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Blog WM - EM

181224 wm rapid blitzZum Jahresausklang werden vom 26. bis 30. Dezember in St. Petersburg die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach ausgetragen. Die Bewerbe wurden kurzfristig nach Russland verlegt. Ursprünglich war wie im Vorjahr eine Austragung in Saudi-Arabien geplant, doch konnten die Veranstalter nicht für alle Teilnehmer ein Visum garantieren. Trotz dieser Schwierigkeiten der kurzfristigen Planung sind im Schnellschachbewerb 205 Spieler aus 41 Nationen in der offenen Klasse angemeldet und 121 Spielerinnen aus 25 Nationen bei den Frauen. Dabei gilt eine Elogrenze von 2500 bei den "Herren" und "2200" bei den Frauen. Unabhängig von der Elozahl sind alle nationalen Meister startberechtigt. Die Nummer Eins der Setzliste ist Weltmeister Magnus Carlsen. Er hat das klare Ziel nach der Titelverteidigung in London auch die WM-Titel im Blitz- und Schnellschach zu erobern. Im Schnellschachbewerb sind Hikaru Nakamura und der frischgebacken Blitzschach-Europameister Vladislav Artemiev seine Hauptkonkurrenten laut Startrangliste. Man wird aber auch auf Spieler wie Aronian, Mamedyarov, Karjakin und Titelverteidiger Anand auf der Rechnung haben müssen. Ähnlich sind die Favoritenrollen im Blitzschach verteilt, insbesondere da mit Maxime Vachier-Lagrave die Nummer Zwei der Weltrangliste offenbar fehlt. Markus Ragger wird in beiden Bewerben antreten und für eine österreichische Beteiligung sorgen. Die Schnellschach WM startet am Mittwoch um 15:00 Uhr Ortszeit, das ist  13:00 Uhr MEZ. Die WM wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
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181210 em rapSpannend verlief in den letzten beiden Tagen die Schnellschach Europameisterschaft in Skopje. Nach insgesamt 13 Runden waren vier Spieler mit je 10,5 Punkten an der Spitze. Nach Feinwertung feiern die Russen mit dem Außenseiter Valerij Popov und Andrey Esipenko einen Doppelsieg. Bronze geht an den Türken Vahap Sanal vor dem Italiener Luca Moroni. Die ungeheure Dichte des Feldes demonstieren die Nummern der Top-4 in der Startrangliste: 40, 12, 53, 50. Die Top-3 Gesetzten schaffen es nicht in die Top-10. Blitz-Europameister Artemiev wird 12., Mamedov 16. und Guseinov gar nur 27. Markus Ragger präsentiert sich in starker Form und spielt stets an der Spitze. Eine Schlüsselpartie im Kampf um die Medaillen verliert er aber unglücklich in der 11. Runde gegen Popov. In der Schlussrunde lässt Ragger zudem den Spanier David Anton Guijarro aus einer Gewinnstellung ins Remis entkommen und wird letztlich Achter. Ein Sieg hätte den fünften Rang gebracht. Zweitbester Österreicher wird Valentin Dragnev mit acht Punkten am 71. Platz unter 409 Teilnehmern aus 37 Nationen. Felix Blohberger und Thomas Bauer gelingen je sieben Punkte. (wk, Foto: Turnierseite)
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181205 em rapblitzDie Europameisterschaften im Blitz- und Schnellschach werden von morgen Donnerstag bis Sonntag in Skopje ausgeragen. Im Blitzschach stehen am Donnerstag und Freitag insgesamt 11 Doppelrunden am Programm. Am Samstag und Sonntag folgen 13 Runden im Schnellschach. Insgesamt haben 338 Spieler aus 37 Ländern genannt, darunter 61 Großmeister. Österreich ist mit Markus Ragger, Valentin Dragnev, Felix Blohberger und Thomas Bauer vertreten. Die Setzlisten werden in beiden Bewerben, es zählen die FIDE Ranglisten im Blitz und Rapid, von Artemiev (RUS), Mamedov (AZE), Guseiov (AZE) und Navara (CZE) angeführt. Ragger ist im Blitz Fünfter der Startrangliste, im Schnellschach allerdings "nur" Siebzehnter. Auf Chess24 ist eine Live-Übertragung angekündigt. (wk, Foto: Turnierseite)
