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Blog WM - EM

180328 candidates r14Fabiano Caruana sorgt mit seinem Sieg beim Kandidatenturnier in Berlin für eine Weltmeisterschaft des Westens und wird vom 9. bis 22. November in London Magnus Carlsen herausfordern. Vor der Verwirklichung seines Traumes musste Caruana in der Schlussrunde in Berlin alles geben und stets auch seine Konkurrenten Karjakin und Mamedyarov im Auge haben. Karjakin wird nach einem Versehen von Ding Liren unsanft aus seinen Titelambitionen gerissen und schafft mit schlechter Stellung gerade noch ein Remis. Das ist zu wenig. Mamedyarov erhält mit Schwarz von Kramnik einen Kampf, alle drei Ergebnisse sind möglich, nachdem Kramnik einen Bauern für starke Initiative geopfert hatte. Mamedyarov gelingt mit einer hübschen Kombination noch der Übergang in ein scheinbar chancenreiches Endspiel, das Kramnik aber problemlos hält. Nach dieser Punkteteilung ist klar, dass Caruana ein Remis reicht. Der Amerikaner steht aber schon so gut, dass er in seiner Partie gegen Grischuk auf ein Remisangebot verzichtet und sie eine halbe Stunde später siegreich beendet. Caruana gewinnt das Kandidatenturnier in Berlin mit neun Punkten aus vierzehn Partien überzeugend vor Mamedyarov und Karjakin mit je acht Punkten. Ding Liren bleibt ungeschlagen einen halben Punkt dahinter. Kramnik und Grischuk zeigen risikoreiches Schach, bleiben aber knapp unter der 50%-Marke. Levon Aronian und Wesley So beenden das Turnier mit einem raschen Remisschluss am Tabellenende, wobei vor allem Aronian als einer der Favoriten mit sechs Niederlagen schwer enttäuscht. Überzeugt hat der Kampfgeist der Spieler. In dreizehn der vierzehn Runden brachte zumindest eine der jeweils vier Partien eine Sieger. In der ersten Runde waren es sogar drei. Das war beste Werbung für den Schachsport und macht das Kandidatenturnier in Berlin zu einem der spannendsten in der Geschichte. (wk, Foto: FIDE)
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Berichte von Anatol Vitouch in "DerStandard"
Daniel King: Videozusammenfassung der 14. Runde

180326 candidates r13Fabiana Caruana geht als Führender in die Schlussrunde des Kandidatenturniers in Berlin. Der Amerikaner steckt die gestrige Niederlage gegen Karjakin gut weg, folgt gegen Levon Aronian der Partie Grischuk gegen Aronian aus der Runde davor und kommt zu einem überzeugenden Sieg. Da Karjakin gegen So über eine baldige Punkteteilung nicht hinauskommt, holt sich Caruana die Führung vor der Schlussrunde zurück. Es könnte aber eine trügerische Führung sein. Caruana braucht in der Schlussrunde einen Sieg um sicher zu gehen. Eine Punkteteilung in seiner heutigen Schwarzpartie gegen Grischuk reicht nur dann zum Turniersieg wenn Karjakin und Mamedyarov sieglos bleiben. Mamedyarov gewinnt gestern gegen Grischuk, weil der Russe einer Remisfortsetzung ausweichen musste um seine Chancen intakt zu halten. "Ein Remis war wie eine Niederlage", meinte Grischuk dazu in der Pressekonferenz. Mamedyarov seinerseits hat gute Chancen auf das Match gegen Carlsen wenn er heute mit Schwarz gegen Kramnik gewinnt und Caruana sieglos bleibt. Da es keinen Stichkampf gibt, müssen im Fall einer Punktegleichheit die Feinwertungen entscheiden und die sind für den Aserbeidschaner in fast allen möglichen Konstellationen günstig. Karjakin hat hingegen im Falle eines geteilten ersten Platzes mit Caruana die Nase vorne. Wenn drei sich streiten könnte aber auch Ding Liren noch der lachende Vierte werden. Die Sterne für seinen Sieg stehen aber schlecht. Er müsste mit Schwarz gegen Karjakin gewinnen, zugleich muss Caruana gegen Grischuk verlieren und Mamedyarov darf gegen Kramnik nicht gewinnen. Die Entscheidung um den nächsten WM-Herausforderer fällt heute ab 15:00 in Berlin. Spannung ist garantiert. (wk, Foto: FIDE)
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Daniel King: Videozusammenfassung der 13. Runde

