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Ein Bundesliga-Festival wie noch nie sahen die Schachfans am vergangen, verlängerten Wochenende in der Blumenhalle St. Veit/Glan. Die Bundesliga, die neugeschaffene Damen-Bundesliga und die 2. Bundesliga Mitte gastierten zugleich in Kärnten. In allen Ligen fiel bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf. Alfred Eichhorn hat auf der Bundesliga-Seite einen Schlussbericht publiziert, den wir unter "Weiterlesen" gerne übernehmen und mit ein paar Fotos versehen... (wk, Foto: F. Knapp)
Website Bundesliga
Ergebnisse: Bundesliga, 2. Bundesliga-Mitte, Damen-Bundesliga
Fotos (ÖSB-Fotogalerie), Fotos von Peter Kranzl
TV-Beitrag bei ORF Kärnten (1 Woche online)


Bundesliga-Festival in St. Veit/Glan

(Bericht: Alfred Eichhorn)

1. Bundesliga: Jenbach bleibt das Maß mit aufgelegtem Tripelanschlag

Das feine Stelldichein mit erstmals drei nationalen Bundesligen (neu Damen) mit perfekten Verhältnissen in der St. Veiter Blumenhalle war dank Organisator Fritz Knapp ein wunderschönes Schachfest.

Das Kurzresümee für die 1. Bundesliga: der Tiroler Titelverteidiger Jenbach steht knapp vor seinem dritten Titel. Volokitin, Schlosser und Co. gaben zwar erstmals in ihrem 26. Spiel einen Punkt beim 3:3 gegen ihren Hauptrivalen Baden ab, ansonsten landeten sie drei weitere, sichere Siege. In den „Westderbys“ ein 6:0 gegen Kufstein/Wörgl und ein 4:2 über Salzburgs SIR dank Erfolgen von GM Volokitin, GM Gyimesi sowie GM Bönsch. Für den Salzburger Konter zeichnete dabei FM Christian Schramm.


Jenbach gegen Baden (Volokitin gegen Jobava)


Shengelia gegen Bönsch. Deutschlands Erfolgstrainer ist mit 6,5/7 Topscorer der Liga.

Badens Meisterchance reduziert sich auf einen Umfaller Jenbachs zu Hause. Badens 2,5:3,5-Verlust gegen Fürstenfeld war die Topsensation in St. Veit. Dank Georg Radnetter! Schlusslicht Kufstein/Wörgl wurde hingegen von ihnen mit 6:0 abgefertigt, der Drittvorletzte Zwettl mit 4:2. Dabei rückten die Verluste von GM Shengelia & IM Reinhard Lendwai gegen Zwettls Underdogs FM Petr Buchnicek sowie Stefan Wagner ins Rampenlicht am siebenten und letzten Denksporttag der internationalen Topliga in St. Veit. Dabei freute sich Hohenems, der neue Dritte, über einen sicheren 4,5:1,5-Sieg über Pöchlern/Mauerbach. Dank des siegreichen Trios: GM Rozentalis, IM Novkovic und FM Baldauf.

Gastgeber St. Veit holte sich nach dem Derby-3:3 mit Maria Saal den wichtigen 3,5:2,5-Derbysieg gegen Feffernitz. Übeltäter: FM Guido Kaspret der IM Andreas Diermair besiegte und GM Davor Rogic der Revanche für einen Verlust vor 20 Jahren an Neo-GM Vladimir Okhotnik nahm und somit St. Veits Triumph fixierte. Den ganzen Punkt auf Seiten von Feffernitz steuerte FM Peter Schreiner bei.

Kufstein/Wörgl ist quasi Fixabsteiger, zahlreiche Vereine kämpfen gegen zwei weitere Abstiegsplätze. Im Paket überraschend auch Maria Saal, bei denen Österreichs Nr. 1 Markus Ragger diesmal auch „nicht so richtig in Schwung kam“.

 

Damenbundesliga: ASVÖ Wulkaprodersdorf souverän an der Spitze

Das Maximum mit vier Siegen bei der Premiere der Damenbundesliga weist ASVÖ Wulkaprodersdorf aus. Mit ihrem Powertrio WIM Anna Christina Kopinits (2/2), dem weiblichen FM-Duo Katharina Newrkla (3,5/4) & Veronika Exler, mit zwei Punkten aus zwei Spielen behaftet, sind sie auch Titelanwärter Nummer eins im Bewerb. Einen Gesamtzähler weniger, sieben, schleuste ASVÖ Pamhagen in die Premierentabelle ein. Das Protagonistinnen-Konto im Detail: WFM Julia Novkovic (0,5/2); WFM Maria Horvath (2/2) und Lisa Hapala mit ihren 3,5 Zählern aus vier Partien. Rang drei belegen Vorarlberg & Freudinnen aus Tirol mit je sechs Punkten unter insgesamt acht Teams die in St. Veit am Start waren.

 

2. Bundesliga Mitte: Ansfeldens Titel scheint „nur“ mehr Formsache

Die drei Bretttage der 2. Bundesliga Mitte brachten sowohl in der Titelfrage als auch in der Abstiegszone eine Vorentscheidung. Ansfeldens Meistertitel stehen nur Straßenbahn- und Styria Graz noch im Wege. Dank ihres 3,5:2,5-Erfolgs über Hauptrivale Wolfsberg. Das FM-Duo Moser & Ennsberger sowie IM Knoll besiegte Schlusslicht St. Veit mit 4,5:1,5. In der Opferrolle fanden sich Sandner, Kuess sowie Eichhorn. Erster Verfolger mit zwei Punkten Rückstand bleibt Wolfsberg nach einem 4:2 über Fürstenfeld. Die Siege fixierten der kroatische Scorerleader GM Zdenko Kozul (8 Pkte.), sein Landsmann GM Zoran Jovanovic und MK Heimo Töfferl. Ein perfektes Rundenhighlight kreierte Austria Graz mit ihrem 5,5:0,5-Kantersieg über Maria Saal. Die erfolgreichen Protagonisten: IM Manfred Freitag, FM Christoph Karner, FM Robert Aschenbrenner, FM Kurt Fahrner sowie NM Gernot Spindelböck. Das einzige Remis der Gegenseite verbuchte MK Sascha Reschun über FM Heinz Peter Kotz.

Grieskirchen/Schallerbach hofiert nach einem 3,5:2,5-Sieg über Die Klagenfurter auf Rang vier. Streiche fixierten GM Petr Haba, FM Christoph Singer und Florian Schwabeneder. Auf der Gegenseite der Kärntner FM Heimo Titz und der starke FM Hans Singer. Der Dritte Steyregg trennte sich vom Fünften Straßenbahn Graz 3:3. FM Johann Webesberger stellte dabei FM Johann Krebs ins Abseits, Straßenbahns Konter erledigte NM Ivan Pesorda gegen MK Robert Wiesinger. Styria Graz freute sich über ein 4:2 dank ihres IM-Duos Eva Moser & Walter Wittmann, die FM Florian Sandhöfner und FM Reinhard Heimberger niederringen konnten. St. Veit ist weg, gegen zwei weitere Abstiegsplätze stemmen sich der Vorletzte SC Die Klagenfurter, Fürstenfeld, Austria Graz, Maria Saal und deren direkter Rivale St. Valentin.


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