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Blog WM - EM

Boris Gelfand ist in London der Mann der Stunde. Nach seinem gestrigen Sieg gegen Radjabov nimmt Gelfand auch in seiner heutigen Partie gegen Gelfand das Heft in die Hand. Am Anfang schien Aronian zwar im Damengambit mit Lf4 ausgeglichen zu haben, aber nach einer Transformation zu einem Stonewall bewertet er seine Stellung zu optimistisch und überzieht die Stellung. Gelfand erwischt mit 2/2 den besten Start in der Rückrunde. Im Schlager der Runde erwischt Kramnik mit einer Nebenvariante im Katalanen Carlsen am falschen Fuss. Der Norweger muss einen Bauern geben, zeigt dann aber erneut seine großartigen Defensiv-Fähigkeiten und rettet den halben Punkt. Ein aufregendes Remis liefern sich Swidler und Grischuk. Letzterer eröffnet die Feindseligkeiten mit einem Figurenopfer, Swidler kontert mit Damenopfer. Trotz dieses Ungleichgewichtes gibt es keinen Sieger. Endlich hat auch Wassily Iwantschuk seinen ersten Sieg eingefahren. Er überspielt Radjabov in einer lange ausgeglichenen Stellung. Es ist die dritte Niederlage von Radjabov in den letzten vier Runden. An der Spitze ist nun Carlsen mit 6 Punkten vor Aronian (5,5) und Kramnik (5). Iwantschuk (3,5) gibt die rote Laterne an Radjabov (3) ab. Morgen Dienstag ist in London Ruhetag. Am Donnerstag folgt die 10. Runde ab 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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Der mit Spannung erwartete große Schlager zwischen Magnus Carlsen und Levon Aronian endet rasch mit einem Remis. Carlsen wählt mit Weiß eine solide Variante der katalanischen Eröffnung doch Aronian hält die Stellung präzise im Gleichgewicht. Die Partie ist dennoch mit 41. Zügen die längste des Tages, wenn auch nach Zeit die kürzeste. Rauh her geht es in den anderen Partien. Kramnik überrascht Swidler in der Eröffnung mit einem unerwarteten Königszug und kann erstmals in dem Turnier seinen Vorteil zum ganzen Punkt verdichten. Kramnik rückt damit Carlsen und Aronian bis auf einen Zähler nahe. Erste Siege feiern auch Grischuk gegen Iwantschuk und Gelfand mit Schwarz gegen Radjabov. Iwantschuk überschreitet dabei bereits zum dritten Mal die Zeit, während sich Gelfand diesmal auf seine ausgezeichnete Vorbereitung stützen kann. Spannend geht es heute weiter, trifft doch Kramnik auf Carlsen. Der Beginn der Live-Übertragung ist wie immer um 15:00 Uhr.  (wk, Foto: Turnierseite)
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Die heutige 6. Runde bringt eine Vorentscheidung im Kampf um den Herausforderer für Weltmeister Anand. Carlsen und Aronian beantworten den Doppelschritt des weißen Königsbauern gegen Swidler bzw. Radjabov mit der Spanischen Verteidigung, die in der Hand der beiden Ausnahmekünstler zum Spanischen Gegenangriff mutiert. Mit seinem zweiten Schwarzsieg räumt Carlsen zugleich einen unmittelbaren Konkurrenten aus dem Weg. Aronian tut es ihm glieich und da Kramnik seine gute Stellung gegen Iwantschuk trotz horrender Zeitnot des Ukrainers nicht gewinnen kann, sind Carlsen und Aronian vor dem zweiten Ruhetag dem Feld enteilt und führen mit 4,5 Punkte aus 6 Runden bereits mit 1,5 Zählern vor Kramnik und Swidler. (wk, Foto: Turnierseite)
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Nach der gestrigen 7. Runde ist Halbzeit des Kandidatenturnieres in London. Vier Remisen halten den Status Quo. Carlsen und Aronian führen überlegen mit je 5 Punkten vor Kramnik und Swidler (je 3,5). Dabei wäre Carlsen gestern mit Weiß beinahe gegen Radjabov gestrauchelt. Radjabov kommt dank seiner dynamischen Spielweise zu starkem Königsangriff. Carlsen muss all seine Verteidigungsregister ziehen um die Stellung am Leben zu halten und kann trotz Qualitätsminus mit dem nötigen Spielglück am Ende den Punkt teilen. Eine gute Chance verpasst auch Gelfand gegen Kramnik. Aronian opfert gegen Grischuk einen Bauern und drückt letztlich erfolglos auf den ganzen Punkt. Das vierte Remis des Tages liefern sich Iwantschuk und Swidler in einer theoretischen Variante. Heute kommt es gleich zum Auftakt der Rückrunde zum direkten Duell zwischen Carlsen und Aronain. Live-Partien und Kommentare gibt es auf der Turneirseite. (wk, Foto: Turnierseite)
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Die 5. Runde des Kandidatenturniers bringt vier Remisen wie am Eröffnungstag. Im Gegensatz zum Auftakt, der ein vorsichtiges Abtasten war, ist der gestrige Tag einer der verpassten Chancen. Im Top-Match des Tages ist Vladimir Kramnik gegen Levon Aronian knapp daran ein "Big-Point" zu holen. Doch der Armenier rettet sich wundersam in ein Endspiel mit ungleichen Läufern, das Kramnik trotz eines Bauern auf d7 und zweier verbundener Bauern am Königsflügel nicht gewinnen kann. Ein Eröffnungsdesaster erleidet der letzte WM-Finalist Boris Gelfand mit Schwarz gegen Peter Swidler. Swidler trauert nach der Partie seinem schlechten Zeit-Management nach. Am Ende hatte auch Gelfand noch seine Gewinnchancen. So gesehen ist das Remis gerecht. Hart zu kämpfen hat auch Magnus Calrsen gegen Wassily Iwantschuk. Der Ukrainer überspielt den Weltranglistenersten in einem Grünfeldinder, kann den Sack aber nicht zumachen und muss am Ende ungläubig ins Remis einwilligen. Keine echten Gewinnchancen für eine Seite gibt es zwischen Grischuk und Radjabov, obwohl sich lezterer sehr bemüht mit einem Figurenopfer für drei Bauern die Stellung aus dem Gleichgewicht zu bringen. Psychologisch ist Kramnik der Verlierer der Runde. Mit einem Sieg gegen Aronian bei gleichzeitiger Niederlage von Carslsen wäre er mit einem Schlag punktegleich an der Spitze. So führen Carlsen und Aronian weiter mit einem halben Punkt Vorsprung auf Swidler und einem ganzen auf Kramnik und Radjabov. Die 6. Runde startet heute um 15:00 Uhr, morgen folgt ein Ruhetag. (wk, Foto: Turnierseite)
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