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Die Bundesliga-Saison 2009/2010 steht ganz im Zeichen von Jenbach. Die Tiroler gewinnen auch in der Schlussrunde gegen Fürstenfeld glatt und holen mit dem Punktemaximum von 22 Zählern den Meistertitel erstmals nach Tirol. Holz Dohr und Baden landen auf den weiteren Medaillenplätzen. Den Weg in die 2. Bundesliga müssen Mayrhofen/Zillertal, Pamhagen und Husek Wien gehen. Insgesamt kamen 57 Gromeister zum Einsatz, aber nur 53 Österreicher/innen, die sich mit 39% der möglichen Einsätze begnügen mussten. Die meisten Punkte und beste Performance holt der ehemalige Jugendweltmeister Peter Acs. (wk)
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Sparkasse Jenbach holt mit einem Traumlauf den Titel erstmals nach Tirol. Jenbach gewinnt alle 11 Partien und stellt zudem mit Acs und Schlosser die erfolgreichsten Einzelspieler. Holz Dohr und Baden landen auf dem Podest.

Die Bundesliga Saison 2009/2010 steht ganz im Zeichen von Jenbach. Die Tiroler dominieren die Liga in einer Art und Weise wie dies mit Ausnahme von Merkur Graz noch keinem anderen Team je gelungen ist. Jenbach gewinnt alle elf Mannschaftskämpfe und verliert von insgesamt 66 Partien nur drei. Herausragende Leistungen bringen der ehemalige Jugendweltmeister Peter Acs aus Ungarn (9/10, Performance 2825), Philipp Schlosser (9/11, 2736) und Deutschlands Bundestrainer Uwe Bönsch (8/11). Allerdings fällt keiner im Team wirklich ab, einziger Wehmutstropfen ist der Österreicheranteil im Verhältnis 1:5.

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Jenbachs Brett 1 in Baden: Volokitin

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Oliver Lehner und Uwe Bönsch (li)

Erneut einen Vizemeistertitel feiert Holz Dohr. Captain Alexander Dohr will der ersehnte Titelgewinn einfach nicht gelingen. Dabei ist das Team nominell sogar eher stärker als Jenbach aufgestellt und spielt auch durchwegs eine gelungene Saison, doch kommt die Niederlage in Runde 5 im direkten Duell mit Jenbach einer Vorentscheidung gleich. Die zweite Saisonniederlage in der Schlussrunde gegen Baden ist bereits bedeutungslos. Wie Jenbach setzt auch Holz Dohr auf starke Legionäre, aber keinem gelingt eine Performance über 2600.

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Holz Dohr Captain Alexander Dohr links, sein Team rechts...

Der zweite avisierte heiße Titelkandidat Baden kann ebenfalls nicht recht überzeugen, holt aber mit Team- und Kampfgeist in der heimischen Schlussrunde im Rahmen des Schachfestivals in Baden doch noch Rang drei und damit die Bronzemedaille. Eine überzeugende Leistung bringt Österreichs Bundestrainer David Shengelia, der ungeschlagen 8,5 Punkte bei einer Performance von 2659 holt.

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David Shengelia, Bundestrainer und Stütze von Baden

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Alexander Beliavsky, russischstämmiger Slowene in Diensten Badens

Ein ähnliches Ergebnis gelingt Österreichs Nummer 1, Markus Ragger, für Maria Saal auf Brett 1. Ragger bleibt wie Shengelia ungeschlagen, holt 6 Punkte und erneut eine Performance über 2600. Maria Saal kämpft lange an der Spitze mit, fällt aber mit zwei Niederlagen in den Schlussrunden noch auf Rang 7 zurück. Die Kärntner beschränken sich mit zwei Legionären und bieten so beispielhaft jungen Österreichern die Möglichkeit zum Einsatz in der Bundesliga. Neben Ragger kommen Kreisl, Schachinger, Halvax, Hartl, Ertl und Reschun zum Einsatz.

