German English Russian Spanish

Fotogalerie

Blog WM - EM

171008 ecc 2In Antalya, Türkei, ist alles bereit für den Europacup der Vereine im Schach. Die erste Runde beginnt heute um 14:00 Uhr MEZ. In der offenen Klasse sind 36 Teams am Start. Die üblichen Favoriten kommen mit "Globus" und "Mednyi Vsadnik" aus Russland. Globus spielt mit Kramnik, Mamedyarov, Grischuk und Karjakin an der Spitze, Mednyi Vsadnik mit Svidler, Matklakov und Fedoseev. Zwischen den beiden russischen Favoriten liegt in der Setzliste Alkaloid aus Mazedonien. Topspieler ist hier Ding Liren, heimische Spieler finden sich erst auf den Plätzen sieben und acht der Aufstellung. Aus österreichischer Sicht ist das vierte Top-Team aus Tschechien interessant. Markus Ragger spielt für AVE Novy Bor und darf sich berechtigte Hoffungen machen um die Medaillen zu kämpfen. Vor Ragger spielen mit Radoslaw Wojtaszek, Pentala Harikrishna und David Navara drei 2700-er. Im Frauenbewerb sind insgesamt 12 Mannschaften am Start, davon wie bei den Herren vier aus der Türkei. Klarer Favorit ist der Batumi Chess Club NONA mit Dzagnidze und Harika an den Spitzenbrettern. Die russischen Klubs UGRA (Ushenina, Pogonina) und SHSM Lagacy (Kashlinskaya, Kovalevskaya) sind die ersten Verfolger. Chancen auf eine Medaille haben wohl nur die ersten Sechs der Setzliste, dann fällt der Eloschnitt stark ab. Parallel zum Europacup findet in Antalya auch der FIDE Kongress statt. Österreich ist hier durch ÖSB Vizepräsident Johann Pöcksteiner vertreten. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierwebsite, Ergebnisse bei Chess-Results

170927 WorldCupLevon Aronian gewinnt den World Cup in Batumi im Finale gegen Liren Ding mit 4:2 nach dem Tie-Break. Aronian ist damit der erste Spieler der Welt, der den World Cup ein zweites Mal gewinnen konnte. Sein erster Sieg war vor 12 Jahren, 2005, in Khanty-Mansiysk. Das Finale in Batumi dominiert Aronian von Anfang an. Bereits in den vier Standartpartien war er einem vorzeitigen Sieg nahe. In der ersten Schwarzpartie stand er auf Gewinn, verpasst ihn aber in Zeitnot. In der zweiten Schwarzpartie hatte er lange einen Bauern mehr, doch Ding zeigte erneut seine Verteidigungskünste und rettet sich mit einem 2:2 ins Tie-Break. In der ersten Schnellschachpartie ergreift Aronian rasch mit einem Bauernopfer die Initiative. Ding scheint sich aber erneut verteidigen zu können, doch nach einem Fehler bricht Aronian durch und geht im Match mit 3:2 in Führung. In der zweiten Partie setzt Ding alles auf eine Karte und scheint Channcen zu bekommen. Diesmal verteidigt sich Aronian brilliant und kann die Partie im Konter sogar noch gewinnen. Der 4:2 Matchsieg bringt Aronian das erste Preisgeld von 120.000 Euro, Ding darf sich immerhin über 80.000 freuen. Die Qualifikation für das Kandidatenturnier macht das Preisgeld wohl zu einem Nebeneneffekt, wenn auch einem angenehmen... (wk, Foto: Turnierseite)
Offizielle Website

170925 WorldCupDas Finale des World Cups Batumi zwischen Levon Aronian und Liren Ding steht nach zwei von vier Partien 1:1. In der ersten Partie kommt der Chinese gegen den leicht favorisierten Armenier mit Schwarz nie in Gefahr und erreich scheinbar mühelos die Punkteteilung. Ganz anders verläuft die zweite Partie. Aronian erreicht in einem Katalanen ein Endspiel mit Springer und Läufer beiderseits und verfügt über einen entfernten Freibauern. Diesen kleinen Vorteil baut Aronian mit starkem Spiel immer weiter aus und könnte die Partie mehrmals für sich entscheiden. Doch bei immer knapperer Bedenkzeit rettet sich Ding doch noch in ein Remis und das Match ist weiter offen. Die dritte Partie beginnt heute um 13:00 MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
Offizielle Website

