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Blog WM - EM

161119 wm r6Die sechste Partie zwischen Sergej Karjakin und Magnus Carlsen endet nach 32 Zügen erneut mit einem Remis. Zur Halbzeit steht das Match nach sechs der zwölf Partien somit 3:3. Die Schachfans müssen weiter auf eine erste Gewinnpartie warten. Nach seinem Fehler in der fünften Partie wählt Carlsen diesmal Zuflucht in einer gut vorbereiteten Eröffnungsvariante. Das entspricht zwar nicht seinem kämpferischen Stil, war aber für diese Partie eine gute Wahl. Der Ball liegt nun wieder bei Karjakin. Er muss in der nächsten Partie am kommenden Sonntag beweisen, dass er mit Weiß Druck ausüben kann. Das ist ihm bisher nicht gelungen. Gestern wiederholte er die Zugfolge der 4. Partie. Carlsen wich im 9. Zug mit d5 ab und opfert einen Bauern. Es überrascht, dass Karjakin gegen diesen durchaus zu erwartenden Aufbau so gar keine Idee hatte und Carlsen problemlos forciert ausgleichen konnte. Sollte Carlsen in der 7. Partie erneut zumindest remisieren, sieht ihn Markus Ragger weiter in der Favoritenrolle. Raggers Kommentar zur 6. Runde ist auf Youtube online.(wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteVideokommentar Markus Ragger - 6. Runde

Bericht im Standard Online

161118 wm r5Die fünfte Runde der Schach WM in New York endet mit einem fünften Remis. Anders als in den Partien drei und vier hat diesmal aber der Herausforderer Sergej Karjakin die Chance auf einen ersten Partiegewinn. Zwar überrascht Carlsen in der Eröffnung erneut und bekommt eine angenehmer zu spielende Stellung, aber nach der ersten Zeitkontrolle passieren Carlsen ein, zwei Ungenauigkeiten durch die er erstmals im Match in Nachteil gerät. Aber auch der Weltmeister versteht die Kunst der Verteidigung. Carlsen aktiviert wie zuvor Kajakin mit einem Bauernopfer seinen Läufer und rettet das Remis. Heute folgt um 20:00 Uhr die sechste Partie. Markus Ragger glaubt, dass in den nächsten beiden Runden eine Vorentscheidung fallen könnte und sieht psychologische Vorteile für Karjakin. Sein Videokommentar zur fünften Runde ist auf Youtube online. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteVideokommentar Markus Ragger - 5. Runde

161115 wm r3Die dritte Partie der Schach WM endet erneut mit einer  Punkteteilung. Allerdings ist es diesmal eine erster Kampf auf Biegen und Brechen, in dem beide Spieler ihre Stärken ausspielen. Erst nach sieben Stunden Spielzeit muss Carlsen seine Gewinnversuche einstellen und das Remis akzeptileren. Begonnen hat Carlsen die Partie für viele überraschend mit 1.e4. Karjkakin verteidigt sich gegen Spanisch mit der Berliner Verteidigung. Wie schon gegen Anand wählt Carlsen nicht das berühmte Berliner Endspiel sondern ein Abspiel mit raschen Öffnung der e-Linie. Hier bringt er im 10. Zug eine Neuerung. Der ungelenk aussehende Zug Te2 ist mit konkreten Ideen verbunden, wie Ragger in seiner Tageszusammenfassung erklärt. Karjakin benötigt an dieser Stelle 25 Minuten für seinen nächsten Zug. In der Folge gewinnt Carlsen einen Bauern und presst um den Sieg. Im 71. Zug bietet sich Carlsen dann tatsächlich die Chance die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt haben beide aber bereits wenig Zeit und der Gewinnweg ist alles andere als offensichtlich. Carlsen verpasst die Gelegenheit und Karjakin erreicht den rettenden Remishafen. Ein Remis, das er sich mit einer herausragenden Verteidigungsleistung, er musste fast vierzig Züge eine Stellung mit einem Bauern weniger spielen, und etwas Glück wohl verdient hat. Weitere Chancen dieser Art wird er aber nicht zulassen dürfen. Die vierte Runde beginnt heute um 20:00 MEZ. Karjakin führt die weißen Steine. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteVideokommentar Markus Ragger - 3. Runde

