In der Spitzenpaarung der sechsten Runde muss David Shengelia gegen den Ukrainer Alexander Moiseenko mit Schwarz eine Niederlage einstecken. Dabei kommt Shengelia gegen den Fast 2700-er gut aus der Eröffnung und scheint leicht besser zu stehen. In aufkeimender Zeitnot verliert er aber den Faden und wird von der gegnerischen Zentralisierung erdrückt. Shengelia ist mit 4,5 Punkten auf Rang 7 noch immer bester Österreicher. Markus Ragger krönt heute seine gute Spielanlage mit einem hübschen Mattfinale in einem Dame und Turm Endspiel. Dieser dritte Sieg bringt Ragger auf Rang 16. Die Marschroute scheint zu stimmen. Unglaublich ist die Leistung von Robert Kreisl. Der Steirer spielt heute tadellos gegen GM Ivan Popov (2620), opfert eine Qualität, erhält dafür aber viele Bauern und erreicht ein nie gefährdetes Unentschieden. Im Gegenteil. Hätte er im Endspiel zuerst den b-Bauern forciert, hätte sich Popov noch strecken müssen um den Remishafen zu erreichen. Kreisl ist nach sechs Runden gegen sechs Großmeister mit 2600 oder mehr mit vier Punkten bei einer Performance von 2760 (!!) auf Rang 32. Dieses Trio stellt die Leistungen der anderen Österreicher in den Schatten. Fauland verliert heute gegen GM Kempinski (2580), Diermair, Schroll, Huber und Schachinger remisieren, wobei insbesondere das Schwarzremis von Martin Christian Huber gegen den Schweizer Lars Rindlisbacher (2312) erfreulich ist. Ragger trifft vor dem Ruhetag am Sonntag morgen auf Khalifman (2614), Shengelia auf Mamedov (2649) und Kreisl mit Schwarz auf L´Ami (2634). (wk, Foto: Ursula Huber)
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Die Georgerin Bela Khotenashvili und die Slowenin Anna Muzychuk führen nach der siebenten Runde des Damen Grand Prix in Genf mit je fünf Punkten die Tabelle an. Während Khotenashvili fünf Mal gewinnen konnte, aber auch zwei Niederlagen einstecken musste, ist Muzychuk ungeschlagen. Zwei Niederlagen gegen Batchimeg und Muzychuk musste bisher Yifan Hou hinnehmen. Heute kämpft sie sich aber mit einem Sieg gegen Kateryna Lagno in die Gruppe der Verfolger zurück. Rang drei in der Zwischentabelle hält aber ihre Landsmännin Wenjun Ju mit 4,5 Punkten. Kosintseva, Dzagnidze und Lagno liegen punktegleich mit Hou. Weltmeisterin Anna Ushenina folgt mit 3,5 Punkten. (wk, Foto: Turnierseite)
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WeltmeisterAnand feiert in der dritten Runde des GM-Turniers in Norwegen seinen ersten Sieg. Herhalten muss ausgerechnet Veselin Topalov, der Sieger des letzten Grand Prix Turniers in Zug. In der Pressekonferenz zeigte sich Anand erfreut, dass seine bevorzugte Najdorf Eröffnung aufs Brett gekommen war. Najdorf mag er mit beiden Farben. Seinen dritten Sieg in Serie holt Sergey Karjakin gegen Wang Hao. Teimour Radjabov gelingt gegen den Norweger Jon Ludvig Hammer endlich wieder ein ganzer Punkt. Sieglos ist hingegen weiter Lokalmatador Magnus Carlsen. Er trennt sich von Nakamura nach einer interessanten Partie mit Remis. Das gleiche Ergebnis gibt es zwischen Svidler und Aronian. In der Tabelle führt Karjakin mit einem Punkt Vorsprung auf Aronian und Anand. (wk, Foto: Turnierseite)