170926 mitropa r9In der offenen Klasse gewinnt Kroatien den Mitropacup in Balatonszárszó mit 15 von 18 möglichen Punkten vor der Tschechischen Republik und Frankreich (beide 14). Österreich wird hinter Gastgeber Ungarn mit acht Punkten Fünfter. Das Match in der Schlussrunde gegen Frankreich geht aber knapp mit 1,5:2,5 verloren. Das beste Ergebnis gelingt Robert Kreisl am dritten Brett mit 5,5 Punkten auch acht Partien. Kreisl bleibt ungeschlagen und zeigt mit einer Performance von 2586 sein Potenzial. Peter Schreiner erspielt nach zwei Auftaktniederlagen noch vier Punkte und liegt ebenso im Rahmen seiner Erwartung wie Luca Kessler mit 3,5/8. Christoph Menezes bleibt etwas darunter, steuert aber zum Sieg gegen Deutschland einen wichtigen Punkt bei. Playing Captain David Shengelia spielt die letzten vier Runden. Seine Ausbeute ist ein Sieg gegen die Schweiz. Im Frauenbewerb fängt Ungarn die lange führenden Französinnen dank besserer Zweitwertung noch ab. Beide Teams schaffen 13 Punkte. Der dritte Platz geht an Kroatien vor Polen und Deutschland. Österreichs Frauen landen am etwas enttäuschenden neunten Platz. Die Schlussrunde gegen Frankreich ist symptomatisch für den Turnierverlauf. Chancen werden verpasst. Die 1,5:2,5 Niederlage war nicht notwendig. Elisabeth Hapala verpasst eine Gewinnstellung und den Ausgleich. Allerdings war  Hapala neben Kopinits die Stütze des Teams. Sie holt drei Punkte aus sieben Partien bei einer guten Performance von 2194 und hatte Luft nach oben. Das lässt für die Zukunft hoffen. Anna-Christina Kopinits spielt am Spitzenbrett solide vier Punkte aus acht Partien und schafft mit ihrem Auftaktsieg erstmals den Sprung über die 2300 Elogrenze. Sie wird vom Weltschachbund dafür den Titel eines FIDE Meisters bekommen. Veronika Exler begann gut, muss dann aber drei Niederlagen hinnehmen. Nikola Mayrhuber und Annika Fröwis konnten Erfahrungen sammeln. Die Organisation der Ungarn wird allseits gelobt. Die Bedingungen im Spielsaal und im Hotel waren ausgezeichnet. (wk, Foto: David Shengelia)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results: Offene KlasseFrauen

170921 WorldCupDramatisch verlaufen die Entscheidungen des World Cups im Semifinale zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian einerseits und zwischen Wesley So und Liren Ding andererseits. Duplizität der Ereignisse: Beide Begegnungen müssen in das Tie-Break, beide Sieger entscheiden das Match im Endspiel Dame gegen Turm. Die ersten beiden Schnellschachpartien zwischen So und Ding enden wie schon die Standardpartien mit Remisen. Ding verpasst aber in der Ersten eine Gewinnstellung. In den beiden weiteren, kürzeren, Schnellpartien macht es der Chinese besser. Er gewinnt die erste Partie mit Schwarz und steuert mit der zweiten sicher das Finale an. Noch spannender verläuft das Match zwischen Vachier-Lagrave und Aronian. Die beiden Standardpartien enden mit Remisen. Im Tie-Break legt Vachier-Lagrave vor und geht mit 2:1 in Führung. Doch Aronian schlägt zurück. Er geht mit einem Figurenopfer aufs Ganze und gleicht zum 2:2 aus. In der dritten Schnellschachpartie verpasst Aronian mit Weiß einen Gewinn und gerät sogar in Verlustgefahr. Die Partie endet aber wie die vierte Schnellpartie und die beiden anschließenden Blitzpartien mit Remisen. Die Entscheidung muss daher in einer Armegeddon Partie fallen. Aronian bekommt Weiß und mehr Bedenkzeit, muss aber gewinnen. Vachier-Lagrave scheint die Partie im Griff zu haben, doch Aronian kämpft und verschafft sich Chancen, die einem Endspiel Dame gegen Turm enden. Dieses Endspiel ist theoretisch gewonnen, doch bei hängender Klappe keine leichte Aufgabe. Aronian löst sie aber souverän und sichert sich wie Ding einen Platz im Kandidatenturnier. Vachier-Lagrave und So gehen leer aus. Das Finale zwischen Aronian und Ding geht nach einem Ruhetag ab Samstag über vier Partien. Der größte Stress ist für die Beiden aber mit der Qualifikation für das Kandadatenturnier vorbei. Es geht "nur" noch um den Turniersieg und das erste Preisgeld in Höhe von 120.000 Dollar. Der Verlierer muss sich mit 80.000 begnügen. (wk, Foto: Turnierseite)
Offizielle Website

Partner