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Blog WM - EM

171230 wm blitzMagnus Carlsen gewinnt die Weltmeisterschaft im Blitzschach mit 16 Punkten aus 21 Partien vor Sergey Karjakin und Vishy Anand (beide 14,5). Dabei hatte es für den Norweger gar nicht gut begonnen. Nach dem für ihn schlechten Abschneiden im Schnellschach beginnt er auch das Blitzturnier am ersten Tag verhalten. Carlsen muss Niederlagen gegen Sjugirov und Yu hinnehmen und liegt nach 11 Runden mit sieben Punkten und zwei Punkten Rückstand auf Karjakin nur am 20. Platz. Doch gleich die erste Partie am zweiten Tag bringt mit einem Sieg gegen Grischuk nicht nur eine Revanche für die Niederlage im Schnellschach, die ihn den Titel gekostet hat, sondern auch die Wende im Blitzschach. Danach ist der Weltmeister nicht mehr zu stoppen. Er holt ihm direkten Duell mit Karjakin den lange führenden Russen ein und geht nach unfassbaren 8,5 Punkten aus 9 Partien mit zwei Punkten Vorsprung in die Schlussrunde. Titel und erstes Preisgeld in Höhe von 250.000 Dollar sind ihm bereits sicher, die Partie gegen Aronian endet rasch Remis. Karjakin hält sein Tempo des ersten Tages mit 9 aus 11 nicht durch, hat aber in der Schlussrunde gegen Grischuk das Glück auf seiner Seite und gewinnt Silber vor einem sensationellen Anand, der nach dem Sieg im Schnellschach auch im Blitz aufs Podium kommt. Dabei wird der inzwischen 48-jährige Inder in Interviews oft gefragt "wann er endlich aufhört". Wenn es so weiter läuft, dann wohl noch lange nicht. Im Frauenbewerb gewinnt Nana Dzagnidze (GEO) mit 16,5 Punkten vor Valentina Gunina (RUS, 16) und Wenjung Ju (CHN, 14). Kateryna Lagno verpasst punktegleich mit Ju das Podium nur wegend der schlechteren Zweitwertung. Eine Sensation ist der fünfte Platz von Pia Cramling, der "alten Dame" aus Schweden. Sie startet überragend mit 10,5 Punkten aus 12 Partien, bricht aber am Ende mit Niederlagen gegen Sebag, Ju und Zhukova ein. (wk, Foto: Turnierseite)
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171228 wm rapDie Schnellschach Weltmeisterschaft in Riyadh erlebte heute ein spannendes Finale. In der offenen Klasse gehen Magnus Carlsen und Vishy Anand mit je 10 Punkten in die Schlussrunde gefolgt von Bu, Fedosoev, Svidler, Wang, Nepomniachtchi und Artemiev (alle 9,5). In der Schlussrunde remisiert Anand mit Schwarz schnell gegen Xiangzhi Bu und setzt damit Carlsen unter Druck, der nun gegen Grischuk gewinnen muss um den Titel zu holen. Allerdings spielt Grischuk da nicht mit. Der Russe erhält rasch eine vorteilhafte Stellung, fügt Carlsen die dritte Niederlage im Turnier zu und wirft ihn damit aus dem Titelrennen. Die Entscheidung muss in einem Stichkampf fallen, da der zwei Tage lang führende Vladimir Fedoseev und Ian Nepomniachtchi ihre Partien gegen Artemiev und Wang gewinnen und zu Anand aufschließen können. Das Regulativ sieht für diesen Fall einen Stichkampf der beiden Ersten vor. So kämpfen Anand und Fedoseev um Gold während sich Nepomniachtchi, er hat die schlechteste Zweitwertung, kampflos mit Bronze begnügen muss. Der Stichkampf steht dann ganz im Zeichen von Anand. Er gewinnt in den Blitzpartien sicher mit 1,5:0,5 und holt sich mit 48 Jahren einen weiteren Weltmeistertitel. Bu, Carlsen, Grischuk, Savchenko, Mamedov und Guseinov teilen den vierten Platz. Im Frauenbewerb gibt es einen chinesischen Doppelsieg. Wenjun Ju feiert ungeschlagen mit 11,5 Punkten einen Start-Ziel-Sieg. Ihr Landsfrau Tingjie Lei folgt mit einem halben Punkt Rückstand. Die Bronzemedaille geht erfreulicherweise nach Deutschland an Elisabeth Pähtz dank eines starken Schlussspurts mit zweieinhalb Punkten gegen Sebag, Danielian und Atalik. Am Freitag und Samstag folgen die Weltmeisterschaften im Blitzschach mit je elf Runden pro Tag. Eine Live-Kommentierung gibt es auf der Turnierseite und bei Chess24(wk, Foto: Turnierseite)
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171224 mindsportsgamesDie Weltmeisterschaften der FIDE im Blitz- und Schnellschach gehen vom 26. bis 30. Dezember in Riyadh, Saudi Arabien, über die Bühne. Favorit ist Magnus Carlsen. Der regierende Weltmeister übereugte zuletzt bei Turnieren im Standardschach weniger, war aber in den schnellen Disziplinen zumeist eine Klasse für sich. Der Auftakt erfolgt am 26. Dezember mit den ersten fünf Runden im Schnellschach. Die nächsten beiden Tage stehen jeweils weitere fünf runden am Programm. Am 29. und 30. Dezember werden insgesamt 21 Runden Blitzschach gespielt. Beginn ist jeweils um 14:00 Uhr Ortszeit, das entspricht 12:00 Uhr MEZ.   (wk, Logo: Turnierseite)
