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Blog WM - EM

160904 oly r3Die dritte Runde der Olympiade bringt für die österreichischen Teams die erhofften Pflichtsiege. Die Herren brausen in der Besetzung Ragger, Shengelia, Kreisl und Diermair mit 4:0 über Jamaica. Im Frauenbewerb ist die Sache gegen das Team der gehörlosen Spielerinnen etwas schwieriger. Regina Theissl-Pokorna kommt schlecht aus der Eröffnung, hält die Partie aber mit großem Kampfgeist letztlich im Gleichgewicht. Anna-Lena Schnegg hat mit Schwarz in einem Damengambit gute Gewinnchancen, doch dann tobt die Partie hin und her. Nachdem Veronika Exler und Katharina Newrkla ihre Partien überzeugend gewinnen konnten, stellt Schnegg mit einem Remis den 3:1 Endstand her. In der vierten Runde wartet auf unsere Frauen mit Usbekistan die Nummer 22 der Setzliste. Die Herren sind gegen Südafrike erneut in der Favoritenrolle. Die Sensation der Runde ist eine 2:2 Punkteteilung der chinesischen Frauen gegen Vietnam. Dies trotz eines Sieges von Yifan Hou am Spitzenbrett. In der offenen Klasse schlägt Gastgeber Aserbaidschach unsere ungarischen Nachbarn glatt mit 3:1. Mamedyarov, Mamedov und Naiditsch besiegen Rapport, Balogh und Gledura. Der Punkt von Almasi gegen Radjabov ist für die Ungarn zu wenig. (wk)
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Partien der 3. Runde: AUT-JAM, AUT-ICCD

160904 oly r2Einige Teams sind in Baku nach der zweiten Runden noch mit einem perfekten Score von 8:0 Brettpunkten. Österreich ist leider nicht mehr dabei. Die Herren verlieren gegen starke Ungarn ebenso mit 0,5:3,5 wie die Frauen gegen Weißrussland. Dabei hat die Runde noch gut angefangen. Markus Ragger erreicht bei seinem ersten Olympiaeinsatz gegen Ungarns Kreativgenie Richard Rapport mit Schwarz ein problemloses Remis. Rapport forciert von selbst eine Zugwiederholung. Zu diesem Zeitpunkt hat Robert Kreisl ebenfalls mit Schwarz gegen Zoltan Almasi (2484) völlig ausgeglichen. Shengelia und Dragnev scheinen gegen Berkes und Gledura ebenfalls gut aus der Eröffnung gekommen zu sein. Dann kippen aber die Partien. Shengelia sucht taktische Verwicklungen in denen sich Berkes besser zurecht findet. Gledura kann Dragnev im Spanier überspielen. Zu allem Überdruß zeigt auch Almasi im Endspiel noch seine Klasse. Das Team von Judit Polgar siegt letztlich verdient. Die Frauen erwischen gegen Weißrussland einen schlechten Tag. Im Kampf zweier Nachbarn der Startrangliste nimmt Exler mit Weiß überraschend früh ein stilles Zugwiederholungsangebot ihrer Gegnerin an. In den anderen Partien scheint Hapala mit guter Vorbereitung auf dem Weg zum Sieg, Schnegg gleicht mit Schwarz in der Abtauschvariante des Damengambits leicht aus. Theissl-Pokorna erhält in einem Breyer-Spanier die übliche Struktur. Wie bei den Herren kippen die Partien. Unterm Strich bleibt eine herbe Niederlage. Wiedergutmachung soll heute gegen ICCD folgen. Die Herren spielen gegen Jamaica. Große Aufmerksamkeit erregte gestern auch der Einstieg von Weltmeister Magnus Carlsen, insbesondere als er im 1. Zug zu e3 greift. Wenige Züge später steht aber eine Theorievariante eines Nimzoinders am Brett und Carlsen fürht seine Norweger zu einem knappen 2,5:1,5 Sieg gegen Bangladesh. (wk)
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Partien der 2. Runde: BLR-AUT, HUN-AUT

