German English Russian Spanish

Fotogalerie

Blog WM - EM

170529 EM MinskVom 30. Mai bis 10. Juni findet in Minsk die Einzel Europameisterschaft im Standardschach statt. Insgesamt sind 398 Spieler aus 38 Nationen vorangemeldet, darunter 173 Großmeister und 73 Internationale Meister. Zehn Spieler sind aus dem elitären Kreis der 2700-er. Die Setzliste führen Dmitry Andreikin, David Navara und Dmitry Jakovenko an. Gewaltig ist mit 84 auch die Zahl der Spieler mit einer Elozahl von 2600 oder mehr und gleich 169 haben 2500 oder höher. Österreichs Aushängeschild Markus Ragger ist mit aktuell 2677 die Nummer 24. Das große Ziel ist die Qualifikation für den World Cup für den 22 Plätze vergeben werden. Das Gedränge darum verspricht dicht zu werden. Auf der Jagd nach Großmeister-Normen sind die weiteren Österreicher: Valentin Dragnev (2515), Peter Schreiner (2482), Andreas Diermair (2473) Staatsmeister Georg Fröwis (2435) und Neo-IM Luca Kessler (2433). Der Gesamtpreisfonds beträgt stolze 100.000 Euro, der alleinige Sieger nimmt davon 20.000 mit nach Hause. Die Runden starten jeweils um 15:30 Uhr Ortszeit, das ist 14:30 Uhr MEZ. Am 4. Juni ist ein Ruhetag. Eine Live-Übertragung lässt sich auf der Turnierseite noch nicht erkennen, "chess24" hat aber bereits für mogen eine Übertragung der Partien nebst Kommentierung angekündigt. (wk, Logo: Turnierseite)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results, ECU

170307 youngmasters r6Valentin Dragnev liegt beim Accentus Young Masters in Bad Ragaz, Schweiz, nach sechs von neun Runden mit vier Punkten im Führungstrio. Nach einem eher verhaltenen Start mit einem Punkt aus drei Partien legt Dragnev drei Siege in Serie hin. Die Trendwende bringt in der vierten Runde ein Sieg gegen den topgesetzten Ungarn Imre Hera (2607). Angespornt von diesem Erfolg legt Dragnev gegen die Schweizer Fabian Bänziger und Aurelio Colmenares nach und punktet in beiden Partien voll. Das bedeutet die geteilte Führung mit dem Schweizer Oliver Kurmann und dem Franzosen Adrien Demuth. Eine dritte Großmeisternorm ist theoretisch auch noch möglich. Allerdings braucht es dafür noch weitere Siege in den verbleibenden drei Runden. (wk, Foto: Turnierseite)
Young Masters: Ergebnisse, Live... , Schweizer Schachbund

170115 wijk r1Markus Ragger besiegt in der ersten Runde des "Challengers" den regierenden Juniorenweltmeister Jefferey Xiong aus Amerika. Ragger eröffnet die Partie mit dem Königsbauern, Xiong verteidigt sich mit der scharfen Najdorf Variante. Nach 25 Zügen hat Ragger deutlich mehr Zeit auf der Uhr und zudem Angriffschancen gegen den schwarzen König. Xiong schafft es nicht die Stellung zu verteidigen. Ragger beginnt das Jahr mit einem Sieg und überspringt zudem wieder die 2700-er Elogrenze. Weißsiege gelingen auch den niederländischen Nachwuchsspielern Bok und van Foreest. Heute trifft Ragger mit Schwarz auf die Chinesin Lei Tingjiie (2467). Das "Masters" startet mit einem vorsichtigen Abtasten der Stars. Einzig Pavel Eljanov gelingt gegen Richard Rapport ein Sieg. Der Ungar greift in der Eröffnung wieder tief in die Kreativkiste und erlangt eine durchaus spielbare Stellung wird dann aber vom Ukrainer thematisch mit einem Qualitätsopfer überspielt. In der Schlagerpartie der Runde erreicht Wesley So gegen Magnus Carlsen ebenso keinen Anzugsvorteil wie Harikrishna gegen Aronian oder Karjakin gegen Giri. Immerhin zeigt der WM-Finalist mit einem frühen a3 gegen Giris Najdorf, dass er gewillt ist neue Stellungstypen zu suchen. Die besten Chancen auf einen zweiten Sieg in der Auftaktrunde hatte noch Adhiban in einem c3-Sizilianer gegen Van Wely. Aber auch diese Partie endet schließlich im Remishafen. Heute spielen ab 13:30 Uhr u.a. Carlsen gegen Wojtaszek, Giri gegen So und Rapport gegen Karjakin. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Fotos bei Facebook
Daniel Kings Videokommentar der 1. Runde (Youtube)

