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Blog WM - EM

180326 candidates r13Fabiana Caruana geht als Führender in die Schlussrunde des Kandidatenturniers in Berlin. Der Amerikaner steckt die gestrige Niederlage gegen Karjakin gut weg, folgt gegen Levon Aronian der Partie Grischuk gegen Aronian aus der Runde davor und kommt zu einem überzeugenden Sieg. Da Karjakin gegen So über eine baldige Punkteteilung nicht hinauskommt, holt sich Caruana die Führung vor der Schlussrunde zurück. Es könnte aber eine trügerische Führung sein. Caruana braucht in der Schlussrunde einen Sieg um sicher zu gehen. Eine Punkteteilung in seiner heutigen Schwarzpartie gegen Grischuk reicht nur dann zum Turniersieg wenn Karjakin und Mamedyarov sieglos bleiben. Mamedyarov gewinnt gestern gegen Grischuk, weil der Russe einer Remisfortsetzung ausweichen musste um seine Chancen intakt zu halten. "Ein Remis war wie eine Niederlage", meinte Grischuk dazu in der Pressekonferenz. Mamedyarov seinerseits hat gute Chancen auf das Match gegen Carlsen wenn er heute mit Schwarz gegen Kramnik gewinnt und Caruana sieglos bleibt. Da es keinen Stichkampf gibt, müssen im Fall einer Punktegleichheit die Feinwertungen entscheiden und die sind für den Aserbeidschaner in fast allen möglichen Konstellationen günstig. Karjakin hat hingegen im Falle eines geteilten ersten Platzes mit Caruana die Nase vorne. Wenn drei sich streiten könnte aber auch Ding Liren noch der lachende Vierte werden. Die Sterne für seinen Sieg stehen aber schlecht. Er müsste mit Schwarz gegen Karjakin gewinnen, zugleich muss Caruana gegen Grischuk verlieren und Mamedyarov darf gegen Kramnik nicht gewinnen. Die Entscheidung um den nächsten WM-Herausforderer fällt heute ab 15:00 in Berlin. Spannung ist garantiert. (wk, Foto: FIDE)
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180326 em r9Die neunte Runde der EM in Batumi ist für Österreich mit einem Remis von Andreas Diermair gegen Mateusz Bartel (POL, 2609) und vier Niederlagen auf den ersten Blick unerfreulich. Bei Licht betrachtet fixieren Andreas Diermair eine GM-Norm und Felix Blohberger eine IM-Norm. Beide krönen damit ihre guten Leistungen. Für Diermair ist es bereits die dritte Norm nach Bad Gleichenberg 2013 und Skopje 2015, allerdings braucht er für den GM-Titel eine Norm aus elf Partien, da jene aus Skopje im Vereins-Europacup mit nur sieben Runden zählt und die GM-Normen auf insgesamt 24 Partien beruhen müssen. Blohberger könnte seiner ersten Norm in der Bundesliga bald eine weitere folgen lassen. Heute konnte er sich für die Norm sogar eine Niederlage gegen Kirill Shevchenko leisten. Morgen spielt Diermair mit Schwarz gegen Mikhail Kobalia (RUS, 2599), Blohberger hat mit Davit Jojua (2601) einen georgischen GM. Shengelia, Schnider und Huber bekommen die Chance gegen eloschwächere Gegner ihr Punktekonto aufzubessern. (wk, Foto: ECU)
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180325 em r6Gute Leistungen zeigen die Österreicher bei der Einzel Europameisterschaft in Batumi. Nach sieben Runden sind Andreas Diermair mit viereinhalb Punkten und Felix Blohberger mit vier Punkten die Besten. Beide schlagen Großmeister und erreichten bisher eine Eloleistung knapp unter 2600. Diermair besiegt in der fünften Runde GM Michal Krasenkow (POL, 2644) und gestern GM Sergei Zhigalko (BLR 2625). Blohberger gewinnt in der siebenten Runde gegen den lettischen Großmeister Nikita Meskovs (2536). David Shengelia plagt sich bisher zu dreieinhalb Punkten, Gert Schnider und Martin Christian Huber stehen bei drei Zählern. Heute warten auf Diermair, Blohberger und Huber mit Andersen, Paichadze und Ruck wieder starke Großmeister. Shengelia und Schnider sind hingegen in der Favoritenrolle. In der Tabelle führt der Engländer Gawain Jones mit sechs Punkten vor zehn Spielern mit fünfeinhalb. In der Gruppe der Verfolger sind mit Navara und Wojtaszek auch zwei der Elofavoriten. Insgesamt werden elf Runden gespielt. (wk, Foto: ECU)
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180325 candidates r12Die Führenden straucheln in der 12. Runde des Kandidatenturniers in Berlin. Sergey Karjakin schlägt Fabiano Caruana und übernimmt nach einen Zwischenspurt mit phantastischen fünf Punkten aus den letzten sechs Partien vor dem nun punktegleichen Amerikaner die Führung. Im direkten Duell wählt Caruana gegen Karjakin erneut die russische Verteidigung und scheint eine gute Stellung zu erreichen, gibt aber Karjakin die Chance zu einem Qualitätsopfer. Diese Entscheidung sollte er bald bedauern. Die Stellung ist zwar weiter im Gleichgewicht, spielt sich für Karjakin aber viel leichter. Der Russe nützt die Gunst der Stunde, holt sich den ganzen Punkt und ist plötzlich in der Favoritenrolle. Dabei standen die Quoten nach seinen beiden Auftaktniederlagen irgendwo bei 1:100. Noch weiß niemand wie das Turnier endet, es sind aber solche "big points" die ein Turnier entscheiden. Man erinnere sich, dass Kramnik einen solchen in der vierten Runde gegen Caruana verpasst hatte oder wie Aronians Unglücksserie mit verpassten Chancen begann. Es war überhaupt kein guter Tag für die Führenden. Mamedyarov sucht gegen Ding seine Chance, erreicht aber kaum Vorteil und läuft dem Chinesen ins offene Messer. Sein erster Sieg lässt Ding mit Mamedyarov und Grischuk gleichziehen. Diese drei haben nur einen halben Punkt Rückstand auf Karjakin und Caruana. Einer dieser Fünf wird der nächste WM-Herausforderer von Magnus Carlsen. Kramnik, So und Aronian sind aus dem Rennen, können aber zu Stolpersteinen werden. Heute ist in Berlin der letzte Ruhetag. Morgen spielen: Mamedyarov-Grischuk, Ding-Kramnik, So-Karjakin, Caruana-Aronian. (wk, Foto: FIDE)
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Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 12. Runde

