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Aserbeidschan ist in der Besetzung Mamedyarov, Radjabov, Sfarli, Mamedov und Guseinov nach einem Fotofinish in der Schlussrunde neuer Europameister. Das Team hält den Wettkampf gegen Armenien mit 2:2 im Gleichgewicht und profitiert von der 1,5:2,5 Niederlage Frankreichs gegen Russland. Andreikin sichert dem Favoriten mit seinem Sieg gegen Tkachiev gerade noch die Bronzedaille vor den punktegleichen Armeniern. Frankreich konnte in der Hotellobby ausgiebig die Silbermedaille feiern, trauert aber doch ein wenig dem verpassten Titelgewinn nach. Im Damenbewerb stand die Ukraine bereits als Sieger fest. Die Ukrainerinnen verzichteten gegen Russland auf Ushenina und "verhelfen" den Russinnen mit einer 1:3 Niederlage noch zur Silbermedaille. Bronze holt Polen mit einem 3:1 Sieg gegen die sensationell starken Litauerinnen. Die österreichischen Teams landen am Ende am 17. (Damen) und 30. Platz (siehe unter Weiterlesen). (wk)
Ergebnisse bei Chess-Results: Offene Klasse, Damen
Turnierseite, ECU





Österreichs Damen beenden die EM mit einer 1:3 Niederlage gegen Spanien und einem guten Platz (17.) im Mittelfeld. Alle Spielerinnen haben etwa ihre Erwartung gespielt. Zudem herrschte nicht zuletzt dank Coach Mario Schachinger und Mentaltrainer Werner Schweitzer, er war als Delegationsleiter mit dabei, ein gutes Klima im Team, womit auch Rückschläge weggesteckt werden konnten.

Veronika Exlers Erstrundenpartie gegen Bela Khotenvashili wird zur besten Damenpartie der EM gewählt. Exler ist Co-Autorin, der Preis geht an die siegreiche Georgierin für ihre phantastische langzügige Gewinnkombination.

Zur Partie:
Khotenashvili, Bela2524Exler, Veronika2147 1–0
(Stellung nach dem 25. Zug)




Bemerkenswert ist auch der Sieg von Eva Moser gegen Ex-Weltmeisterin Antoaneta Stefanova. Das finale Mattbild hätte sich auch einen Preis verdient.

Moser, Eva2434Stefanova, Antoaneta24941–0
(Schlussstellung)







Die Herren holen gegen die "Poland Goldies" mit einem Sieg von Shengelia und einer Niederlage von Ragger ein 2:2 und landen nur am 30. Platz. Allerdings scheint hinter der schlechten Platzierung auch viel Licht iim österreichischen Team von Coach Zoltan Ribli. Peter Schreiner übertrifft mit einer GM-Norm die in ihn gesetzten Erwartungen und scheint ebenso auf dem Weg zum Stammspieler wie Robert Kreisl, der seine Stärke am internationalen Parkett mit einer Performance von 2542 erneut unter Beweis stellt. Andreas Diermair kommt in der Rolle des Edelreservisten nur dreimal zum Einsatz und nicht in Fahrt. David Shengelia erfüllt am zweiten Brett seine Erwartung, hat aber noch Luft nach oben.

Unglücklich verläuft die EM für einen diesmal nicht fitten Markus Ragger. Zudem raubt ihm eine unnötige Niederlage nach Gewinnnstellung gegen Alexander Grischuk die letzten Energiereserven. Sehr positiv sind die starken Auftritte gegen die Top-Teams. Sieg gegen Hollenad (8. der Setzliste), 2:2 gegen Spanien (11.), eine knapp verpasste Punkteteilung gegen Armenien (2.) und eine 0:4 Niederlage gegen Russland (1.), die deutlich zu hoch ausfällt. Nur einmal spielt das Team mit Finnland gegen eine schwächere Mannschaft und siegt 2,5:1,5.

Das zweite Gesicht zeigen die Österreicher im Kampf gegen Mannschaften in Reichweite des eigenen Ranges der Setzliste. Vor allem die klare Niederlage gegen Israel schmerzt und auch gegen Bulgarien war wohl mehr drinnen. Die 2:2 Punkteteilungen gegen Rumänien und "Poland Goldies" sind da nur ein schwacher Trost. Für die Zukunft ist das Team am rechten Weg. Vielleicht klappt es ja schon bei der kommenden Olympiade in Tromsö auch mit der Platzierung besser...

 

Zur Partie
Ragger, Markus2672Grischuk, Alexander2785 0–1
(Diagramm: Stellung nach dem 42.Dd4. Stattdessen hätte Dc3 mit Blickrichtung Lc7 Grischuk wohl vor unlösbare Probleme gestellt)



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