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Blog WM - EM

181208 em blitzVladislav Artemiev ist Europameister im Blitzschach. Der elofavorisierte Russe gewinnt mit 18,5 Punkten aus 22 Partien vor Ivan Cheparinov und David Navara. Aus österreichischer Sicht gelingt Valentin Dragnev mit einem 17. Platz eine Sensation. Dragnev war nur als Nummer 76 eingestuft und landet am Ende mit 15 Punkten in den Top-20 der besten Spieler. Insbesondere der zweite Tag ist mit 8,5 Punkten aus 12 Partien für den Wiener toll gelaufen. Zudem gelangen 2:0 Siege in den Mini-Matches gegen GM Sebenik und in den Schlussrunden gegen RM Rusev. Dragnev gewinnt zudem 87 Punkte für die FIDE-Blitz-Elowertung. Einen konträren Turnierverlauf hatte Markus Ragger. Er begann mit 7,5 Punkten aus 8 Partien großartig, wurde dann aber am Spitzenbrett spielend von Artemiev mit 0:2 gestoppt. Am zweiten Tag lief es dann nicht so rund. Vier weitere Niederlagen ließen nur noch Rang 34 mit 14 Punkte zu. Felix Blohberger gelingt wie Dragnev ein gutes Turnier mit einem Eloplus von 60 Punkten, allerdings kosten ihn drei Niederlagen am Turnierende einen Schlussrang in den Top-50. Blohberger wird 106-er von 324 Teilnehmern aus 37 Nationen. Thomas Bauer holt mit 11 Punkten 50% der möglichen Punkte und landet im Mittelfeld. Heute folgt in Skopje ab 11:00 Uhr der erste Tag der EM im Schnellschach. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteErgebnisse bei Chess-ResultsECU

181205 em rapblitzDie Europameisterschaften im Blitz- und Schnellschach werden von morgen Donnerstag bis Sonntag in Skopje ausgeragen. Im Blitzschach stehen am Donnerstag und Freitag insgesamt 11 Doppelrunden am Programm. Am Samstag und Sonntag folgen 13 Runden im Schnellschach. Insgesamt haben 338 Spieler aus 37 Ländern genannt, darunter 61 Großmeister. Österreich ist mit Markus Ragger, Valentin Dragnev, Felix Blohberger und Thomas Bauer vertreten. Die Setzlisten werden in beiden Bewerben, es zählen die FIDE Ranglisten im Blitz und Rapid, von Artemiev (RUS), Mamedov (AZE), Guseiov (AZE) und Navara (CZE) angeführt. Ragger ist im Blitz Fünfter der Startrangliste, im Schnellschach allerdings "nur" Siebzehnter. Auf Chess24 ist eine Live-Übertragung angekündigt. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results, ECU

181126 wm r12Dem Schach ist schon öfter der Remistod vorausgesagt worden. So nah wie bei der Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana in London war Schach dieser Vorhersage aber noch nie. Fakt ist seit heute, London sieht die erste WM ohne Gewinnpartie. Dabei sehen die Schachfans in aller Welt die qualitativ beste WM aller Zeiten. Der Kampfgeist ist enorm. Beide Spieler sind auch bereit Risiko zu gehen, wie insbesondere die Eröffnungswahl der letzten drei Weißpartien von Caruana zeigt, machen aber kaum Fehler. Das killt auf diesem Niveau die Siegchancen und enttäuscht all jene, die Siege erwarten. Nach dem heutigen zwölften Remis steht es nach den klassischen Partien 6:6. Wie schon vor zwei Jahren in New York wird wieder ein Tie-Break über den Titel entscheiden. Dabei war Carlsen heute der Titelverteidigung nahe. Er bringt im Sweschnikow Sizilianer als Nachziehender eine andere Variante als in seinen letzten beiden Schwarzpartien und erreicht unbestritten Vorteil. Eigentlich sollte die Stellung ganz nach seinem Geschmack sein. Die Experten meinen allesamt, dass Carlsen risikolos auf Gewinn spielen kann. Nur Carlsen sieht das anders. Er bietet einem sichtlich überraschten Caruana im 30. Zug Remis an. Der Amerikaner kann nicht ablehnen. Die Entscheidung ist auf einen Stichkampf am Mittwoch vertagt. Im Tie-Break werden zuerst vier Partien Schnellschach gespielt. Carlsen gilt ob seiner Stärke in den schnellen Disziplinen als klarer Favorit. Zu vermuten ist aber, dass Tagesform und Spielverlauf ein wichtiges Wort mitreden werden. Die Live-Übertragung am Mittwoch beginnt um 16:00 MEZ. (wk, Foto: World Chess)
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DerStandard: Bericht 12. Runde