180324 candidates r11Sergey Karjakin ist der Gewinner der 11. Runde in Berlin. Nachdem Karjakin mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in das Turnier gestartet war, konnte er sich mit Remisen einigermaßen erholen, um in den letzten fünf Runden mit drei Siegen mächtig aufzuholen. Sein gestriges Opfer war ein sichtlich angeschlagener Levon Aronian. Karjakin demonstriert erneut seine gute Vorbereitung gegen Katalanisch und als Aronian ein Fehler unterläuft, lässt sich der Russe nicht zweimal bitten. Mit diesem Sieg schließt Karjakin in der Tabelle zu Grischuk auf, der seinerseits mit Glück und Zähigkeit knapp über der 50%-Marke bleibt. In seiner Partie gegen Ding Liren spielt der Chinese groß auf und zeigt erstmals sein agressives Potenzial. Doch dann verpasst Ding zweimal eine Fortsetzung mit der er Grischuk zur sofortigen Aufgabe zwingen hätte können, behält aber weiter Vorteil, der ihm dann nach und nach entgleitet. Statt eines glanzvollen Sieges wird es es sein elftes Remis. Punkteteilungen gibt es auch in den Partien der Führenden. Mamedyarov gleicht gegen So mit der "Karjakin-Variante" gegen Katalanisch sicher aus. Caruana läuft in eine giftige Neuerung von Kramnik, hält die Stellung aber im Gleichgewicht. Heute kommt es in Berlin zum Schlager zwischen Karjakin gegen Caruana. Kann sich der letzte WM-Herausforderer mit einem Sieg doch noch an die Spitze setzen? (wk, Foto: FIDE)
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Daniel King: Videozusammenfassung der 11. Runde

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