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Maria Saals Mario Schachinger gegen Eva Moser (Styria)

Die steirischen Teams von Styria Graz und Fürstenfeld platzieren sich mit Rang 4 und 6 im vorderen Mittelfeld. Österreichs National-Coach Zoltan Ribli zeigt angefeuert von der 30 Züge Regel seine Klasse und gewinnt fünf Partien von 11 bei nur einer Niederlage. Eva Moser kommt siebenmal zum Einsatz und erzielt vier Punkte. Wie Moser spielt der Grazer Walter Wittmann mit 3,5 Punkten aus 7 Partien ein Ergebnis im Rahmen der Erwartung. Fürstenfeld hat heuer mit dem Russen Igor Kurnosov einen absoluten Klassemann am Spitzenbrett. Kurnosov holt auf Brett 1 ein Ergebnis von 7,5 Punkten bei einer Performance von 2680. Ein tolles Finish zeigt Nachwuchshoffnung Florian Pötz mit drei Siegen in Serie zum Saisonfinale. Fürstenfeld.

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Fürstenfeld mit Kurnosov (li)

Zwischen den Steirern platziert sich ASVÖ Wulkaprodersdorf als bestes der drei (!!) burgenländischen Teams auf Rang 5. Wulkaprodersdorf setzt am zweiten Wochenende mit Evgenij Miroshnichenko (UKR, 2686) einen Topmann ein, kommt sonst aber überwiegend mit Spielern zwischen 2400 und 2500, darunter Roland Schweda (7/11) und Friedrich Volkmann. ASVÖ Lachenbach investiert ebenfalls in das zweite Wochenende und sichert dort mit Jiri Stocek und Jan Markos an der Spitze mit vier Siegen vorzeitig den Klassenerhalt.

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Staatsmeisterin Anna Christina Kopinits (Wulkaprodersdorf)

Ein wenig Zittern muss Hohenems. Das Team aus dem Ländle hat aber genung Substanz um beim Schachfestival in Baden die Nerven zu behalten und mit einem Sieg gegen Mayrhofen/Zillertal endgültig die Weichen für die Bundesliga zu stellen.

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Vorzeitig entschieden war der Kampf um den Klassenerhalt. In der Vorschlussrunde macht Hohenems mit einem Sieg gegen Mayrhofen/Zillertal alles klar. Die Tiroler müssen ebenso absteigen wie ASVÖ Pamhagen und Husek Wien, der Meister des Vorjahres. Allerdings ist die Mannschaft in keiner Position mehr vergleichbar mit dem ehemaligen Siegerteam. Drei Absteiger waren vorhersehbar, da nominell doch deutlich schwächer aufgestellt als alle anderen Teams.

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Horrorsaison oder Abenteuer? 
Andreas Kuthan spielt 0/11 für Pamhagen auf Brett 1 und 2.

Zum Abschluss ein wenig Statistik:

Insgesamt kamen 150 Spieler/innen zum Einsatz, davon 56 Großmeister. Der Österreicheranteil beträgt 54 Spieler/innen, die in Summe 309 mal zum Einsatz kamen, von insgesamt 792, das sind 39%. Maria Saal und Pamhagen haben zu rund 4/6 Einheimische eingesetzt. Meister Jenbach kommt auf 11 Einsätze (1/6), Holz Dohr als Vizemeister liegt mit 9 Einsätzen sogar unter dieser niedrigen Quote...

Die meisten Punkte holen Peter Acs und Philipp Schlosser mit je 9, gefolgt von David Shengelia mit 8,5. Es folgen Klaus Bischoff, Robert Ruck und Uwe Bönsch mit je 8. Die beste Performance, von jenen Spielern, die mehr als 60% der Partien gespielt haben, erzielt Peter Acs mit 2825 gefolgt von seinem Jenbacher Klubkollegen Philipp Schlosser (2736) und Igor Kurnosov (2680). 

Am Ende der Saison ist eines klar. Sparkasse Jenbach überstrahlt als Siegerteam einfach alles…



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