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Blog WM - EM

Vom 23. Juli bis 4. August findet in Belgrad die Europameisterschaft der Damen statt. Aus österreichischer Sicht spielt Julia Novkovic. Leider gibt eine Terminüberschneidung mit den Staatsmeisterschaften, weil die EM sehr spät verschoben wurde. Am Start sind insgesamt 338 Spielerinnen aus 35 Nationen, darunter 268 Titelträgerinnen. 26 davon haben sogar einen GM-Titel. Nummer 1 der Setzliste ist Anna Muzychuk (2594) vor Nana Dzagnidze (2558) und Kateryna Lagno (2542). Sieben Spielerinnen haben eine Elozahl über 2500, 31 eine über 2400. Die Eröffnung hat ECU Präsiden Silvio Danailov gemeinsam mit der serbischen Sportministerin Alisa Maric vorgenommen. Das Organisationskomitee hat eine Geste der Hilfe für schwer erkrankte Slowenin Vesna Rozic gesetzt und die Spielerparty vor dem freien Tag gestrichen und das Geld für eine teure Therapie gespendet. Wer der symphatischen Slowenin ebenfalls helfen möchte findet Informationen in einem Artikel auf der ECU Website mit einem Spendenkonto. Ereignisse im Turniersaal verlieren da natürlich ihre hohe Bedeutung. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass nach zwei Runden noch 24 Spielerinnen ohne Punkteverlust, aber einige der Favoritinnen bereits Federn lassen mussten. Novkovic hat zum Auftakt gegen GM Arakhamia-Grant Ketevan (2385) remisiert, in Runde zwei gegen Elisabeth Pähtz verloren. Heute wartet Mahsa Klinova (2322). (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, ECU
Ergebnisse bei Chess-Results

Die österreichischen Team schaffen bei der Jugend Team EM in Marburg Platzierungen im Rahmen ihrer Erwartung. Die Mädchen gewinnen mit Anna-Lena Schnegg und Denise Trippold gegen England und in der Schlussrunde gegen Slowenien und schaffen eine Punkteteilung gegen Ungarn. Das ist am Ende nach Feinwertung zwar nur der siebente Platz, aber immerhin punktegleich mit England und Slowenien. Die Burschen erreichen mit Menezes, Kessler, Huber und Rieger den sechsten Rang. Das entspricht ihrer Einstufung. Siege gelingen gegen die beiden slowenischen Vertreter, eine Punkteteilung gegen Ungarn. Die Wettkämpfe gegen die vier Erstplatzierten Polen, Schweiz, Tschechien und Kroatien gegen allesamt nur knapp mit 1,5:2,5 verloren. Die beste Performance zeigt Martin Christian Huber mit 2488. Er gewinnt damit die Einzelwertung auf dem dritten Brett überlegen mit 5,5/8. Nach Elozahl war er nur als Sechster der acht Spieler gereiht. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite
Ergebnisse bei Chess-Results: Burschen, Mädchen

Quang Liem Le ist Weltmeister im Blitzschach. Der Vietnamese spielt die WM in Khanty-Mansyisk stets an der Spitze und  führt zwischenzeitlich sogar mit zwei Punkten Vorsprung. Gespielt wurden insgesamt 15 Doppelrunden. Bedenkzeit war 3 Minuten pro Partie plus 2 Sekunden pro Zug. Am Ende rettet Le mit 20,5 Punkten gerade noch ein halber Punkt den WM-Titel und das erste Preisgeld, das wie im Schnellschach 40.000 Dollar beträgt. Auf den Plätzen landen punktegleich Alexander Grischuk (RUS), Ruslan Ponomariov (UKR) und Ian Nepomniachtchi (RUS). Bereits auf Rang fünf landet mit Ngoc Truon Son Nguyen ein weitere Spieler aus Vietnam. Schnellschach Weltmeister Mamedyarov muss sich mit Rang 16 begnügen. Insgesamt waren 60 Spieler aus 17 Nationen am Start. Hier ist sicher noch Potenzial nach oben. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, FIDE

In Marburg findet vom 7. bis 12. Juli die Team Europameisterschaft der Jugend statt. Österreich ist mit je einem Team im Bewerb der Burschen bzw. der Mädchen vertreten. Die Burschen spielen in der Besetzung Menezes, Kessler, Huber und Rieger zum Auftakt jeweils 1,5:2,5 gegen die Schweiz bzw. Polen. Die Schweiz ist nach zwei Runden in Führung, Polen der Elofavorit. Ein Einzelsieg gelingt Huber im Match gegen Polen. Das Grazer Talent besiegt IM Kacper Drozdowski (2456). Auch die Mädchen haben in den ersten beiden Runden mit Polen und Russland zwei große Brocken zu bekämpfen. Da ist es keine Katastrophe, dass Schnegg und Trippold noch auf ein erstes Erfolgserlebnis warten müssen. (wk, Foto: Turnierseite)
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Ergebnisse bei Chess-Results: Burschen, Mädchen

Shakhriyar Mamedyarov wurde in Khanty-Mansiysk Weltmeister im Schnellschach. Der Aserbeidschaner gewinnt am dritten Spieltag fünf Partien hintereinander und holt sich mit einem Sieg in der Schlussrunde gegen Ernesto Inarkiev mit 11,5 aus 15 den Weltmeistertitel und das erste Preisgeld in Höhe von 40.000 Dollar. Der Gesamtpreisfonds beläuft sich auf 200.000 Dollar. Knapp am Sieg vorbei schrammt der Russe Yan Nepomniachtchi mit 11/15. Nach dem zweiten Tag war Nepomniachtchi noch mit 9,5/10 und zwei Punkten Vorsprung in Führung gelegen. Am dritten Tag legt er es aber zu vorsichtig an, gewinnt keine Partie mehr und verliert zudem gegen Grischuk. Als Trost bleibt die Silbermedaille und ein Preisgeld von 33.000 Dollar. Bronze geht mit einem starken Finish noch an Alexander Grischuk (10,5) Quang Liem Le (10: VIE) und Gadir Guseinov (AZE), der mit bester Zweitwertung eine zehnköpfige Gruppe von Spielern mit je 9 Punkten anführt. Jeder dieser Spieler erhällt immerhin noch 7.300 Dollar. Bester und einziger Westeuropäer im Feld ist der Spanier Francisco Vallejo Pons auf Rang 19. Startvoraussetzung war eine Elozahl von 2500. Heute und morgen folgt die WM im Blitzschach. (wk, Foto: Turnierseite)
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