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Blog WM - EM

140325 cand r10Ein unglaublicher Patzer passiert heute Vladimir Kramnik in seiner Partie gegen Peter Svidler. Kramnik baut sich gegen die holländische Verteidigung mit einer Neuerung im 4. Zug auf und bekommt die Initiative. Mit einem Sieg hätte er sich in eine gute Position für den morgigen Schlager gegen Anand bringen können. Doch knapp vor der Zeitkrontrolle greift Kramnik fehl und verliert einzügig Bauer und Qualität. In der Pressekonferenz erklärt er den Fehler mit Müdigkeit. Soweit ließ es Anand gegen Mamedyarov erst gar nicht kommen. In einem Najdorf Sizilianer bekommt er mit der Modevariante h3 nur einen minimalen Vorteil und signalisiert bald seine Bereitschaft zum Remisschluss. Erst ziert sich Mamedyarov ein wenig, im 30. Zug fahren aber dann doch die Hände zur friedlichen Einigung aus. Aronian spielt gegen Topalov eine "normale" Eröffnung, muss aber nach einem kleinen Fehler genau spielen um die Stellung zu halten. Das gelingt. In der PK antwortet Aronian auf die Frage ob er eine Strategie hätte Anand noch einzuholen scherzhat mit einem Seitenhieb auf Kramnik, sein Plan sei nichts einzügig einzustellen. Remis endet auch die Partie zwischen Karjakin und Andreikin. In einem scharfen Sizilianer nehmen die Beiden rasch die Spannung aus der Stellung. Morgen kommt es ab 10:00 Uhr zu den Schlagern zwischen Kramnik und Anand sowie Svidler gegen Aronian. Man darf gespannt sein ob Kramnik nach den verpassten Chancen der letzten Partien noch einmal die Kraft hat sich aufzubäumen. (wk, Foto: ChessBase)
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140323 cand r9Die heutige 9. Runde bringt überraschende Niederlagen von Aronian gegen Mamedyarov und Kramnik gegen Karjakin. Aronian gelingt gegen Mamedyarov mit Schwarz erneut eine Eröffnungsüberraschung, er findet diesmal aber nicht die besten Fortsetzungen und wird vom Aserbeidschaner eiskalt überspielt. Kramnik wird von Karjakin mit Schwarz ebenfalls überrascht. Karjakin verzichtet mit 3.Lf4 auf ein unmittelbares Damengambit. Kramnik seinerseits spielt nicht das prinzipelle c5 gegen die weiße Unterlassung, baut sich Slawisch auf und begeht bereits im 8. Zug mit einem "Bock" den entscheidenden Fehler. Danach ist es eine Sache der Technik. Karjakin ist mit zwei Siegen am besten in die Rückrunde gestartet. Anand konnte sich die Partien seiner unmittelbaren Verfolger entspannt ansehen, insbesondere weil ihm gegen Topalov in einem Najdorf Sizilianer sein dritter Sieg gelingt. Remis endet die Partie zwischen Andreikin und Svidler. Anand führt nun wieder allein mit 6 Punkten vor Aronian (5). Kramnik, Karjakin und Mamedyarov sind mit 4,5 Zählern die nächsten Verfolger. Die 10. Runde folgt am Dienstag um 10:00 Uhr. (wk, Logo: Turnierseite)
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140322 cand r7Die gestrige 7. Runde des Kandidatenturniers bringt drei Siege in den vier Partien. Der wichtigste gelingt Levon Aronian mit Schwarz gegen Sergey Karjakin. Erneut glänzt der Armenier mit kreative Einfällen und überspielt Karjakin in einem "Anti-Berliner". Er schließt damit in der Tabelle zu Anand auf, der mit der gleichen Eröffnung ebenfalls mit Schwarz gegen Svidler nach der Eröffnung besser steht. Anand bringt in Folge ein Damenopfer gegen Turm und Leichtfigur, die Stellung danach kann Svidler aber problemlos halten. Der Pechvogel der Runde ist Shakhriyar Mamedyarov. Nach gedrückter Eröffnung gegen Kramnik kann Mamedyarov mit guter Verteidigung das Spiel drehen und in einen Studienartigen Gewinn mit einem hübschen Mattbild abwickeln. In Erwartung der gegnerischen Aufgabe verlässt ihn die Konzentration. Er verpasst den krönenden Abschluss und plötzlich ist es Kramnik der gewinnt und mit einem halben Zähler Rückstand auf Anand und Aronian mit guten Chancen im Kampf um den Sieg bleibt. Dritter Gewinner des Tages ist Dmitry Andreikin. Er hat nach einem aggressives Bauernopfer von Veselin Topalov Zeit für eine künstliche lange Rochade und bald nach diesem Königsmarsch bricht die schwarze Stellung zusammen. Die 7. Runde beendet die erste Hälfte des Turniers. Die Rückrunde startet heute um 10:00 Uhr (MEZ) mit dem Schlager zwischen Aronian und Anand. (wk, Logo: Turnierseite)