161116 wm r4Magnus Carlsen muss im WM-Match gegen Sergej Karjakin weiter auf einen ersten Sieg warten. In der vierten Partie wählt Karjakin 1.e4 und es entsteht erneut ein geschlossener Spanier. Kajrakin weicht im 6. Zug mit Te1 von der zweiten Partie ab, spielt in Folge eine Anti-Marshall Variante mit h3 und orientiert seine Figuren zum gegnerischen Königsflügel. Im 18. Zug schlägt Karjakin mit seinem Läufer auf h6 und bietet ein Qualitsätsopfer an, übersieht aber eine starke Erwiderung von Carlsen. Der Norweger erhält dann nach einem Folgefehler Karjakins wie schon in der dritten Partie eine aussichtsreiche Stellung und scheint dem Sieg nahe. Im kritischen Moment verschafft sich Carlsen im 45. Zug einen gedeckten Freibauern, der auf den ersten Blick gewinnen sollte. Karjakin weist aber gerade diesen Zug als Fehler nach und kann geschickt eine Festung bauen, die Carlsen nicht mehr durchdringen konnte. Scherzbolde meinten nach der Partie Putin werde Karjakin nun wohl zum "Minister of defence" ernennen. Heute ist New York ein Ruhetag, die fünfte Partie folgt morgen Donnerstag ab 20:00 Uhr. Der Videokommentar von Markus Ragger zur Runde ist auf Youtube online. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteVideokommentar Markus Ragger - 4. Runde

161113 ecc r7Angeführt von Ding Liren gewinnt das mazedonische Team Alkaloid den Vereins-Europacup 2016 in Novi Sad. Im Frauenbewerb ist Monte Carlo mit Weltmeisterin Yifan Hou eine Klasse für sich. Die Vorentscheidung in der offenen Klasse fällt in der 5. Runde. Alkaloid setzt sich gegen Mednyi Vsadnik aus Petersburg mit 3,5:2,5 durch und führt zu diesem Zeitpunkt ohne Punkteverlust. In den abschließenden Runden reichen Punkteteilungen gegen Syberia und Legacy Square Moscow. Einen Punkt hinter Alkaloid folgen Mednyi Vsadnik, Moscow, Ashdod, Odlar Yurdu und der Elofavorit Syberia mit je 11 Punkten auf den Plätzen. Maria Saal punktet in der fünften Runde gegen die Schachfreunde Berlin mit einem 3:3 und lässt ein 6:0 gegen den SK Modra folgen. In der Schlussrunde kämpfen die Kärntner gegen Werder Bremen um einen Platz in den Top-15. Das Match geht aber 1,5:4,5 verloren. So reicht as am Ende nur für den 31. Tabellenrang. Im Frauenbewerb ist Monte-Carlo ungefährdet und gewinnt mit dem Punktemaximum. Besonders beeindrucken Yifan Hou am Spitzenbrett mit sechs Punkten aus sechs Partien und Mariya Muzychuk am dritten Brett mit 6,5/7. Den zweiten Platz sichert sich NONA Batumi mit 11 Punkte vor dem Ugra Chess Club (10). Pamhagen gelingt in der sechsten Runde gegen SS Lazio Scacchi dank Siegen von Maria Horvath und Renata Kosc sowie einem Remis von Helene Mira mit 2,5:1,5 ein zweiter Sieg. In der Tabelle landet das Team mit vier Punkten am 12. Platz. Insgesamt waren vierzehn Mannschaften am Start. In der offenen Klasse waren es 62. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteErgebnisse bei Chess-Results

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