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Schachabend der Extraklasse: Vincent Keymer begeistert in Wien

Am 31. März 2026 fand im Wiener Büro von dox42 ein besonderes Schach-Highlight statt: Deutschlands Nummer eins und aktuelle Nummer sechs der Weltrangliste, Vincent Keymer, gastierte zu einem exklusiven Simultanabend in Wien. Insgesamt 24 Schachspieler erhielten die seltene Gelegenheit, gegen einen der stärksten Spieler der Welt anzutreten.

Q&A, Simultan und persönliche Begegnungen:

Der Abend begann mit einer offenen Fragerunde, bei der Vincent Keymer Einblicke in seinen Werdegang, seine Turniervorbereitung und das Leben als Schachprofi gab. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, dem Weltklassespieler persönliche Fragen zu stellen und mehr über seinen Weg an die Weltspitze zu erfahren.

Im Anschluss folgte das Simultan, das den Höhepunkt des Abends bildete. Gegen 24 Gegner gleichzeitig demonstrierte Keymer eindrucksvoll seine Spielstärke und konnte 23 Partien gewinnen. Lediglich Christoph Götz gelang es, dem deutschen Großmeister ein Remis abzuringen und damit das einzige zählbare Ergebnis gegen den Favoriten zu erzielen.

Großes Interesse und positive Resonanz:

Nach dem Simultan nahm sich Vincent Keymer noch Zeit für Fotos, Autogramme und persönliche Gespräche mit den Teilnehmern. Die Möglichkeit, einem Weltklassespieler so nahe zu kommen, wurde von den Gästen begeistert angenommen.
Das Event wurde von dox42 unterstützt und bot einen gelungenen Rahmen für einen außergewöhnlichen Schachabend. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Leonhard Herter, der durch das Programm führte und den Austausch zwischen Gästen und Ehrengast begleitete.

Gelungene Premiere mit Potenzial für die Zukunft:

Nach mehreren Stunden Schach, spannenden Gesprächen und zahlreichen Erinnerungsfotos ging ein besonderer Abend zu Ende. Für viele Teilnehmer war es eine seltene Gelegenheit, einem Weltklassespieler nicht nur am Brett gegenüberzusitzen, sondern ihn auch persönlich kennenzulernen.

Mit dem Q&A, dem Simultan und der anschließenden Foto- und Autogrammstunde bot die Veranstaltung ein abwechslungsreiches Programm und sorgte für viele bleibende Eindrücke. Vincent Keymer zeigte sich dabei nahbar und nahm sich viel Zeit für die Gäste.

Ob es in Zukunft erneut eine ähnliche Veranstaltung geben wird, bleibt abzuwarten. Der Abend im dox42 Office hat jedenfalls gezeigt, dass Formate dieser Art bei Schachspielerinnen und Schachspielern auf großes Interesse stoßen und für ein besonderes Erlebnis sorgen können. (ssc, Text: Leonhard Herter, Fotos: just2takes Media GmbH)

CSA Förderpreis 2026 (7.000 €): Schach verbindet

Die ChessSports Association fördert in Kooperation mit Dr. phil. Harald Zaun soziale Schachprojekte mit 7000 Euro. Unter dem Motto „Schach verbindet“ können Initiativen bis zu 2400 Euro Unterstützung erhalten. Bis zu fünf Preise werden kurz vor Weihnachten 2026 vergeben. Schach verbindet alle Altersgruppen, alle Gesellschaftsschichten, alle Kulturen. In einer Zeit, in der die Gesellschaft immer weiter auseinanderdriftet, kann Schach den Zusammenhalt stärken. Wenn Du oder Dein Verein ein Projekt leitet oder betreut, das der Gesellschaft wertvolle Impulse schenkt, lass es uns wissen und bewirb Dich für unseren Förderpreis 2026. Reiche Dein Projekt mit einer Projektbeschreibung, mit Bildern, mit Videos etc. ein. Dein Projekt sollte gerade in der Durchführung sein oder 2026 abgeschlossen worden sein. Die fünf besten Projekte werden von unserer international besetzten Jury ausgewählt. Alle eingereichten Projekte werden auf unserer Homepage und unseren Social-Media-Kanälen vorgestellt. Mit der Einreichung erklärst Du Dich damit einverstanden und erteilst uns die Rechte für Deine eingereichten Medien und Bilder. Projekteinreichungen bis 20. November 2026 per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Vorstellung der Preisträger erfolgt am 15. Dezember 2026 im Rahmen der ChessSports-Akademie. (ssc, Text: Harald Schneider-Zinner)

Die Jury ist prominent und international besetzt:20260507
• Dr. Anita Stangl (Deutschland)
• Annette Waaijenberg (Schweiz)
• Suzan Miran (Österreich)
• Gerhard Bertagnolli (Italien)
• Renato Frick (Liechtenstein)

Ausschreibung

 

Mentale Stärke im Schachsport: oft unterschätzt, aber entscheidend

Im Schach wird traditionell viel über Eröffnungen, Taktik und Endspiele gesprochen. Ein Aspekt, der jedoch häufig im Hintergrund bleibt, ist die mentale Performance. Dabei zeigt sich über alle Spielstärken hinweg, dass gerade dieser Faktor einen spürbaren Einfluss auf den Partieverlauf und die Ergebnisse haben kann.

