Hoher Besuch und ein Außenseiter an der Spitze
Drei Runden vor Schluss der Staatsmeisterschaft in der Linzer Oberbank strahlt mit Laurenz Borrmann ein Außenseiter von der Spitze. Borrmann gewinnt in den Runden vier und sechs gegen Robert Ernst und Peter Balint. Damit ist der Elo-schwächste Spieler des zehnköpfigen Teilnehmerfeldes der einzige mit drei Siegen und viereinhalb Punkten aus sechs Partien. Einen halben Punkt Rückstand haben Titelverteidiger Dominik Horvath und Valentin Baidetskyi. Diese drei Spieler werden den Titel wohl unter sich ausmachen, denn Co-Favorit Felix Blohberger liegt als Vierter bereits eineinhalb Punkte hinter Borrmann.
Laurenz Borrman, Foto: Johanna Seiser
Die vierte Runde beginnt am Dienstag mit hohem Besuch. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Oberbank-Generaldirektor Martin Seiter wohnen der Eröffnung bei, machen symbolisch den ersten Zug und zeigen sich erfreut, dass diese Veranstaltung in Oberösterreich und in der Oberbank stattfindet. „Schach steht für strategisches Denken, Konzentration und Weitblick – und begeistert Menschen über Generationen hinweg“, erklärt der Landeshauptmann.
Landeshauptmann Thomas Stelzer, Foto: Chris Holzinger
An den Brettern ist es die erste Runde mit drei entschiedenen Partien. Valentin Baidetskyi gewinnt gegen Stefan Kindermann ebenso wie Lukas Dotzer gegen Lukas Leisch. Dritter Sieger der Runde ist Laurenz Borrmann gegen Robert Ernst. Alle drei gewinnen ihre Partien mit den weißen Steinen. Tags darauf gibt es erneut drei Sieger: Baidetskyi und Horvath gewinnen mit Schwarz gegen Ernst und Balint. Leisch punktet gegen Lokalmatador Florian Schwabeneder voll. In der gestrigen sechsten Runde gewinnt Schwabeneder gegen Kindermann erstmals. Borrmann übernimmt mit seinem Sieg gegen Balint die alleinige Führung.
Julian Leitgeb, Foto: Chris Holzinger
Im Challenger führt der Deutsche Ruben Gideon Köllner mit eindrucksvollen fünfeinhalb Punkten aus sechs Partien. Im Kampf um die drei Tickets für die Staatsmeisterschaft 2027 haben David Schernthaner, Julian Leitgeb, Florian Stickler und Harald Grötz mit jeweils fünf Punkten die besten Karten. Olga Badelka führt mit viereinhalb Punkten die im Open ausgespielte Staatsmeisterschaft der Frauen an. Veronika Exler und Alina Donets sind ihr mit vier Punkten dicht auf den Fersen. Nachwuchshoffnung Donets spielt mit einer Performance von 2253 ein herausragendes Turnier, überschreitet dabei die Elo-Grenze von 2100 und wird dafür von der FIDE den WFM-Titel erhalten. (wk, Fotos: Chris Holzinger)
Alina Donets
Ergebnisse Chessresults: Staatsmeisterschaft, Challenger
Fotos: Johanna Seiser, Chris Holzinger
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