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Blog WM - EM

190305 WCCTDie Mannschaft-Weltmeisterschaft der FIDE begann heute in Astana, Kasachstan, und wird bis 15. März dauern. Am Start sind jeweils 10 Teams in der offenen Klasse und bei den Frauen: der Titelverteidiger, die vier Kontinentalmeister, drei Teams von der letzten Schach-Olymiade, der Gastgeber und ein vom FIDE Präsidenten nominiertes Team. In beiden Bewerben gehört Russland zu den nominell stärksten Mannschaften. Beiden gelingt heute auch ein erster Sieg. Russlands Herren gewinnen angeführt von Sergey Karjakin gegen den Iran knapp mit 2,5:1,5. Vladislav Artemiev gelingt am vierten Brett der entscheidende Sieg. Erste Tabellenführer ist aber der Elofavorit aus China. In der Besetzung Ding Liren, Yangyi Yu, Wei Yi und Bu Xiangzhi gewinnen die Chinesen gegen Aserbaisdschan eindrucksvoll mit 3,5:0,5. Gleich hoch gewinnt auch Indien gegen Schweden, das in letzter Minute eingesprungen ist. Die USA besiegt Ägypten 3:1 und England wird gegen Kasachstan seiner Favoritenrolle knapp mit 2,5:1,5 gerecht. Im Frauenbewerb ist Armenien nach einem 4:0 gegen Ägypten erster Tabellenführer. China besiegt Ungarn überraschend glatt mit 3,5:0,5 und Russland hält Kasachstan mit 3:1 im Zaum. Punkteteilungen gibt es zwischen Indien und Georgien sowie USA und Ukraine. Die zweite Runde beginnt morgen um 15:00 Ortszeit, das ist 10:00 MEZ. Auf der Turnierseite gibt es eine Live-Übertragung und Live-Kommentierung. (wk)
Offizielle Turnierseite, FIDE, Ergebnisse bei Chess-Results: Herren, Frauen

190219 graz opMarkus Ragger erhöht im Match gegen Boris Gelfand, den WM-Finalisten von 2012, mit einem Sieg gegen die russische Verteidigung auf 2:0. Dabei gleicht Gelfand in der Eröffnung rasch aus. Ein Fehler im 28. Zug erlaubt Ragger die gegnerische Dame für Turm und Läufer zu gewinnen. Kurz nach der Zeitkontrolle muss Gelfand aufgeben. 

Im Open gibt es kräftige Lebenszeichen der Österreicher gegen starke Großmeister. Lukas Leisch gewinnt sehenswert gegen Vahap Sanal (2497) und Georg Danner holt sich den ganzen Punkt von Matej Sebenik (2542). Den dritten Großmeisterskalp des Tages gibt es für Emanuel Frank gegen Sinisa Drazic (2408).  Alle drei gehören zur 17-köpfigen Spitzengruppe der Spieler mit je zwei Punkten. Andreas Diermair gibt gegen Liu Zhaoqi hingegen ein erstes Remis ab. Die dritte Runde folgt heute um 17:00 Uhr, am Mittwoch gibt es um 10:00 und um 17:00 eine Doppelrunde. (wk)

