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Blog WM - EM

181121 wm r9Das WM Match Carlsen und Caruana wird als jenes mit der längsten Remisserie zu Beginn in die Geschichte der Schach Weltmeisterschaften eingehen. Heute beginnt Carlsen zum zweiten Mal mit 1.c4 und es entsteht wieder die Englische Eröffnung mit e5. Diesmal wird Caruana überrascht und verbraucht viel Zeit, schafft es aber eine sterile Stellung zu bekommen, die zwar von den Kommentatoren angenehmer für Carlsen empfunden wird, aber doch ausgeglichen ist. Ein verfrühter Vorstoß des h-Bauern erlaubt Caruana umgehend die Stellung zu öffnen, seinen Figuren Platz zu verschaffen und verhindert, dass Carlsen noch lange ein Druckspiel aufziehen könnte. Danach ist das neunte Remis offensichtlich, auch wenn noch bis zum 56. Zug weitergespielt wird. Wie kommt es zu so einer Remisserie? Einerseits haben beide Spieler je eine gute Siegchance verpasst, andererseits ist der Modus auch nicht schuldlos. Wenn zwei Spieler dieser Klasse sich mehrere Monate mit Unterstützung von Sekundanten und Computern auf ihren Gegner vorbereiten können und zudem mehr Bedenkzeit bekommen als es im Turnierschach sonst üblich ist, sollte es wenig verwundern, dass die Fehlerquote zu gering ist um die Remisquote zu überschreiten. Dazu kommt, dass bei der Klasse von Carlsen und Caruana der erste Gewinn schon entscheiden könnte. Daher kommt Vorsicht vor Risiko. Wenn keinem in den nächsten drei Runden ein "lucky punch" gelingt folgt ein Tie-Break mit vier Schnellschachpartien, in dem Carlsen allgemein klar favorisiert wird. In Wahrheit dürfte aber die Tagesform entscheiden. Die 10. Runde folgt am Donnerstag, dem 22. November, um 16:00 Uhr MEZ, am Freitag ist ein Ruhetag. (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht 9. Runde

181121 wm f r2Die Russin Kateryna Lagno führt im Finale der Frauen WM in Khanty-Mansiysk gegen die Chinesin und Titelverteidigerin Wenjun Ju mit 1,5:0,5. In der ersten Partie erreicht Ju gegen die königsindische Verteidigung ihrer Gegnerin leichten Vorteil, kann aber mit einigen ungenauen Zügen nichts daraus machen. Die Partie endet im 36. Zug mit einer Punkteteilung. In der gestrigen zweiten Partie scheint Lagno in einer katalanischen Eröffnung ebenfalls auf dem Weg zum Remis. Die Stellung mündet in einem Endspiel mit Türmen und ungleichen Läufern. Die Stellung spielt sich aber für Weiß leichter und rund um die erste Zeitkontrolle erreicht Lagno einen deutlichen Vorteil, den sie zum Sieg verdichten kann. Das Finale ist auf vier Partien angesetzt. Ju steht nun unter Zugzwang. Sie muss eine der beiden kommenden Partien gewinnen um einen Stichkampf zu erzwingen. Verliert sie hingegen die heutige dritte Partie, sie hat vor wenigen Minuten um 11:00 Uhr begonnen, dann wäre Lagno die neue Weltmeisterin. (wk, Foto: FIDE)
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181119 wm r7Die zweite Hälfte der WM in London beginnt Magnus Carlsen mit einem Zug des Damenbauern. Es kommt jene Variante des orthodoxen Damengambits mit Läufer f4 aufs Brett, die schon in der ersten Weißpartie des Weltmeisters gespielt wurde. Carlsen weicht mit einem Springerzug als erster ab, wird dann aber von einem Damenrückzug Caruanas offenbar überrascht. Alexander Grischuk bringt es in einer Live-Kommentierung mit "another childish opening from Magnus" auf den Punkt. Fakt ist, Vorteil gibt es für Weiß auch diesmal keinen. Beim Übergang ins Endspiel scheint es noch einmal spannend zu werden, Carlsen erhält einen dominanten Springer auf d6. Der tut aber nicht viel, Caruana behält alles unter Kontrolle und das siebente Remis wird vereinbart. Es scheint als würden sich die Kontrahenten gegenseitig belauern. Der Respekt voreinander ist groß, keiner will unnötig einen Verlust riskieren. Die Schachfans müssen sich damit trösten das Match in seiner Gesamtheit zu sehen und warten ob die kleinen Schläge doch noch große Wirkung zeigen. (wk, Foto: World Chess)
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DerStandard: Bericht 7. Runde

181120 wm r8In der gestrigen achten Partie der WM in London wackelt Weltmeister Magnus Carlsen gewaltig. Fabiano Caruana wählt erstmals den offenen Sizilianer und erreicht in einer Nebenvariante der Sweschnikow Verteidigung großen Vorteil. Allerdings verpasst der Amerikaner im entscheidenden Moment die nachhaltigsten Fortsetzungen, spielt einen unnötigen Sicherungszug und gibt Carlsen damit die Chance seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Dem Norweger bleibt damit der psychologische Schlag erspart, wie zuletzt bei der WM 2016 in New York gegen Sergej Karjakin, in der achten Partie in Rückstand zu geraten. Die Partie landet noch in einem Endspiel mit Türmen und ungleichen Läufern, wonach Caruana bald Remis anbietet und Carlsen annimmt. Heute ist in London Ruhetag, die neunte Runde folgt am Mittwoch ab 16:00 Uhr MEZ. Man darf gespannt sein ob Carlsen mit Weiß zurückschlagen kann. (wk, Foto: World Chess)
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DerStandard: Bericht 8. Runde

181118 frauen wmWeltmeisterin Wenjun Ju und Kateryna Lagno qualifizieren sich mit Siegen gegen Alexandra Kosteniuk und Mariya Muzychuk für das Finale der Frauen WM in Khanty-Mansiysk. Ju gewinnt gegen Kosteniuk nach einem groben Fehler ihrer Gegnerin bereits die ersten Partie mit Schwarz, steht dann auch in der zweiten rasch besser, lässt aber die Russin ins Remis entkommen. Am Aufstieg in das Finale ändert das für Ju aber nichts mehr. Das Match zwischen Kateryna Lagno und Mariya Muzychuk muss nach zwei Remisen ins Tie-Break. Hier verliert Muzychuk ein Endspiel mit ungleichen Läufern, das eigentlich zu halten war, und kann dann in der zweiten Schnellschachpartie nicht mehr nachsetzen. Sie spielt "all in" und gerät in einen vernichtenden Königsangriff, nachdem alle ihre Figuren auf der anderen Brettseite waren. Lagno ist mit dem Gesamtscore von 3:1 weiter. Das Finale wird auf vier Partien gespielt. Die erste Partie folgt nach einem Ruhetag am Montag um 11:00 MEZ. (wk, Foto: FIDE)
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