180325 candidates r12Die Führenden straucheln in der 12. Runde des Kandidatenturniers in Berlin. Sergey Karjakin schlägt Fabiano Caruana und übernimmt nach einen Zwischenspurt mit phantastischen fünf Punkten aus den letzten sechs Partien vor dem nun punktegleichen Amerikaner die Führung. Im direkten Duell wählt Caruana gegen Karjakin erneut die russische Verteidigung und scheint eine gute Stellung zu erreichen, gibt aber Karjakin die Chance zu einem Qualitätsopfer. Diese Entscheidung sollte er bald bedauern. Die Stellung ist zwar weiter im Gleichgewicht, spielt sich für Karjakin aber viel leichter. Der Russe nützt die Gunst der Stunde, holt sich den ganzen Punkt und ist plötzlich in der Favoritenrolle. Dabei standen die Quoten nach seinen beiden Auftaktniederlagen irgendwo bei 1:100. Noch weiß niemand wie das Turnier endet, es sind aber solche "big points" die ein Turnier entscheiden. Man erinnere sich, dass Kramnik einen solchen in der vierten Runde gegen Caruana verpasst hatte oder wie Aronians Unglücksserie mit verpassten Chancen begann. Es war überhaupt kein guter Tag für die Führenden. Mamedyarov sucht gegen Ding seine Chance, erreicht aber kaum Vorteil und läuft dem Chinesen ins offene Messer. Sein erster Sieg lässt Ding mit Mamedyarov und Grischuk gleichziehen. Diese drei haben nur einen halben Punkt Rückstand auf Karjakin und Caruana. Einer dieser Fünf wird der nächste WM-Herausforderer von Magnus Carlsen. Kramnik, So und Aronian sind aus dem Rennen, können aber zu Stolpersteinen werden. Heute ist in Berlin der letzte Ruhetag. Morgen spielen: Mamedyarov-Grischuk, Ding-Kramnik, So-Karjakin, Caruana-Aronian. (wk, Foto: FIDE)
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Daniel King: Videozusammenfassung der 12. Runde

180326 em r9Die neunte Runde der EM in Batumi ist für Österreich mit einem Remis von Andreas Diermair gegen Mateusz Bartel (POL, 2609) und vier Niederlagen auf den ersten Blick unerfreulich. Bei Licht betrachtet fixieren Andreas Diermair eine GM-Norm und Felix Blohberger eine IM-Norm. Beide krönen damit ihre guten Leistungen. Für Diermair ist es bereits die dritte Norm nach Bad Gleichenberg 2013 und Skopje 2015, allerdings braucht er für den GM-Titel eine Norm aus elf Partien, da jene aus Skopje im Vereins-Europacup mit nur sieben Runden zählt und die GM-Normen auf insgesamt 24 Partien beruhen müssen. Blohberger könnte seiner ersten Norm in der Bundesliga bald eine weitere folgen lassen. Heute konnte er sich für die Norm sogar eine Niederlage gegen Kirill Shevchenko leisten. Morgen spielt Diermair mit Schwarz gegen Mikhail Kobalia (RUS, 2599), Blohberger hat mit Davit Jojua (2601) einen georgischen GM. Shengelia, Schnider und Huber bekommen die Chance gegen eloschwächere Gegner ihr Punktekonto aufzubessern. (wk, Foto: ECU)
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180325 em r6Gute Leistungen zeigen die Österreicher bei der Einzel Europameisterschaft in Batumi. Nach sieben Runden sind Andreas Diermair mit viereinhalb Punkten und Felix Blohberger mit vier Punkten die Besten. Beide schlagen Großmeister und erreichten bisher eine Eloleistung knapp unter 2600. Diermair besiegt in der fünften Runde GM Michal Krasenkow (POL, 2644) und gestern GM Sergei Zhigalko (BLR 2625). Blohberger gewinnt in der siebenten Runde gegen den lettischen Großmeister Nikita Meskovs (2536). David Shengelia plagt sich bisher zu dreieinhalb Punkten, Gert Schnider und Martin Christian Huber stehen bei drei Zählern. Heute warten auf Diermair, Blohberger und Huber mit Andersen, Paichadze und Ruck wieder starke Großmeister. Shengelia und Schnider sind hingegen in der Favoritenrolle. In der Tabelle führt der Engländer Gawain Jones mit sechs Punkten vor zehn Spielern mit fünfeinhalb. In der Gruppe der Verfolger sind mit Navara und Wojtaszek auch zwei der Elofavoriten. Insgesamt werden elf Runden gespielt. (wk, Foto: ECU)
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