170211 wm w ankHeute beginnt in Teheran die Frauen-Weltmeisterschaft. Sie wird wie in der Vergangenheit als K.O.-Turnier ausgetragen. Am Start sind 64 Spieler/innen aus aller Welt. In Abwesenheit von Yifan Hou führen Wenjun Ju und Anna Muzychuk die Setzliste an. Deutschlands Elisabeth Pähtz geht als Nummer 14 in das Turnier. Die ersten fünf Runden werden als Mini-Matches mit je zwei Partien gespielt. Kommt es im Standarschach zu keiner Entscheidung folgen zwei Schnellschachpartien und gegebenfalls zwei Blitzpartien bzw. eine Armageddon Entscheidung. Das Finale wird dann auf vier Partien gespielt. Der Gesamtpreisfonds ist 450.000 Dollar, auf die Siegerin entfallen davon 60.000 Dollar. Verliererinnen der ersten Runde müssen sich hingegen mit 3.500 Dollar begnügen. Der Austragunsort im Iran ist ebenso umstritten wie der Modus. Einige Spielerinnen wie die Amerikanerinnen Irina Krush und Nazi Paikidze haben ihre Teilnahme aus politischen Gründen abgesagt. Das amerikanische Außenministerium warnt vor Reisen in den Iran. Von den Topspielerinnen fehlen auch Mariya Muzychuk und Humpy Koneru. Absagegründe sind auch der landesübliche Kopftuchzwang oder das Verbot des Aufenthalts von Frau und Mann allein in einem Zimmer, was eine übliche Vorbereitung erschwert. Weltmeisterin Yifan Hou hat sich aus anderen Gründen aus dem WM Zyklus verabschiedet. Sie argumentiert wohl zu Recht, dass ein K.O.-Turnier, das bei den Herren als World Cup ausgetragen wird, zwar ein spannendes Turnier ist, aber wenig geeignet eine Weltmeisterin zu ermitteln. Eine Angleichung an den WM Zyklus der Herren wäre wohl hoch an der Zeit, findet aber in der FIDE keinea Befürworter. Die erste Runde startet heute um 12:30 Uhr MEZ. Auf der Turnierseite sind eine Live-Übertragung und Live-Kommentierung angekündigt. (wk, Logo: Turnierseite)
Turnierseite, FIDE, Paarungen (PDF)

Logo FIDE 300pxZwischen 11. und 27. Februar findet die nächste Frauen Weltmeisterschaft in Teheran statt. Im Gegensatz zu den Herren wird bei den Frauen der Titel jedes zweite Mal im World Cup, einem K.O.-Turnier vergeben. Qualifiziert sind 64 Spielerinnen. 11 davon sind über den vergangenen Zyklus, die Juniorinnen WM oder die Elozahl qualifziert. Weitere 28 Spielerinnen kommen aus Europa, 8 aus Amerika (Nord und Süd), 12 aus Asien, 3 aus Afrika und 2 werden vom FIDE Präsidenten nominiert. Einige der Qualifizierten fehlen aber auf der endgültigen Liste, wie die Amerikanerin Nazi Paikidze. Sie verweigert die Teilnahme weil im Iran für Frauen ein Kopftuchzwang besteht. Zudem dürfen die Spielerinnen nicht mit männlichen Trainern allein in einem Zimmer sein, was die Vorbereitung im Turnier nicht gerade erleichtert. Nichtsdestotrotz ist das Feld offenbar vollzählig. Weltmeisterin Yifan Hou verteidigt ihren Titel nicht. Sie ist mit dem derzeitigen WM Zyklus der FIDE für Frauen nicht einverstanden und fordert eine Angleichung mit jenem der Männer. Favoritinnen sind daher nach Elozahl die Chinesin Wenjun Ju und die Ukrainerin Anna Muzychuk. Ju ist die Gewinnerin des Frauen Grand Prix, Muzychuk kommt als Doppelweltmeisterin im Schnell- und Blitzschach nach Teheran. Der Modus des World Cups hat in der Vergangenheit aber oft für Überraschungen gesorgt. (wk)
Bericht bei der FIDE

Partner