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Blog WM - EM

181229 wm rapidDie Schnellschach WM in St. Petersburg endet bei den Herren mit einer Sensation. Keiner der Favoriten gewinnt, sondern der 22-jährige Russe Daniel Dubov. Gesetzt als Nummer 25 zeichnet sich Dubov durch große Zähigkeit und einfallsreiches Spiel aus. Er verliert keine einzige Partie und kann sieben seiner fünfzehn Partien gewinnen. In der Schlussrunde reicht ihm ein Remis gegen Mamdeyarov, weil sich Nakamura und Carlsen gegenseitig neutralisieren und auch Artemiev gegen Karjakin nicht gewinnen kann. Damit holt sich Dubov als einziger Spieler mit elf Punkten den WM-Titel. Auf den Plätzen folgen Mamedyarov, Nakamura, Artemiev und Carlsen. Der Weltmeister findet nie zu ganz großer Form, zeigt aber doch in einigen Partien sein großes Können. Den schlechten Start mit 0/2 konnte er aber nicht mehr ganz wettmachen. Am sechsten Platz ist der 15-jährige Iraner Alireza Firouzja die Sensation schlechthin. Er spielt stets in der Spitze mit, zeigt keine Angst vor großen Namen, und übertrifft seine Einstufung in der Startrangliste um 163 Plätze. Markus Ragger spielt n der Schlussrunde gegen Baadur Jobava um einen Platz in den Top-30, wird aber vom Georgier in der Eröffnung am falschen Fuß erwischt und kann die Partie nach einem Fehler nicht mehr retten. Am Ende ist der 60. Platz im Rahmen seiner Erwartung. Seine Highlights im Turnier sind ein Remis gegen Grischuk und ein Sieg gegen Harikrishna. Im Frauenbewerb ist Wenjun Ju eine Klasse für sich und gewinnt nach der Titelverteidigung im Standardschach nun auch den Titel im Schnellschach ohne Niederlage überlegen mit 10 Punkte aus 12 Partien. Die junge Iranerin Sarasadat Khademalsharieh gewinnt dank besserer Zweitwertung Silber vor der Russin Aleksandra Goryachkina. Elofavoritin Anna Muzychuk muss sich mit dem vierten Rang begnügen. Heute und morgen folgt in St. Petersburg die Weltmeisterschaft im Blitzschach. Beginn ist jeweils um 13:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
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181227 wm rapid blitz 2Die Schnellschach Weltmeisterschaft in St. Petersburg begann gestern mit einer großen Überraschung. Magnus Carlsen legt bei seinem ersten Antreten nach der erfolgreichen Titelverteidigung in London in seiner Spezialdisziplin einen Fehlstart hin. In der ersten Runde überschreitet er gegen Adam Tukhaev in gewinnträchtiger Stellung die Zeit, in der zweiten verpasst er nach eigenwilliger Eröffnung (1.e4 e5 2.Dh5) eine wohl entscheidene Abwicklung und stellt kurz danach eine Figur ein. Nach dieser zweiten Niederlage gelingt Carlsen mit drei Siegen in Serie noch eine Schadensbegrenzung. Sein Rückstand auf das Spitzentrio Alireza Firouzja (IRI), Ian Neponmiachtchi (RUS) und Dmitry Andreikin (RUS) beträgt eineinhalb Punkte. Das ist in den kommenden 10 Runden noch aufzuholen. Drei Punkte wie Carlsen erreicht auch Markus Ragger. Nach einem Auftaktsieg gegen den Russen Nikolai Kabanov steht Ragger am Spitzenbrett gegen Hikaru Nakamura im Fokus der Aufmerksamkeit. In einem Italiener gerät er gegen den Schnellschachspezialisten aus den USA aber rasch in Nachteil und kann die Stellung nicht halten. Es folgen zwei Schwarzremisen gegen Andrey Zhigalko und Shamsiddin Vokhidov sowie ein Sieg gegen Victor Mikahlevski. Heute wartet auf Ragger mit Vladislav Artemiev der Blitzschach-Europameister. In Frauenbewerb werden im Gegensatz zu den Herren nur vier Runden pro Tag gespielt. Der chinesischen Weltmeisterin Wenjun Ju gelang mit vier Siegen der beste Start. Es folgen sechs Spielerinnen mit je 3,5 Punkten. Der zweite Spieltag wird ab 13:00 Uhr auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
