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Blog WM - EM

190126 wijkDramatisch verläuft die elfte Runde beim Tata Steel. Anish Giri spielt gegen Sam Shankland ein interessantes Mittelspiel und wickelt letztlich in ein Endspiel ab, in dem er keine große Hoffnung auf einen Sieg hatte. Zwar konnte der Holländer die letzte verbleibende Figur seines Gegners, einen Springer, isolieren und gewinnen, aber die Suche nach einem Sieg scheitert an einer Festungs-Idee. Zur Überraschung aller findet Shankland gerade als Giri und die Kommentatoren den Remisschluss erwarten, die einzige Möglichkeit zu verlieren. Er gibt auf. Giri erklärt dieses Blackout im Interview mit einer Halluzination. Leidtragender ist Magnus Carlsen. Er remisiert mit Schwarz gegen Teimour Radjabov und muss die Führung nun mit Giri teilen. Carlsen trifft im Fernduell heute auf Duda, Giri mit Schwarz auf Radjabov. Der große Show-Down um den Turniersieg folgt dann in der Schlussrunde im direkten Duell der Beiden. Mitreden könnte hier noch Ian Nepomniachtchi. Nach seiner überraschenden Niederlage gegen Jorden Van Foreest gewinnt "Nepo" postwendend gegen Vladimir Fedoseev und reduziert den Rückstand auf einen halben Punkt. Wladimir Kramnik verpasst gestern gegen Van Foreest die Chance auf eine Glanzpartie, immerhin gelingt am Ende sein erster Sieg. Überraschend kommt die dritte Niederlage von Shakhriyar Mamedyarov. Er verliert mit Weiß gegen Santosh Gujrathi Vidit nach einem Fehler chancenlos und ist nun der einzige Spieler ohne Sieg. Die vorletzte Runde beginnt heute um 13:30 Uhr, die letzte morgen, Sonntag, um 12:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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181231 wm blitzMagnus Carlsen und Kateryna Lagno gewinnen in St. Petersburg die Weltmeisterschaften im Blitzschach. In der offenen Klasse zeigt sich Carlsen in Höchstform. Je kürzer die Bedenkzeit desto stärker wird der Norweger. Diesmal gelingt es ihm in 21 Runden ungeschlagen zu bleiben und seine üblichen Konkurrenten klar abzuhängen. Hikaru Nakamura um zweieinhalb Punkte, Aronian, Svidler, Nepomniachtchi und Karjakin um drei Punkte. Trotzdem ist ihm der Titelgewinn noch nie so schwer gemacht worden. Der 20-jährige Pole Jan-Krzysztof Duda verlangt Carlsen alles ab und landet am Ende mit einer Performance von 2930 (!!) nur einen halben Punkt hinter ihm am hochverdienten zweiten Platz. Duda gewinnt mit 15 Partien sogar zwei mehr als Carlsen. Darunter gelingt ihm gegen die versammelte Weltklasse eine Siegesserie von acht Partien zwischen den Runden neun und sechzehn. In jedem anderen Jahr hätte dies locker zum Titel gereicht. Diesmal war Carlsen noch den Hauch besser, vor allem weil er das direkte Duell gewinnen konnte. Hinter den Beiden geht Bronze an Hikaru Nakamura. Weniger gut läuft es im Blitz für Markus Ragger. Er bekommt es insgesamt mit zehn Russen zu tun, die sich allesamt als brandgefährlich erweisen. Am Ende landet Ragger mit 10,5 Punkte bei 50% und im Mittelfeld. Im Frauenbewerb sichert sich die Russin Kateryna Lagno mit 13,5 Punkte aus 17 Partien das erste Preisgeld. Der Iranerin Sarasadat Khademalsharieh gelingt sensationell mit einem halben Punkt Rückstand wie schon im Schnellschach erneut die Silbermedaille vor der Chinesin Tingjie Lei. (wk, Foto: Turnierseite)
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181227 wm rapid blitz 2Die Schnellschach Weltmeisterschaft in St. Petersburg begann gestern mit einer großen Überraschung. Magnus Carlsen legt bei seinem ersten Antreten nach der erfolgreichen Titelverteidigung in London in seiner Spezialdisziplin einen Fehlstart hin. In der ersten Runde überschreitet er gegen Adam Tukhaev in gewinnträchtiger Stellung die Zeit, in der zweiten verpasst er nach eigenwilliger Eröffnung (1.e4 e5 2.Dh5) eine wohl entscheidene Abwicklung und stellt kurz danach eine Figur ein. Nach dieser zweiten Niederlage gelingt Carlsen mit drei Siegen in Serie noch eine Schadensbegrenzung. Sein Rückstand auf das Spitzentrio Alireza Firouzja (IRI), Ian Neponmiachtchi (RUS) und Dmitry Andreikin (RUS) beträgt eineinhalb Punkte. Das ist in den kommenden 10 Runden noch aufzuholen. Drei Punkte wie Carlsen erreicht auch Markus Ragger. Nach einem Auftaktsieg gegen den Russen Nikolai Kabanov steht Ragger am Spitzenbrett gegen Hikaru Nakamura im Fokus der Aufmerksamkeit. In einem Italiener gerät er gegen den Schnellschachspezialisten aus den USA aber rasch in Nachteil und kann die Stellung nicht halten. Es folgen zwei Schwarzremisen gegen Andrey Zhigalko und Shamsiddin Vokhidov sowie ein Sieg gegen Victor Mikahlevski. Heute wartet auf Ragger mit Vladislav Artemiev der Blitzschach-Europameister. In Frauenbewerb werden im Gegensatz zu den Herren nur vier Runden pro Tag gespielt. Der chinesischen Weltmeisterin Wenjun Ju gelang mit vier Siegen der beste Start. Es folgen sechs Spielerinnen mit je 3,5 Punkten. Der zweite Spieltag wird ab 13:00 Uhr auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