181128 wm TBMagnus Carlsen gewinnt den Stichkampf um die Weltmeisterschaft gegen Fabiano Caruana in den Schellschach-Partien glatt mit 3:0 und verteidigt damit zum dritten Mal seinen 2013 von Anand eroberten Titel des Schach-Weltmeisters. Am Ende hatten jene Experten recht, die von Anfang an Carlsen in einem Tie-Break als 80:20 Favorit sahen. Wie scheinbar leicht dies heute dem Weltmeister von der Hand ging, kam aber doch überraschend. Dabei konnte sich Caruana in der ersten Partei aus einer schlechten Stellung noch in ein Turmendspiel retten. Im entscheidenen Moment verpasst er aber die Remisfortsetzung und Carlsen gewinnt die erste Partie. In der Pressekonferenz meinte er auf Frage eines Journalisten, dass diese Partie der Schlüssel zum Erfolg war. Danach konnte Caruana unter Siegdruck nicht mehr zulegen. In der zweiten Partie muss er mit Weiß bereits nach 28. Zügen den König umlegen. Die dritte Partie wurde dann praktisch zur Formsache. Carlsen ließ als Anziehender nichts mehr zu und nach ein paar Tempoverlusten verliert Caruana auch noch diese Partie, in der Carlsen wohl auch mit Remis zufrieden gewesen wäre. Das 3:0 ist eine Demütigung im Schnellschach für Caruana, dem Carlsen attestiert im Standardschach sehr, sehr stark zu sein und es verdienen würde, gleich wie er, die Nummer Eins zu sein. Dieses Kompliment des Siegers wird Caruana nicht trösten, aber er war Teil eines historischen Matches, in dem das Niveau unglaublich hoch war. Vielleicht das höchste bisher überhaupt. Die WM in London ist damit zu Ende. Freuen wir uns auf die nächste im Jahr 2020. Vielleicht in Wien... (wk, Foto: World Chess)
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DerStandard: Bericht Tie-Break

181124 wm r11Wer hätte darauf gewettet, dass es in London im Match zwischen Carlsen und Caruana weniger Gewinnpartien geben würde als bei der WM 2016 in New York, in der Herausforderer Sergei Karjakin kräftig Beton angerührt hatte, den Carlsen nur einmal durchbrechen konnte, nicht ohne zuvor selbst einmal zu ungestüm angerannt zu sein. Genau dieser Karjakin hat heute für Carlsen symbolisch den ersten Zug gemacht. Der Weltmeister blieb seinen wechselnden Eröffnungszügen weiter treu. Zum zweiten Mal kam daher sein Lieblingszug e4 aufs Brett, Caruana antwortet erneut Russisch. Nach einem frühen Damentausch hat Carlsen ein leicht besseres Endspiel, aber die gute Vorbereitung Caruanas führt zu einem Endspiel mit ungleichen Läufern, in dem Caruana einen Bauern opfert um eine Festung zu bauen, in der es kein Durchkommen mehr gab. Nach dem elften Remis geht es in der nächsten und letzten Partie am Montag um alles. Wird erneut der Punkt geteilt, gibt es wie schon in New York wieder eine Tie-Break um den WM-Titel. Von der Symbolik her war Karjakin somit heute eine gute Wahl als Ehrengast. Aber veilleicht..., wir wagen es kaum zu hoffen. (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht 11. Runde

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