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181210 em rapSpannend verlief in den letzten beiden Tagen die Schnellschach Europameisterschaft in Skopje. Nach insgesamt 13 Runden waren vier Spieler mit je 10,5 Punkten an der Spitze. Nach Feinwertung feiern die Russen mit dem Außenseiter Valerij Popov und Andrey Esipenko einen Doppelsieg. Bronze geht an den Türken Vahap Sanal vor dem Italiener Luca Moroni. Die ungeheure Dichte des Feldes demonstieren die Nummern der Top-4 in der Startrangliste: 40, 12, 53, 50. Die Top-3 Gesetzten schaffen es nicht in die Top-10. Blitz-Europameister Artemiev wird 12., Mamedov 16. und Guseinov gar nur 27. Markus Ragger präsentiert sich in starker Form und spielt stets an der Spitze. Eine Schlüsselpartie im Kampf um die Medaillen verliert er aber unglücklich in der 11. Runde gegen Popov. In der Schlussrunde lässt Ragger zudem den Spanier David Anton Guijarro aus einer Gewinnstellung ins Remis entkommen und wird letztlich Achter. Ein Sieg hätte den fünften Rang gebracht. Zweitbester Österreicher wird Valentin Dragnev mit acht Punkten am 71. Platz unter 409 Teilnehmern aus 37 Nationen. Felix Blohberger und Thomas Bauer gelingen je sieben Punkte. (wk, Foto: Turnierseite)
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181224 wm rapid blitzZum Jahresausklang werden vom 26. bis 30. Dezember in St. Petersburg die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach ausgetragen. Die Bewerbe wurden kurzfristig nach Russland verlegt. Ursprünglich war wie im Vorjahr eine Austragung in Saudi-Arabien geplant, doch konnten die Veranstalter nicht für alle Teilnehmer ein Visum garantieren. Trotz dieser Schwierigkeiten der kurzfristigen Planung sind im Schnellschachbewerb 205 Spieler aus 41 Nationen in der offenen Klasse angemeldet und 121 Spielerinnen aus 25 Nationen bei den Frauen. Dabei gilt eine Elogrenze von 2500 bei den "Herren" und "2200" bei den Frauen. Unabhängig von der Elozahl sind alle nationalen Meister startberechtigt. Die Nummer Eins der Setzliste ist Weltmeister Magnus Carlsen. Er hat das klare Ziel nach der Titelverteidigung in London auch die WM-Titel im Blitz- und Schnellschach zu erobern. Im Schnellschachbewerb sind Hikaru Nakamura und der frischgebacken Blitzschach-Europameister Vladislav Artemiev seine Hauptkonkurrenten laut Startrangliste. Man wird aber auch auf Spieler wie Aronian, Mamedyarov, Karjakin und Titelverteidiger Anand auf der Rechnung haben müssen. Ähnlich sind die Favoritenrollen im Blitzschach verteilt, insbesondere da mit Maxime Vachier-Lagrave die Nummer Zwei der Weltrangliste offenbar fehlt. Markus Ragger wird in beiden Bewerben antreten und für eine österreichische Beteiligung sorgen. Die Schnellschach WM startet am Mittwoch um 15:00 Uhr Ortszeit, das ist  13:00 Uhr MEZ. Die WM wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
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181208 em blitzVladislav Artemiev ist Europameister im Blitzschach. Der elofavorisierte Russe gewinnt mit 18,5 Punkten aus 22 Partien vor Ivan Cheparinov und David Navara. Aus österreichischer Sicht gelingt Valentin Dragnev mit einem 17. Platz eine Sensation. Dragnev war nur als Nummer 76 eingestuft und landet am Ende mit 15 Punkten in den Top-20 der besten Spieler. Insbesondere der zweite Tag ist mit 8,5 Punkten aus 12 Partien für den Wiener toll gelaufen. Zudem gelangen 2:0 Siege in den Mini-Matches gegen GM Sebenik und in den Schlussrunden gegen RM Rusev. Dragnev gewinnt zudem 87 Punkte für die FIDE-Blitz-Elowertung. Einen konträren Turnierverlauf hatte Markus Ragger. Er begann mit 7,5 Punkten aus 8 Partien großartig, wurde dann aber am Spitzenbrett spielend von Artemiev mit 0:2 gestoppt. Am zweiten Tag lief es dann nicht so rund. Vier weitere Niederlagen ließen nur noch Rang 34 mit 14 Punkte zu. Felix Blohberger gelingt wie Dragnev ein gutes Turnier mit einem Eloplus von 60 Punkten, allerdings kosten ihn drei Niederlagen am Turnierende einen Schlussrang in den Top-50. Blohberger wird 106-er von 324 Teilnehmern aus 37 Nationen. Thomas Bauer holt mit 11 Punkten 50% der möglichen Punkte und landet im Mittelfeld. Heute folgt in Skopje ab 11:00 Uhr der erste Tag der EM im Schnellschach. (wk, Foto: Turnierseite)
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