Viele Spielerinnen und Spieler kennen typische Situationen aus der Praxis: Eine zunächst vielversprechende Stellung gerät plötzlich aus dem Gleichgewicht, in eigentlich kontrollierbaren Positionen entsteht Zeitnot, oder nach einer Serie solider Züge schleichen sich unerwartete Fehler ein. Auch der Umgang mit Niederlagen und die Fähigkeit, rasch wieder den Fokus zu finden, stellen wiederkehrende Herausforderungen dar.

Solche Phänomene sind in der Regel keine Zufälle. Vielmehr folgen sie oft psychologischen Mustern, die auch aus anderen Leistungssportarten bekannt und wissenschaftlich gut untersucht sind. Während mentale Trainingsmethoden im Spitzensport längst etabliert sind, wird diesem Bereich im Schach bislang vergleichsweise wenig systematische Aufmerksamkeit geschenkt.

Ein aktuelles Projekt aus dem deutschsprachigen Raum greift dieses Thema gezielt auf. Im Mittelpunkt steht eine Plattform, die sich mit mentaler Performance im Schach beschäftigt und Spielerinnen und Spielern Möglichkeiten bietet, eigene Denkmuster besser zu erkennen und daran zu arbeiten. Der Ansatz ist bewusst niederschwellig gestaltet und orientiert sich an Erkenntnissen aus Psychologie und Sportforschung.

Interessierte können sich unter chess-mind.de näher informieren und das Angebot eigenständig erkunden. (wk, Info: Janik Notheis)

Internationales Forschungsprojekt zur Entwicklung von Schachexpertise, Teilnehmer gesucht

Die Universität Graz führt gemeinsam mit der Northumbria University (GB) und der University of Sheffield (GB) ein internationales Forschungsprojekt durch.

Ziel dieses Projekts ist es, neue Einsichten zu jenen Faktoren zu gewinnen, die für eine erfolgreiche Schachkarriere förderlich sind. Wir betrachten hierbei nicht nur kognitive Fähigkeiten (wie z.B. räumliches Vorstellungsvermögen), sondern auch emotionale Kompetenzen, Motivation, Persönlichkeit und verschiedene Trainingstätigkeiten.

In diesem Projekt laden wir alle interessierten Klub- bzw. Turnier-Schachspieler/innen zu einer Online-Umfrage ein, die ca. 35 bis 45 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht.

Alle Teilnehmer/innen erhalten auf Wunsch ein individuelles Feedback zu ihren Ergebnissen im Vergleich mit anderen internationalen Schachspieler/innen.

Für weitere Informationen zum Projekt und Link zur Teilnahme an der Online-Umfrage:
Deutsch: https://chess-study.uni-graz.at/de/
Englisch: https://chess-study.uni-graz.at/en/

Schach beim Ball des Sports 2026

Am 21. März fand der Ball des Sports in den ehrwürdigen Hallen des Wiener Rathauses statt. Die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION luden zu diesem besonderen Abend ein. Bereits zum zweiten Mal durfte der Kinder- und Jugend Schachverein Schach inszenieren.

In der eigens dafür geschaffenen Activity Area präsentierte unser junges Team mit viel Engagement und Begeisterung den Schachsport: Selina Jeitler (Jugendkommission), Sara Marinovic (Frauenkommission) sowie für den Spitzensport Laurenz Borrmann und Emilia Deak-Sala. Mitmachen war ausdrücklich erwünscht — und genau das machte den Auftritt so lebendig und einladend.

Der Abend stand ganz im Zeichen von Austausch, Musik und Tanz. Vor allem aber bot er die wunderbare Gelegenheit, Schach sichtbar zu machen: Schach ist jung, dynamisch und modern. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft waren anwesend und sorgten für ein stimmungsvolles und hochkarätiges Ambiente.

Unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Michael Ludwig wurde der Ball feierlich eröffnet. Viel Prominenz war vor Ort, darunter Ex-Vizekanzler Werner Kogler, ein großer Schachfan, sowie Staatssekretärin Michaela Schmidt.

Unter dem Motto „Vielfalt trifft auf Leidenschaft“ war auch unsere große Passion, das Schach, mittendrin — präsent, lebendig und mitten im Geschehen. (ssc, Text/Foto: Joachim Wallner)