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Blog WM - EM

Magnus Carlsen verliert in einem dramatischen Schlusstag seine letzte Partie gegen Peter Swidler, doch gewinnt das Turnier und ist der nächste Herausforderer von Weltmeister Anand. Im Fernduell zeigen Carlsen und Kramnik heute Nerven. Beide müssen ihre Partien auf Gewinn anlegen und laufen Swidler und Iwantschuk damit ins offene Messer. Der Turniersieg von Carlsen steht erst fest als Kramnik gegen Iwantschuk in der letzten Partie seinen König umlegen muss und fällt extrem knapp aus. Erst in der Drittwertung entscheidet die höhere Zahl der Siege für den Norweger. Einen halben Punkt hinter den Beiden belegen Swidler und Aronian mit ihren heutigen Siegen und je 8 Punkten aus 14 Partien Platz drei und vier. Gelfand und Grischuk erzielen je 6,5 Punkte, Iwantschuk (6 Punkte) darf sich über Siege gegen Carlsen und Kramnik zum Finale freuen. Nach gutem Start geht das Turnier für Radjavov mit 7 Niederlagen komplett daneben. Dafür liefert er nach seiner Niederlage gegen Carlsen in der Pressekonferenz nach der 13. Runde den Sager des Turniers: "It is like with sharks in a swimming pool and it´s still  not over". Nun hat er es überstanden. Das Kandidatenturnier wird als eines der stärksten und spannendsten in die Geschichte eingehen und bringt den jüngsten Herausforderer seit Anand. Spannend war auch die vorbildliche Aufbereitung der Live-Übertragung im Internet mit Live-Kommentaren und Pressekonferenzen. (wk, Foto: Turnierseite)
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ORF Bericht: Carlsen fordert Champion Anand

In einer an Dramatik kaum zu überbietenden 12. Runde kommt es zum Führungswechsel beim Kandidatenturnier in London. Kramnik drückt mit Schwarz gegen Aronian in einer ausgezeichnet geführten Partie und erreicht eine Gewinnstellung. Aronian verteidigt sich findig und erreicht mit einer Figur weniger eine Remisstellung, zieht aber im entscheidenden Moment den falschen Bauern nach vorne und verliert. In der längsten Partie des Tages gerät Carlsen gegen Iwantschuk mit Fortdauer der Partie in Bedrängnis und veliert ohne goben Fehler aber mit einigen Ungenauigkeiten seine erste Partie. Ein Glückstag für Kramnik. Er hat nicht nur Aronian endgültig aus dem Titelrennen geworfen, sondern auch von Carlsen die Führung übernommen. Zwei Runden vor Schluss hat plötzlich Kramnik die besten Chancen der nächste Herausforderer von Anand zu werden. In den beiden bedeutungslosen Partien des Tages gibt es zwei ausgekämpfte Remisen zwischen Gelfand und Swidler sowie Radjabov und Grischuk. Morgen ist in London Ruhetag. Die Entscheidung fällt am Ostersonntag und Ostermontag jeweils ab 15:00 Uhr vermutlich mit Rekordzahlen bei der Live-Übertragung. (wk, Foto: Turnierseite)
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Eine Klasse für sich sind die großen Drei beim Kandidatenturnier in London. In der 10. Runde gewinnt Kramnik mit Schwarz gegen Grischuk seine zweite Partie, wobei sein Gegner in Zeitnot in ein verlorenes Bauernendspiel abwickelt. Aronian nützt ebenfalls die hochgradige Zeitnot von Iwantschuk. Der Ukrainer kommt mit der Bedenkzeit in London einfach nicht zurecht. Dabei überrascht Iwantschuk in der Eröffnung mit dem Budapester Gambit und bekommt eine durchaus aussichtsreiche Stellung. Dann stellt Aronian aber geschickt seine Fallen und die Zeitnot tut ihr übriges. Da auch Carlsen gegen Gelfand den ganzen Punkt holt ändert sich an der Spitze nichts, nur der Abstand zum Rest des Feldes ist inzwischen beträchtlich. Die vierte Partie des Tages führt ein sichtlich demotivierter Radjabov gegen Swidler in einem Grünfeldinder bereits im 21. Zug zur Zugwiederholung. Vier Runden sind in London noch zu spielen. Carlsen ist weiter in der Favoritenrolle, die Chancen für Aronian und Kramnik sind aber weiter intakt. (wk, Foto: Turnierseite)
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Die Rückrunde des Kandidatenturnieres in London steht bisher im Zeichen von Wladimir Kramnik. Der Ex-Weltmeiister feiert heute gegen Radjabov seinen dritten Sieg. Alle Siege gelangen in den letzten vier Runden gegen seine russischen Landsleute. Wie schon tags zuvor Grischuk fällt auch Radjabov gegen Kramnik in hochgradige Zeitnot und wirft eine ausgeglichen Partie knapp vor der Zeitkontrolle weg. Carlsen kommt mit Schwarz gegen Grischuk nur zu einem kurzen Remis und freut sich vermutlich, dass Kramnik nun alle russischen Duelle hinter sich hat. Schützenhilfe für Kramnik liefert Peter Swidler mit einem Sieg gegen Aronian. Damit hat Kramnik den eineinhalb Punkte Rückstand zu Beginn der Rückrunde gegen Carlsen bis auf einen halben Punkt wettgemacht und Aronian sogar schon überholt. Morgen trifft Aronian auf Kramnik und Carlsen auf Iwantschuk. (wk, Foto: Turnierseite)
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Boris Gelfand ist in London der Mann der Stunde. Nach seinem gestrigen Sieg gegen Radjabov nimmt Gelfand auch in seiner heutigen Partie gegen Gelfand das Heft in die Hand. Am Anfang schien Aronian zwar im Damengambit mit Lf4 ausgeglichen zu haben, aber nach einer Transformation zu einem Stonewall bewertet er seine Stellung zu optimistisch und überzieht die Stellung. Gelfand erwischt mit 2/2 den besten Start in der Rückrunde. Im Schlager der Runde erwischt Kramnik mit einer Nebenvariante im Katalanen Carlsen am falschen Fuss. Der Norweger muss einen Bauern geben, zeigt dann aber erneut seine großartigen Defensiv-Fähigkeiten und rettet den halben Punkt. Ein aufregendes Remis liefern sich Swidler und Grischuk. Letzterer eröffnet die Feindseligkeiten mit einem Figurenopfer, Swidler kontert mit Damenopfer. Trotz dieses Ungleichgewichtes gibt es keinen Sieger. Endlich hat auch Wassily Iwantschuk seinen ersten Sieg eingefahren. Er überspielt Radjabov in einer lange ausgeglichenen Stellung. Es ist die dritte Niederlage von Radjabov in den letzten vier Runden. An der Spitze ist nun Carlsen mit 6 Punkten vor Aronian (5,5) und Kramnik (5). Iwantschuk (3,5) gibt die rote Laterne an Radjabov (3) ab. Morgen Dienstag ist in London Ruhetag. Am Donnerstag folgt die 10. Runde ab 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
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