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181208 em blitzVladislav Artemiev ist Europameister im Blitzschach. Der elofavorisierte Russe gewinnt mit 18,5 Punkten aus 22 Partien vor Ivan Cheparinov und David Navara. Aus österreichischer Sicht gelingt Valentin Dragnev mit einem 17. Platz eine Sensation. Dragnev war nur als Nummer 76 eingestuft und landet am Ende mit 15 Punkten in den Top-20 der besten Spieler. Insbesondere der zweite Tag ist mit 8,5 Punkten aus 12 Partien für den Wiener toll gelaufen. Zudem gelangen 2:0 Siege in den Mini-Matches gegen GM Sebenik und in den Schlussrunden gegen RM Rusev. Dragnev gewinnt zudem 87 Punkte für die FIDE-Blitz-Elowertung. Einen konträren Turnierverlauf hatte Markus Ragger. Er begann mit 7,5 Punkten aus 8 Partien großartig, wurde dann aber am Spitzenbrett spielend von Artemiev mit 0:2 gestoppt. Am zweiten Tag lief es dann nicht so rund. Vier weitere Niederlagen ließen nur noch Rang 34 mit 14 Punkte zu. Felix Blohberger gelingt wie Dragnev ein gutes Turnier mit einem Eloplus von 60 Punkten, allerdings kosten ihn drei Niederlagen am Turnierende einen Schlussrang in den Top-50. Blohberger wird 106-er von 324 Teilnehmern aus 37 Nationen. Thomas Bauer holt mit 11 Punkten 50% der möglichen Punkte und landet im Mittelfeld. Heute folgt in Skopje ab 11:00 Uhr der erste Tag der EM im Schnellschach. (wk, Foto: Turnierseite)
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181128 wm TBMagnus Carlsen gewinnt den Stichkampf um die Weltmeisterschaft gegen Fabiano Caruana in den Schellschach-Partien glatt mit 3:0 und verteidigt damit zum dritten Mal seinen 2013 von Anand eroberten Titel des Schach-Weltmeisters. Am Ende hatten jene Experten recht, die von Anfang an Carlsen in einem Tie-Break als 80:20 Favorit sahen. Wie scheinbar leicht dies heute dem Weltmeister von der Hand ging, kam aber doch überraschend. Dabei konnte sich Caruana in der ersten Partei aus einer schlechten Stellung noch in ein Turmendspiel retten. Im entscheidenen Moment verpasst er aber die Remisfortsetzung und Carlsen gewinnt die erste Partie. In der Pressekonferenz meinte er auf Frage eines Journalisten, dass diese Partie der Schlüssel zum Erfolg war. Danach konnte Caruana unter Siegdruck nicht mehr zulegen. In der zweiten Partie muss er mit Weiß bereits nach 28. Zügen den König umlegen. Die dritte Partie wurde dann praktisch zur Formsache. Carlsen ließ als Anziehender nichts mehr zu und nach ein paar Tempoverlusten verliert Caruana auch noch diese Partie, in der Carlsen wohl auch mit Remis zufrieden gewesen wäre. Das 3:0 ist eine Demütigung im Schnellschach für Caruana, dem Carlsen attestiert im Standardschach sehr, sehr stark zu sein und es verdienen würde, gleich wie er, die Nummer Eins zu sein. Dieses Kompliment des Siegers wird Caruana nicht trösten, aber er war Teil eines historischen Matches, in dem das Niveau unglaublich hoch war. Vielleicht das höchste bisher überhaupt. Die WM in London ist damit zu Ende. Freuen wir uns auf die nächste im Jahr 2020. Vielleicht in Wien... (wk, Foto: World Chess)
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Videokommentare: Markus RaggerDaniel King
DerStandard: Bericht Tie-Break

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