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181229 wm rapidDie Schnellschach WM in St. Petersburg endet bei den Herren mit einer Sensation. Keiner der Favoriten gewinnt, sondern der 22-jährige Russe Daniel Dubov. Gesetzt als Nummer 25 zeichnet sich Dubov durch große Zähigkeit und einfallsreiches Spiel aus. Er verliert keine einzige Partie und kann sieben seiner fünfzehn Partien gewinnen. In der Schlussrunde reicht ihm ein Remis gegen Mamdeyarov, weil sich Nakamura und Carlsen gegenseitig neutralisieren und auch Artemiev gegen Karjakin nicht gewinnen kann. Damit holt sich Dubov als einziger Spieler mit elf Punkten den WM-Titel. Auf den Plätzen folgen Mamedyarov, Nakamura, Artemiev und Carlsen. Der Weltmeister findet nie zu ganz großer Form, zeigt aber doch in einigen Partien sein großes Können. Den schlechten Start mit 0/2 konnte er aber nicht mehr ganz wettmachen. Am sechsten Platz ist der 15-jährige Iraner Alireza Firouzja die Sensation schlechthin. Er spielt stets in der Spitze mit, zeigt keine Angst vor großen Namen, und übertrifft seine Einstufung in der Startrangliste um 163 Plätze. Markus Ragger spielt n der Schlussrunde gegen Baadur Jobava um einen Platz in den Top-30, wird aber vom Georgier in der Eröffnung am falschen Fuß erwischt und kann die Partie nach einem Fehler nicht mehr retten. Am Ende ist der 60. Platz im Rahmen seiner Erwartung. Seine Highlights im Turnier sind ein Remis gegen Grischuk und ein Sieg gegen Harikrishna. Im Frauenbewerb ist Wenjun Ju eine Klasse für sich und gewinnt nach der Titelverteidigung im Standardschach nun auch den Titel im Schnellschach ohne Niederlage überlegen mit 10 Punkte aus 12 Partien. Die junge Iranerin Sarasadat Khademalsharieh gewinnt dank besserer Zweitwertung Silber vor der Russin Aleksandra Goryachkina. Elofavoritin Anna Muzychuk muss sich mit dem vierten Rang begnügen. Heute und morgen folgt in St. Petersburg die Weltmeisterschaft im Blitzschach. Beginn ist jeweils um 13:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
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181224 wm rapid blitzZum Jahresausklang werden vom 26. bis 30. Dezember in St. Petersburg die Weltmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach ausgetragen. Die Bewerbe wurden kurzfristig nach Russland verlegt. Ursprünglich war wie im Vorjahr eine Austragung in Saudi-Arabien geplant, doch konnten die Veranstalter nicht für alle Teilnehmer ein Visum garantieren. Trotz dieser Schwierigkeiten der kurzfristigen Planung sind im Schnellschachbewerb 205 Spieler aus 41 Nationen in der offenen Klasse angemeldet und 121 Spielerinnen aus 25 Nationen bei den Frauen. Dabei gilt eine Elogrenze von 2500 bei den "Herren" und "2200" bei den Frauen. Unabhängig von der Elozahl sind alle nationalen Meister startberechtigt. Die Nummer Eins der Setzliste ist Weltmeister Magnus Carlsen. Er hat das klare Ziel nach der Titelverteidigung in London auch die WM-Titel im Blitz- und Schnellschach zu erobern. Im Schnellschachbewerb sind Hikaru Nakamura und der frischgebacken Blitzschach-Europameister Vladislav Artemiev seine Hauptkonkurrenten laut Startrangliste. Man wird aber auch auf Spieler wie Aronian, Mamedyarov, Karjakin und Titelverteidiger Anand auf der Rechnung haben müssen. Ähnlich sind die Favoritenrollen im Blitzschach verteilt, insbesondere da mit Maxime Vachier-Lagrave die Nummer Zwei der Weltrangliste offenbar fehlt. Markus Ragger wird in beiden Bewerben antreten und für eine österreichische Beteiligung sorgen. Die Schnellschach WM startet am Mittwoch um 15:00 Uhr Ortszeit, das ist  13:00 Uhr MEZ. Die WM wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
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