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Ein an Spannung nicht zu überbietende Bundesliga ging am vergangenen Wochenende mit dem zweiten Titelgewinn von SK Advisory Invest Baden zu Ende. Die Niederösterreicher hatten das Glück und Maria Saal an ihrer Seite. Die Kärntner spielen am Schlusstag groß auf und fügen Sparkasse Jenbach die erste Saisonniederlage seit dem 20.3.2009 zu. Seit dieser 2:4 Niederlage gegen Baden konnten die Tiroler stolze 34 Begegnungen ungeschlagen bleiben, in den vergangenen zwei Saisonen gelang sogar das Kunststück jeweils alle Begegnungen zu gewinnen. Der dritte Titel in Folge sollte nicht sein. Maria Saal krönt Baden zum neuen Meister. Die erstmals durchgeführte Damen-Bundesliga wird eine Beute des ASVÖ Wulkaprodersdorf. Am Samstag dem 28. April wird der ORF in seinem Sportkanal ORF Sport Plus ab 22.00 Uhr eine Viertelstunde vom Bundesligafinale berichten. Unser Schlussbericht folgt unter "Weiterlesen"... (wk)
(wk) Bundesliga 2011/2012:
Bericht Wien, Bericht St. Veit
Fotos (ÖSB- Fotogalerie), Website Schachbundesliga
Ergebnisse/Statistiken/Partien: Bundesliga, Damen-Bundesliga

Schlussbericht

Bundesliga – Baden nach Fotofinish Meister

Ein Fotofinish entscheidet die Schach Bundesliga in Jenbach. Erst als Baden in der letzten Partie doch noch ein 3:3 gegen Wulkaprodersdorf rettet, knallt bei den Niederösterreichern der Korken zur Meisterfeier.

Dramatische Schlussrunden erleben die österreichischen Schachfans beim Finale der Schach Bundesliga in Jenbach. Die Hausherren haben mit zwei Punkten Vorsprung auf Baden die beste Startposition, straucheln jedoch bereits am Donnerstag in der 8. Runde gegen St. Veit. Dank Sensationssiegen von Marin Bosiocic gegen Andrei Volokitin und Mario Kuess gegen Uwe Bönsch gelingt den Kärntnern ein 3:3. Der „halbe“ Ausrutscher des Konkurrenten gibt Baden neue Kraft. Die Niederösterreicher vernichten SIR mit 5,5:0,5 und St. Veit mit 4,5:1,5. Der Pflichtsieg gegen Hohenems fällt mit 3,5:2,5 nur knapp aus. Da auch Jenbach seine beiden Begegnungen gegen Hohenems und Wulkaprodersdorf sicher gewinnt, muss die Entscheidung in der Schlussrunde fallen.


Das Veranstaltungszentrum in Jenbach, ein bewährter Turnierort...

Die Ausgangslage ist klar. Baden braucht Schützenhilfe von Maria Saal. Die Kärntner zeigen gegen Jenbach ihre vielleicht beste Saisonleistung angeführt von einem blendend disponierten Markus Ragger. Österreichs Nummer 1 nimmt gegen Andrei Volokitin für seine in der Vorwoche in der deutschen Bundesliga erlittene Niederlage umgehend Revanche und bringt Maria Saal in Führung. Als Uwe Bönsch gegen Robert Kreisl ebenfalls seinen König umlegen muss, steht die erste Niederlage Jenbachs seit drei Jahren fest. Volokitin und Bönsch werden trotz hervorragender Saisonleistungen zu den tragischen Figuren der Tiroler.


Ragger nimmt Revanche an Volokitin


Die entscheidende Spielphase bei Jenbach gegen Maria Saal

Trotzdem sah es lange danach aus als könnte Jenbach dennoch den dritten Titelgewinn in Serie feiern. Denn Baden hat gegen Wulkaprodersdorf mehr als Schwierigkeiten. Der notwendige Punkt für die Meisterschaft schien nach Niederlagen von David Shengelia und Veronika Schneider in weiter Ferne. Ein Sieg von Sebastian Siebrecht war zu wenig und die beiden verbleibenden Partien von Balogh und Socko waren theoretische Remis-Stellungen in Turmendspielen auf einem Flügel. Immerhin hatte Socko einen Bauern mehr und kämpfte. Schließlich gab sein deutscher Gegner Martin Krämer in der letzten Partie des Tages auf. Auch wenn sich nicht allen Betrachtern der Grund für diese Aufgabe sofort erschloss, durfte der SK Advisory Invest Baden über seinen zweiten Titelgewinn nach 2008 jubeln.


In der letzten Partie entscheidet Socko (rechts) die Liga zugunsten von Baden

Dramatisch verläuft auch der Abstiegskampf. Ab Rang 5 sind alle Teams verstrickt. Einzig Kufstein/Wörgl schafft in der ganzen Saison nur ein 3:3 gegen Hohenems und liegt abgeschlagen am Tabellenende. Schlechte Karten schien auch Feffernitz zu haben. Doch die Kärntner holen in der zehnten Runde ein 3:3 gegen Maria Saal. Dieses Ergebnis hilft beiden Teams. In der Schlussrunde spielt Feffernitz entfesselt Pöchlarn/Mauerbach mit 4,5:1,5 an die Wand und schafft noch den Sprung auf den rettenden 9. Platz weil SIR gegen Fürstenfeld mit 2:4 verliert. Pöchlarn und SIR müssen gemeinsam mit Kufstein in die zweiten Ligen.


Feffernitz rettet sich im letzten Moment mit seinen Steirern Diermair und Schreiner

Starke Saisonleistungen zeigen neben dem Titel-Duo Wulkaprodersdorf, Fürstenfeld, Maria Saal und Hohenems. Zwettl und St. Veit/Glan schaffen letztlich recht sicher den Klassenerhalt, wenn auch nicht ohne Zittern.

 

In der erstmals durchgeführten Damen-Bundesliga holt sich ASVO Wulkaprodersdorf mit Anna-Christina Kopinits, Veronika Exler und Katharina Newrkla souverän den Titel. Silber geht an die „Freundinnen Tirol“ nicht zuletzt dank eines Sieges im direkten Duell mit dem ASVÖ Pamhagen. Die Burgenländerinnen dürfen sich über die Bronzemedaille freuen.


Die Damen-Bundesliga geht an Wulkaprodersdorf mit Kopinits, Exler und Newrkla (nicht am Foto)

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