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Die Österreicher sind die bisherhige Sensation der ersten fünf von elf Runden der Schach Europameisterschaft im polnischen Legnica. David Shengelia führt nach fünf von elf Runden sensationell vor dem punktegleichen Ukrainer Alexnder Moiseenko. Diese Leistung ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, sind doch 286 der besten Schachspieler Europas aus 38 Ländern am Start, darunter 143 (!) Großmeister. Shengelia ist in der Startrangliste mit seiner Elozahl von 2546 nur als Nummer 119 (!!) gesetzt. Nach einem Plichtsieg in der Startrunde gewinnt Shengelia in den Runden zwei und drei gegen die höher eingeschätzten Großmeister Grzegorz Gajewski (POL, 2616) und Evgeny Postny (ISR, 2637). In Runde vier folgt ein sicheres Remis mit Schwarz gegen den Franzosen Maxime Vachier-Lagrave, der mit einer Elozahl von 2718 zum elitären Kreis der besten Spieler der Welt gehört und im Turnier als Nummer Drei gesetzt ist. Doch damit nicht genug. In der gestrigen fünften Runde überspielt Shengelia sehenswert den Ukrainer Alexander Areshchenko (2709) und übernimmt von dessen Landsmann Alexander Moiseenko die Führung. Heute kommt es zum direkten Duell dieser beiden Spieler, die jeweils 4,5 Punkte aus den bisherigen fünf Runden erzielten. (wk)
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Weiterlesen: EM Zwischenbericht - Österreicher auf Sensationskurs
Organisator Harald Göslbauer feiert heuer mit der 20. Auflage seines fünfrundigen Opens in Ratten ein Jubiläum. Zwar erreicht das Turnier die Rekordzahlen der vergangenen Jahre diesmal nicht, eine Teilnehmerzahl von 115 würden sich aber viele andere Veranstalter durchaus wünschen. Gespielt wird in Ratten in vier Gruppen. In der auch international gewerteten A-Gruppe sind in der Setzliste Peter Schreiner, Luas Handler und Georg Danner an der Spitze gesetzt. Die gestrige Doppelrunde bringt erste Überraschungen wie eine Niederlage von Danner gegen Rene Peinhopf oder ein Remis von Schreiner gegen den Schweizer Oswald Bürgi. An der Spitze sind vier Spieler noch ohne Punkteverlust: Albrecht Karlusch, Marco Stagl, Lukas Handler und Thomas Manhardt. (wk)
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Keine Runde ohne österreichische Sensationen bei der EM in Legnica. David Shengelia will es diesmal offenbar genau wissen. In seiner heutigen Partie gegen den Ukrainer Alexander Areshchenko (2709) weicht Shengelia in einem Grünfeldinder knapp vor der ersten Zeitkontrolle einer Zugwiederholung aus und behält recht. Sehenswert wie er seine Initiative in einen ganzen Punkt verdichtet und sich von Moiseenko die Führung zurückholt. Richtig. Ein Österreicher führt nach der fünften Runde der EM und es ist nicht Markus Ragger. Unser Nationalhero auf den 64 Feldern remisiert gegen Martyn Kravtsiv (UKR, 2595) und liegt weiter aussichtsreich im Kampf um die World Cup Plätze. Unglaublich beeindruckend ist auch die Serie von Robert Kreisl. Heute hält er mit Schwarz in einer Caro-Kann Verteidigung gegen den tschechischen GM Zbynek Hracek (2591) remis und liegt punktegleich mit Ragger auf Rang 25. Eine Doppelführung (!!) von Kreisl und Shengelia gibt es in einer neugeschaffenen Spezialwertung, die sich aus Performance minus Elozahl errechnet. Ein Sieg gelingt heute auch Andreas Diermair, ein Remis Gerhard Schroll. Niederlagen müssen Fauland (gegen Vlastimil Babula, 2591), Huber und Neo-IM Schachinger hinnehmen. Ihm wurde bei der FIDE Präsidiumssitzung in Baku der Titel verliehen. Morgen trifft Shengelia mit Schwarz auf Moiseenko (2698), Ragger ebenfalls mit Schwarz auf Mera Gagunashvili (2592) und Kreisl auf Popov (2620). (wk, Foto: Ursula Huber)
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In der zweiten Runde des Super-GM Turnieres in Norwegen kommt es zum Aufeinandertreffen von Magnus Carlsen und Vishy Anand, die im Herbst in einem WM Kampf in Indien die Klingen kreuzen werden. Das erste Abtasten endet heute in einem Remis. Das gleiche Ergebnis gibt es zwischen Topalov und Radjabov. Siege gibt es in den anderen drei Partien. Levon Aronian gewinnt gegen Hikaru Nakamura in einer slawischen Abtauschvariante und bleibt damit Karjakin auf den Fersen, der mit Schwarz gegen den Norweger Jon Ludvig Hammer seinen zweiten Sieg feiert. Dritter Sieger des Tages ist der Chinese Hao Wang gegen Peter Svidler. (wk, Foto: Turnierseite)