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190126 wijkDramatisch verläuft die elfte Runde beim Tata Steel. Anish Giri spielt gegen Sam Shankland ein interessantes Mittelspiel und wickelt letztlich in ein Endspiel ab, in dem er keine große Hoffnung auf einen Sieg hatte. Zwar konnte der Holländer die letzte verbleibende Figur seines Gegners, einen Springer, isolieren und gewinnen, aber die Suche nach einem Sieg scheitert an einer Festungs-Idee. Zur Überraschung aller findet Shankland gerade als Giri und die Kommentatoren den Remisschluss erwarten, die einzige Möglichkeit zu verlieren. Er gibt auf. Giri erklärt dieses Blackout im Interview mit einer Halluzination. Leidtragender ist Magnus Carlsen. Er remisiert mit Schwarz gegen Teimour Radjabov und muss die Führung nun mit Giri teilen. Carlsen trifft im Fernduell heute auf Duda, Giri mit Schwarz auf Radjabov. Der große Show-Down um den Turniersieg folgt dann in der Schlussrunde im direkten Duell der Beiden. Mitreden könnte hier noch Ian Nepomniachtchi. Nach seiner überraschenden Niederlage gegen Jorden Van Foreest gewinnt "Nepo" postwendend gegen Vladimir Fedoseev und reduziert den Rückstand auf einen halben Punkt. Wladimir Kramnik verpasst gestern gegen Van Foreest die Chance auf eine Glanzpartie, immerhin gelingt am Ende sein erster Sieg. Überraschend kommt die dritte Niederlage von Shakhriyar Mamedyarov. Er verliert mit Weiß gegen Santosh Gujrathi Vidit nach einem Fehler chancenlos und ist nun der einzige Spieler ohne Sieg. Die vorletzte Runde beginnt heute um 13:30 Uhr, die letzte morgen, Sonntag, um 12:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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190128 wijkGut lachen hat Magnus Carlsen. Der norwegische Weltmeister schafft in Wijk aan Zee mit einer Performance von 2888 neun Punkte aus dreizehn Partien und feiert damit seinen bereits siebenten Turniersieg in Wijk aan Zee. Dabei hatte Lokalmator Anish Giri in der elften Runde noch zu Carlsen aufgeschlossen. Doch Carlsen kontert mit einem überzeugenden Sieg gegen Jan Duda, während Giri froh sein muss gegen Radjabov ein Remis zu bekommen. In der Schlussrunde versucht Giri im direkten Duell mit Weiß noch einmal Druck zu machen, aber erfolglos. Carlsen greift zu seiner WM-Waffe, dem Sweschnikow Sizilianer und kann vom Hollländer nicht überrascht werden. Das erzielte Remis sichert Giri den zweiten Platz. Gute Leistungen zeigen auch Ian Nepomniachtchi, Ding Liren und Vishy Anand. Sie erreichen jeweils siebeneinhalb Punkte und teilen den dritten Platz. Santosh Vidit landet einen halben Punkt dahinter am sechsten Platz. Ein großer Erfolg für den Inder, der in der Setzliste nur am vorletzten Platz aufscheint. Licht und Schatten zeigen Radjabov, Shankland und Rapport. Sie halten die 50%-Marke. Beachtenswert war das Comeback von Shankland nach seinem Aussetzer gegen Giri. Die Aufgabe der Partie in Remisstellung bezeichnet er als den schlimmsten Moment seiner Karriere. Darauf folgende Siege gegen Nepomniachtchi und Kramnik zeugen von seiner mentalen Stärke. Enttäuscht haben vor allem Mamedyarov und Kramnik. Ersterer kann als Einziger keine Partie gewinnen, letzterer muss sechs Niederlagen verkraften. Gemeinsam mit Van Foreest und Fedoseev finden sie sich nur am Tabellenende wieder. Mamedyarov verliert zudem fast 30 Punkte in der Weltrangliste und rutscht mit 2790 hinter Ding und Giri auf den fünften Platz ab. Kramnik verliert acht Plätze und ist jetzt 15.-er. (wk, Foto: Turnierseite)
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181231 wm blitzMagnus Carlsen und Kateryna Lagno gewinnen in St. Petersburg die Weltmeisterschaften im Blitzschach. In der offenen Klasse zeigt sich Carlsen in Höchstform. Je kürzer die Bedenkzeit desto stärker wird der Norweger. Diesmal gelingt es ihm in 21 Runden ungeschlagen zu bleiben und seine üblichen Konkurrenten klar abzuhängen. Hikaru Nakamura um zweieinhalb Punkte, Aronian, Svidler, Nepomniachtchi und Karjakin um drei Punkte. Trotzdem ist ihm der Titelgewinn noch nie so schwer gemacht worden. Der 20-jährige Pole Jan-Krzysztof Duda verlangt Carlsen alles ab und landet am Ende mit einer Performance von 2930 (!!) nur einen halben Punkt hinter ihm am hochverdienten zweiten Platz. Duda gewinnt mit 15 Partien sogar zwei mehr als Carlsen. Darunter gelingt ihm gegen die versammelte Weltklasse eine Siegesserie von acht Partien zwischen den Runden neun und sechzehn. In jedem anderen Jahr hätte dies locker zum Titel gereicht. Diesmal war Carlsen noch den Hauch besser, vor allem weil er das direkte Duell gewinnen konnte. Hinter den Beiden geht Bronze an Hikaru Nakamura. Weniger gut läuft es im Blitz für Markus Ragger. Er bekommt es insgesamt mit zehn Russen zu tun, die sich allesamt als brandgefährlich erweisen. Am Ende landet Ragger mit 10,5 Punkte bei 50% und im Mittelfeld. Im Frauenbewerb sichert sich die Russin Kateryna Lagno mit 13,5 Punkte aus 17 Partien das erste Preisgeld. Der Iranerin Sarasadat Khademalsharieh gelingt sensationell mit einem halben Punkt Rückstand wie schon im Schnellschach erneut die Silbermedaille vor der Chinesin Tingjie Lei. (wk, Foto: Turnierseite)
TurnierseiteFIDE, Ergebnisse bei Chess-Results: RapidBlitz

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