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171227 wm rapDie Weltmeisterschaften im Schnellschach begannen gestern in Riyadh, Saudi-Arabien, mit den ersten fünf Runden. Der gewaltige Preisfonds von 2 Millionen Dollar hat viele Stars angelockt, aber nicht alle. Spieler wie Caruana, Nakamura oder So fehlen ebenso wie die Muzychuk Schwestern im Frauenbewerb. Die Spielbedingungen und die Organisation werden allseits gelobt und sind auf hohem Niveau. Auch die moslemischen Bekleidungsvorschriften konnten gelockert werden. Es gilt aber ein strenger Dresscode. Die erste Runde begann mit einer Sensation. Weltmeister und Favorit Magnus Carlsen verliert gegen Xiangzhi Bu. Der Chinese entwickelt sich langsam zu einem Angstgegner von Carlsen. Er hat den Norweger heuer schon beim World Cup überraschend aus dem Bewerb geworfen. Carlsen holt dann aber dreieinhalb Punkte aus vier Partien und hält seine Chancen intakt. In Führung liegen im Open aber Vladimir Fedoseev und Baadur Jobava mit je viereinhalb Punkten, gefolgt von neun Spielern mit je vier Punkten darunter Grischuk, Svidler, Anand und Rapport. Einen schlechten ersten Tag haben mit Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian die Nummern zwei und drei der Setzliste hingelegt. Aronian liegt mit zweieinhalb Punkten nur im Mittelfeld der 113 Teilnehmer, Vachier-Lagrave mit zwei Punkten gar nur am 95. Platz. Im Frauenbewerb sind exakt 100 Spielerinnen am Start. Die Chinesin Wenjun Ju führt als einzige Spielerin mit fünf Punkten vor acht Spielerinnen mit je vier Zählern, darunter auch die deutsche Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz. Heute und morgen folgen ab 12:00 Uhr MEZ jeweils fünf weitere Runden. Eine Live-Kommentierung gibt es auf der Turnierseite und bei Chess24. (wk, Logo: Turnierseite)
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171218 em rapDer 19-jährige Russe Maksim Vavulin gewinnt sensationell die Europameisterschaft im Schnellschach in Kattowitz. Vavulin geht mit einer Elozahl von 2485 nur als Nummer 68 der Setzliste ins Rennen und liegt vor der Schlussrunde einen halben Punkt hinter Jan-Krzysztof Duda am zweiten Platz. Im direkten Duell besiegt Vavulin den Polen und krönt sich mit zehn Punkten aus elf Partien zum Europameister. Duda verpasst einen zweiten Titel nach 2014 nur knapp und darf sich über Silber freuen. Die Bronzemedaille geht dank besserer Zweitwertung an den Russen Pavel Ponkratov. Er erzielt wie Duda 9,5 Punkte. Zhigalko, der Europameister im Blitzschach, fügt Vavulin die einzige Niederlage zu und wird Fünfter vor Wojciech Moranda und Sergey Fedorchuk. Leider sind elf Runden bei 1.181 Teilnehmern aus 41 Nationen, darunter 790 Polen (!!), natürlich zu wenig um die Spreu vom Weizen zu trennen. Die ersten Zehn des Endklassements spielten eher ausnahmsweise gegeneinander. Eine weitere Sensation ist der neunte Platz des Slowaken Viktor Gazik. Er ist mit einer Elozahl von 2241 nur die Nummer 180, besiegt aber in den Schlussrunden die GM´s Olszewsky (2508), Krejci (2528) und Saric (2581) und landet damit in den Top-10. Eine solche Sensation war den Österreichern leider nicht vergönnt. Ragger spielt in der achten Runde noch am zweiten Brett gegen Ponomariov remis und liegt aussichtsreich für einen Spitzenplatz. Allerdings verpasst Ragger dabei einen möglichen Gewinn. Die nächsten beiden Runden gegen die Polen Piotr Goluch und Piotr Brodowski werden dann zum Waterloo. Ragger erkämpft zwar zwei gute Stellungen, eine davon glatt gewonnen, verliert aber beide Partien. Am Ende reicht es mit acht Punkten nur für den 41. Platz. Robert Kreisl und Valentin Dragnev erzielen jeweils sieben Punkte, wobei Dragnev ähnlich wie Ragger mit 6,5 aus 8 gut startet, verliert dann aber gegen Alekseev und Meskovs in der entscheidenden Phase zwei Partien. (wk, Foto: ECU)
Offizielle WebsiteECU
Ergebnisse: Blitzschach, Schnellschach (Chess-Results)

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