160902 OLYÖsterreichs Delegation ist nach langem Flug und trotz eines gewöhnungsbedürftigen Eincheckens im Hotel gut in Baku angekommen. Heute startet in der Crystall Hall um 15:00 Uhr Ortszeit und 13:00 MEZ die 42. Schach-Olympiade mit 170 Teams in den Herrenbewerb und 132 in den Frauenbewerb. Einige angemeldete Mannschaften sind für die erste Runde nicht ausgelost. Die tatsächliche Zahl kann sich daher noch ändern. In der Statistik scheinen 1.586 Spieler/innen aus 175 Nationen auf, darunter 273 Großmeister. In der ersten Runde spielt die erste Hälfte der Startrangliste gegen die Zweite. Es gibt daher in allen Begegnungen klare Favoriten. Österreich darf sich gegen Botswana (Frauen) und Palästina (Herren) berechtigte Hoffnungen auf klare Siege machen. Beide Teams verzichten daher in der Austellung auf ihren Brett 1 Spieler. Markus Ragger und Regina Theissl-Pokorna geben die Coaches Zoltan Ribli und Mario Schachinger noch Zeit sich zu akklimatisieren. Angekündigt sind von der FIDE strenge Kontrollen vor und während der Partien. Mögliche Betrugsfälle will die "Anti-Cheating-Commission" des Weltschachbundes mit strengen Regeln im Keim ersticken. Manche meinen, dass man da und dort über das Ziel hinaus schießt. Man darf gespannt sein wie die Organisatoren heute mit dem Ansturm der Spieler im Eingangsbereich fertig werden. Hohe Wetten auf einen ganz pünktlichen Beginn werden eher nicht empfohlen. Aber Baku ist bereit und auf die Schachwelt warten zwei spannende Olympia-Wochen. (wk)
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160903 oly r1Österreich startet mit zwei klaren Siegen in die Schach Olympiade in Baku. Die Herren bezwingen Palästina mit 4:0 und treffen heute mit Ungarn bereits auf eines der Top-Teams. Markus Ragger kommt gegen Richard Rapport zu seinem ersten Einsatz. Möglich geworden ist diese Paarung weil Ungarn gestern "nur" dreieinhalb Punkte holen konnte. Im Frauenbewerb gewinnt das Team von Mario Schachinger gegen Botswana mit 3,5:1,5 ebenso klar. Nach einem raschen Schwarzsieg von Veronika Exler setzen sich auch Anna-Lena Schnegg und Lisa Hapala letztlich als die stärkeren Spielerinnen durch. Das einzige Remis gibt Katharina Newrkla gegen Onkometse Francis ab. Newrkla spielt sicher und ohne Fehler, erlangt aber keinen Stellungsvorteil. Francis spielt eine sauber Partie und hat sich den halben Punkt verdient. Heute spielen die Frauen erstmals mit Regina Theissl-Pokorna gegen Weißrussland, einen unmittelbaren Nachbarn in der Setzliste. Die einzige Sensation der ersten Runde ist eine 2:2 Punkteteilung von Bulgarien gegen den Sudan. Nikolov (2582) und Petrov (2458) verlieren gegen Tagelsir (2216) bzw. Abdelazeez. Im Frauenbewerb plagt sich Griechenland zu einem 2,5:1,5 Sieg gegen Sri Lanka. Alle anderen Begegnungen enden zumindest mit 3:1 Siegen der Favoriten, meistens sogar mit 4:0. Die Spielbedingungen in der "Crystall Hall" verdienen Lob für den Veranstalter. Es gibt viel Platz für Spieler und Zuseher. (wk)
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Erste Photos aus Baku ---
Partien der 1. Runde: AUT-PLE, AUT-BOT

160830 baku logoÖsterreichs Damen & Herren fahren morgen als Außenseiter zur Schach-Olympiade 2016, die vom 2. bis 13. September in Baku (AZE) ausgetragen wird. Genannt haben 176 Nationen in der offenen Klasse und 138 im Frauenbewerb. Österreichs Herren-Team wird von Markus Ragger angeführt: Weltmeister Magnus Carlsen ist am Spitzenbrett von Norwegen ein möglicher Gegner für Österreichs Nummer 1. Insgesamt werden in Baku 1.600 Spieler/innen am Start sein, mit Ausnahme von Levon Aronian und Vishy Anand sind alle Top-Stars dabei. Armenien fehlt aus politischen Gründen. Markus Ragger kommt mit einem Sieg vom "Vienna Chess Open 2016" in Hochform nach Baku. Das Ziel ist ein Platz in den Top-30. Im Team sind neben Ragger noch David Shengelia, Robert Kreisl, "Benjamin" Valentin Dragnev und Andreas Diermair. Im Frauenteam spielen Regina Theissl-Pokorna, Katharina Newrkla, Veronika Exler, die frischgebackene 18-jährige Staatsmeisterin Anna-Lena Schnegg und Elisabeth Hapala. Zuletzt gab es für Österreichs Frauenteam einen historischen 9. Platz bei der EM in Reykjavik im November 2016. Vom erfolgreichen Team in Reykjavik fehlt nur Anna-Christina Kopinits wegen einer Babypause. Sie und Markus Ragger wurden vor kurzem Eltern einer Tochter. Gecoacht werden die Teams von Zoltan Ribli bzw. Mario Schachinger. Unser Medienpartner ChessBase stellt in einem Vorbericht das österreichische Team vor und bringt zudem ein Interview mit Markus Ragger. (wk)
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Österreichs Team für Baku (Bericht bei ChessBase)

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