ein alter Hut: uns fehlt die Reichweite, uns fehlt das Publikum. Für Sponsoren wirkt das schnell unattraktiv.

Eine vielversprechende Alternative heißt Crowdfunding. Die Idee ist so simpel wie genial: Statt auf wenige große Sponsoren zu hoffen, wendet man sich an viele Unterstützerinnen und Unterstützer. Jede und jeder gibt, was möglich ist – und gemeinsam entsteht ein stabiles Fundament, auf dem Projekte wachsen können. Die Stärke liegt in der Gemeinschaft: Viele kleine Beiträge machen den entscheidenden Unterschied.

  • Die Vorteile des Crowdfunding sind dabei nicht nur finanzieller Natur:
  • Der Verein stärkt den internen Zusammenhalt und das Selbstvertrauen durch ein gemeinsames Projekt und einen gemeinsamen Auftritt.
  • Er gewinnt Aufmerksamkeit im Umfeld – und möglicherweise auch neue Mitglieder.
  • Die erzielte Reichweite kann als Sprungbrett für zukünftiges Sponsoring dienen.
    Niederschwellige Prämienangebote setzen zusätzliche Anreize für Unterstützer.

In Österreich stehen zahlreiche Plattformen bereit, die den Einstieg erleichtern. Manche werden sogar durch diverse Organisationen oder zeitweise von der öffentlichen Hand gefördert. Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt immer wieder attraktive Programme, die Kampagnen zusätzlich verstärken. Hier gilt: Aufmerksamkeit und Timing sind oft genauso wichtig wie die Idee selbst.
Einen hilfreichen Überblick über aktuelle Plattformen bietet die Interessensgemeinschaft der freien Kulturarbeit:
Linktext: Übersicht Crowdfunding-Plattformen (Link: https://igkultur.at/%C3%9Cbersicht-Crowdfunding-Plattformen)

Was braucht es für ein erfolgreiches Crowdfunding?

  • Eine klare Vision: Unterstützer möchten genau wissen, wofür ihr Beitrag verwendet wird.
  • Emotionale Geschichten: Zahlen überzeugen, Geschichten bewegen. Wer profitiert vom Projekt? Warum ist es wichtig?
  • Transparenz: Regelmäßige Updates und Einblicke schaffen Vertrauen.
  • Belohnungen: Kleine Dankeschöns – von attraktiven Events bis zu symbolischen Geschenken – motivieren zusätzlich.
  • Starke Netzwerke: Je breiter die Kampagne geteilt wird, desto größer die Erfolgschancen.

Crowdfunding ist damit nicht nur ein Finanzierungsinstrument, sondern auch ein Mittel, um Gemeinschaft zu stärken und neue Menschen für das Schach zu begeistern. Denn wer spendet, fühlt sich verbunden – und wird vielleicht sogar Mitglied oder Fan.

Ein Schachclub probiert’s aus: „Junge Köpfe, starke Züge“
Die Schachjugend des SC Die Klagenfurter ist seit 8. Oktober mit einer Crowdfunding-Kampagne aktiv. Unterstützt wird das Projekt von den Stadtwerken Klagenfurt. Das Tolle daran: Jede Spende ab 10 Euro wird mit zusätzlichen 10 Euro aufgestockt! So kann schon ein kleiner Beitrag große Wirkung entfalten.
So kann jeder Unterstützer bereits mit kleiner Münze eine große Wirkung entfalten! Die Aktion läuft noch bis 4. November. (wk, Text/Info/Foto: Leopold Jakits)

Projekt auf Klagenfurt-Crowd.at: https://www.klagenfurt-crowd.at/klagenfurterschachjugend
Bericht über Die Klagenfurter Schachjugend:
Homepage des SC Die Klagenfurter: https://www.sc-dieklagenfurter.at/

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