Senioren Team WM in Prag

Die FIDE World Team Championships der Senioren fanden dieses Jahr vom 16. bis 25. Februar im malerischen Prag statt, und Österreich war sowohl in der Kategorie der Jungsenioren S50 als auch in der Kategorie S65 mit einem Team vertreten. Im "Jugendturnier" trat das Team Austria (FM Denk, FM Dr. Druckenrhaner, FM Kranzl, Hager Herbert und Höbarth Günter) als Nr. 20 unter 54 teilnehmenden Nationen an. Nach einem etwas verhaltenen Beginn, bei dem das Team stets um die 50%-Marke kämpfte, gelang es den Österreichern, im Verlauf des Turniers Fahrt aufzunehmen.In der 6. Runde traf man auf die starken Ungarn – ein Moment, der sich leider als Wendepunkt erwies. Der Wettkampf, den sie durchaus sensationell hätten gewinnen können, ging jedoch unglücklich mit 1,5 : 2,5 verloren. Danach fehlte es an der nötigen Energie, und der Endrang 33 war das Resultat einer etwas enttäuschenden Schlussphase.

Das Turnier selbst bot Spannung bis zur letzten Runde: Mit den Teams aus den USA, Italien und Kasachstan kämpften gleich drei Nationen punktgleich um den Titel. Letztlich entschied die bessere Zweitwertung zugunsten von Team USA, das sich knapp vor Italien und Kasachstan durchsetzte. Die Brettpreise gingen an Michael Adams, Pavel Kotsur, Alexander Shabalov und Mark Hebden.

In der Altersklasse S65 trat Österreich mit Zörnpfennig, Dr. Paul Meyer, Walter Pregl, Karl Lang und Herwig Gangl an. Mit einer soliden Leistung konnte sich das Team über den 31. Platz freuen – ein Ergebnis, das die ursprünglichen Erwartungen sogar übertraf.

Der Titel in dieser Kategorie ging einmal mehr an England, das seiner Favoritenrolle als Seriensieger gerecht wurde. Auf den Plätzen folgten die Schachstiftung Lasker sowie Saxonia. Die Brettpreise wurden an Rainer Knaak, Arthur Jussupow, Sibilio Mario und Peter Large vergeben.

Fazit – Ein stark organisiertes Turnier mit kleinen Makeln.
Die Veranstaltung in Prag war insgesamt hervorragend organisiert und bot ein hochklassiges Turnierumfeld. Einzig die strengen Sicherheitskontrollen mit Körperscans sowie das Fehlen eines Analyseraums trübten den sonst durchweg positiven Gesamteindruck. (wk, Bericht/Fotos: Peter Kranzl)

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