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140323 cand r8 Die Spitzenpaarung der ersten Rückrunde im Kandidatenturnier zwischen Aronian und Anand endet mit einem raschen Remis. Aronian überrascht bereits im 3. Zug mit Db3, Anand reagiert mit der prinzipiellsten Fortsetzung und opfert einen Bauern, den Aronian wie einst Petrosian nimmt mit der Absicht ihn zu halten. Doch dann kriegt der Armenier Angst vor der eigenen Courage und willigt in eine Zugwiederholung ein, gegen die auch Anand mit einem Bauern weniger nichts einzuwenden hat. Das gab Kramnik die Chance zu den beiden Führenden aufzschließen. In seiner Partie gegen Andreikin scheint der Ex-Weltmeister auch am Drücker zu sein, doch dann opfert er gleich zwei Bauern. Seine Kompensation ist nur ausreichend ein Remis zu erzwingen. Remis endet ebenfalls die Begegnung zwischen Topalov und Mamedyarov nach einem heftigen Schlagabtausch in einem Najdorf Sizilianer. Diese Punkteteilung hilft in der Tabelle keinem. Sieger der Runde ist Sergey Karjakin. Er kann seine Schwarzpartie gegen Peter Svidler nach langem Ringen gewinnen. Dabei ist es Svidler, der in diesem Turnier die Akzente setzt, viel Risiko nimmt und sich extrem kämpferisch zeigt. Bisher wir er für sein Spiel von Fortuna aber wenig belohnt. In der Tabelle führen Anand und Aronian (je 5 Punkte) vor Kramnik (4,5). Alle anderen Spieler halten nun bei 3,5 Punkten. Heute folgt ab 10:00 Uhr die 9. Runde, morgen ist Ruhetag. (wk, Logo: Turnierseite)
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140315 cand logoNach sechs von vierzehn Runden führt beim Kandidatenturnier Vishy Anand mit 4 Punkte vor Levon Aronian (3,5). Beide spielen heute remis. Anand kann die Berliner Verteidigung von Karjakin trotz einer interessanten Spielidee nicht erschüttern. Aronian spielt gegen Andreikin erneut hoch kreativ und opfert zwei Leichtfiguren für Turm und Bauer. Es gelingt ihm aber nicht seinen Vorteil in einen Sieg umzuwandeln, auch wenn er wohl sehr knapp daran war. Niederlagen gibt es für Kramnik und Svidler. Beide verlieren damit die Tuchfühlung zu Anand und halten ebenso wie Mamedyarov und Topalov bei 50%. Svidler riskiert mit Schwarz gegen Mamedyarov die Leningrader Variante der holländischen Verteidigung und scheint gutes Spiel zu haben, bis ihm der Zug h6 einfällt, der einfach einen Bauern und die Partie einstellt. Kramnik zieht im Duell der Ex-Weltmeister gegen Topalov den Kürzeren. Im Damengambit mt Lf4 spielt Topalov eine neue Idee und stellt Kramnik vor Probleme, die er nicht lösen kann. Die Pressekonferenz halten die Beiden getrennt voneinander ab, schießen aber dennoch Giftpfeile aufeinander. Topalov eröffnet, dass die Stellung diesmal wohl zu tief für Kramnik gewesen wäre, Kramnik kontert, dass Topalov für gute Computervorbereitung bekannt sei und er eben in eine solche getappt sei. Das Klima zwischen den beiden Ausnahmespielern hat sich seit der WM 2008 offenbar noch nicht gebessert. Die Schachfans dürfen sich schon auf die Revanche in der Rückrunde freuen. Morgen ist in Khanty-Mansyisk der zweite Ruhetag. (wk, Logo: Turnierseite)
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