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Blog WM - EM

181124 wm r11Wer hätte darauf gewettet, dass es in London im Match zwischen Carlsen und Caruana weniger Gewinnpartien geben würde als bei der WM 2016 in New York, in der Herausforderer Sergei Karjakin kräftig Beton angerührt hatte, den Carlsen nur einmal durchbrechen konnte, nicht ohne zuvor selbst einmal zu ungestüm angerannt zu sein. Genau dieser Karjakin hat heute für Carlsen symbolisch den ersten Zug gemacht. Der Weltmeister blieb seinen wechselnden Eröffnungszügen weiter treu. Zum zweiten Mal kam daher sein Lieblingszug e4 aufs Brett, Caruana antwortet erneut Russisch. Nach einem frühen Damentausch hat Carlsen ein leicht besseres Endspiel, aber die gute Vorbereitung Caruanas führt zu einem Endspiel mit ungleichen Läufern, in dem Caruana einen Bauern opfert um eine Festung zu bauen, in der es kein Durchkommen mehr gab. Nach dem elften Remis geht es in der nächsten und letzten Partie am Montag um alles. Wird erneut der Punkt geteilt, gibt es wie schon in New York wieder eine Tie-Break um den WM-Titel. Von der Symbolik her war Karjakin somit heute eine gute Wahl als Ehrengast. Aber veilleicht..., wir wagen es kaum zu hoffen. (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht 11. Runde

181123 wm fDie Chinesin Wenjun Ju verteidigt heute im Stichkampf des World Cup Finales in Khanty-Mansiysk ihren Weltmeistertitel gegen die Russin Kateryna Lagno. Die ersten beiden Partien im Schnellschach mit 25 Minuten pro Spieler und 10 Sekunden pro Zug bringen zwei Remisen und keine Entscheidung. Bei weiter verkürzter Bedenkzeit mit 10 Minuten pro Spieler und 10 Sekunden pro Zug führt Lagno die weißen Steine. Es ensteht ein Endspiel mit Leichtfiguren. Ju kann nach einem Fehler ihrer Gegnerin einen Bauern gewinnen und lässt sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen. In Rückstand muss Lagno in der zweiten Partie riskieren. Es gelingt ihr aber nicht die Stellung zu verschärfen. In einer remislichen Stellung passiert Lagno dann ein grober Fehler. Sie stellt ihre Dame und muss aufgeben. Wenjun Ju gewinnt das Finale somit 5:3, und wird voraussichtlich 2019 ihren Titel in einem Match gegen die Siegerin des neu geschaffenen Kandidatenturnieres verteidigen. Dafür sind neben Lagno auch Alexandra Kosteniuk und Mariya Muzychuk durch ihren Einzug in das Semifinale qualifiziert. (wk, Foto: FIDE)
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181121 wm f r4Die Frauen Weltmeisterschaft geht in einen Stichkampf. Der Chinesin Wenjun Ju gelingt heute ein kleines Wunder. Nachdem sie in der zweiten Partie in Rückstand geraten war und in der dritten mit Weiß ihren Vorteil nicht verwerten konnte, stand die Weltmeisterin heute mit dem Rücken zur Wand. Kateryna Lagno beginnt mit dem Königsbauern, wonach Sizilianisch die Wahl von Ju war. Lagno wählt die Rossolimo Variante, an die Caruana bei der WM in London drei Partien lang festgehalten hat, auch wenn der Erfolg damit ausblieb. Lagno macht heute die gleiche Erfahrung. Nachdem sie einen ersten Nachteil noch ausgleichen konnte, verpasst sie im entscheidenden Moment den einzigen Zug, der noch retten hätte können. Wie so oft war der Zug, der laut Computer die Stellung völlig im Gleichgewicht hält, für einen Menschen schwer zu finden. Das Match steht somit 2:2. Der Stichkampf mit Schnellschachpartien beginnt morgen um 09:00 Uhr MEZ und entscheidet um den Preisfonds. Die Siegerin erhält 60.000 Dollar, die unterlegene Finalistin die Hälfte. (wk, Foto: FIDE)
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181122 wm r10Die Remisserie in London geht weiter. Mangelnden Kampfgeist darf man den Spielern aber nicht unterstellen. Im Gegenteil! Magnus Carlsen scheut sich nicht erneut den offenen Sizilianer zu spielen, selbst wenn er damit in der achten Runde beinahe Schiffbruch erlitten hätte. Caruana weicht aber früh mit einer Neuerung einer Vorbereitung aus. Es entsteht ein Kampf auf Biegen und Brechen. Caruana dominiert am Damenflügel, während Carlsen Gewitterwolken gegen den gegnerischen Königsflüge aufbaut. Jedes Resultat scheint möglich. Die Einschätzungen ändern sich mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Am Ende mündet die Stellung aber in einem Turmendspiel, in dem Caruana drei Bauern gegen zwei von Carlsen hat, das aber nicht zu gewinnen ist. Caruana verzichtet daher aufs Weiterspielen und bietet Remis. Nach diesem zehnten Remis folgt nach einem Ruhetag am Samstag die 11. Partie. Die letzte Partie findet dann am Montag statt. Beginn ist jeweils um 16:00 Uhr. (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht 10. Runde

181121 wm r9Das WM Match Carlsen und Caruana wird als jenes mit der längsten Remisserie zu Beginn in die Geschichte der Schach Weltmeisterschaften eingehen. Heute beginnt Carlsen zum zweiten Mal mit 1.c4 und es entsteht wieder die Englische Eröffnung mit e5. Diesmal wird Caruana überrascht und verbraucht viel Zeit, schafft es aber eine sterile Stellung zu bekommen, die zwar von den Kommentatoren angenehmer für Carlsen empfunden wird, aber doch ausgeglichen ist. Ein verfrühter Vorstoß des h-Bauern erlaubt Caruana umgehend die Stellung zu öffnen, seinen Figuren Platz zu verschaffen und verhindert, dass Carlsen noch lange ein Druckspiel aufziehen könnte. Danach ist das neunte Remis offensichtlich, auch wenn noch bis zum 56. Zug weitergespielt wird. Wie kommt es zu so einer Remisserie? Einerseits haben beide Spieler je eine gute Siegchance verpasst, andererseits ist der Modus auch nicht schuldlos. Wenn zwei Spieler dieser Klasse sich mehrere Monate mit Unterstützung von Sekundanten und Computern auf ihren Gegner vorbereiten können und zudem mehr Bedenkzeit bekommen als es im Turnierschach sonst üblich ist, sollte es wenig verwundern, dass die Fehlerquote zu gering ist um die Remisquote zu überschreiten. Dazu kommt, dass bei der Klasse von Carlsen und Caruana der erste Gewinn schon entscheiden könnte. Daher kommt Vorsicht vor Risiko. Wenn keinem in den nächsten drei Runden ein "lucky punch" gelingt folgt ein Tie-Break mit vier Schnellschachpartien, in dem Carlsen allgemein klar favorisiert wird. In Wahrheit dürfte aber die Tagesform entscheiden. Die 10. Runde folgt am Donnerstag, dem 22. November, um 16:00 Uhr MEZ, am Freitag ist ein Ruhetag. (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht 9. Runde

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