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Ihr Berichterstatter zieht heute den Hut vor den Leistungen der Östeerreicher bei der EM in Legnica. Theoretisch bestens vorbereitet und kampfstark pflügen sie quer durch die europäische Elite. Schwer zu sagen welcher Österreicher die Sensation des ersten Drittels der EM ist. David Shengelia, der nach seinem heutigen souveränen Schwarzremis gegen Vachier-Lagrave (2718) als Nummer 119 auf Rang 2 liegt? Oder doch Robert Kreisl, der heute mit Ivan Cheparinov (2700) den theoretisch als extrem stark beschlagen geltenden Chefsekundanten von Veselin Topalov im Grünfeldinder regelrecht vorführt? Selbst als sich Cheparinov in Zeitnot in Verzweilfungsopfer stürzt, behält der Leobner kühlen Kopf und fährt den bisher größten Erfolg seiner Schachkarriere ein. Kreisl liegt nach vier Runden als Nummer 209 (!!) mit drei Siegen gegen starke Großmeister auf Rang 19. Aber selbst das ist nicht genug des Lobes. Markus Ragger remisiert mit Schwarz gegen Roiz, hält wie Kreisl bei drei Punkten und liegt auf Rang 27. Alexander Fauland besiegt überzeugend GM Vasif Durarbyli (2597). Und Jungspatz Martin Christian Huber holt gegen WGM Betul Cemre Yildiz mit Schwarz seinen ersten Sieg bei einer EM. Den guten Tag kann nicht trüben, dass Schroll gegen Kurnosov verliert und Schachinger sowie Diermair die erhofften Punkte nicht einfahren. Morgen spielen: Shengelia gegen Areshchenko (2709), Ragger gegen Kravtsiv (2595) und Hracek (2628) gegen Kreisl. Die Live-Übertragung beginnt um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Ursula Huber)
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Vom 7. bis 16. Mai findet in Norwegen ein Großmeisterturnier statt, an dem mit Carlsen, Aronian, Topalov und Anand vier der Top-Five der Weltrangliste teilnehmen. In der ersten Runde spielt Carlsen gegen Topalov ebenso remis wie Anand gegen Aronian. Siege feiern Nakamura gegen Hao, Swidler gegen Hammer und Karjakin gegen Radjavov. Am Tag vor dem Turnier gab es ein Blitzturnier in dem um die Nummern der Auslosung und damit um die Farbverteilung im Turnier gespielt wurde. Bester Blitzer war Karjakin vor Carlsen, Anand, Nakamura und Swidler. Sie dürfen zum Lohn fünfmal Weiß im Turnier spielen. Eine Live-Übertragung des Turniers gibt es auf www.schach.de und auf der Turnierseite. Die Runden starten jeweils um 15:00 Uhr und werden in drei verschiedenen Hotels gespielt. Norwegen bereitet sich mit diesem Turnier und dem World-Cup im Sommer bestens auf die Schach Olympiade 2014 in Tomsö vor. (wk, Foto: ChessBase)
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Hammerstark präsentiert sich Österreichs Bundestrainer David Shengelia bei der EM in Legnica und stahlt nach drei Runden von der Tabellenspitze. Heute überspielt Shengelia den israelischen GM Evgeny Postny (2635) in einer slawischen Verteidigung. Den Kampf um World Cup Plätze hat Markus Ragger im Auge. Heute musster er sich aber gegen den russischen GM Aleksandr Rakhmanov mit Remis begnügen. Remisen holen auch Alexander Fauland mit Schwarz gegen GM Maxim Rodhstein und Gerhard Schroll gegen GM Zahar Efimenko (2677). Keine Punkte gibt es hingegen für Schachinger, Diermair, Kreisl und Huber. Alle hatten aber klar elostärkere Gegner. Punktegleich mit Shengelia sind weitere acht Spieler mit je 3 Punkten. Gleich 35 Spieler folgen mit 2,5 Zählern, darunter Markus Ragger. Morgen trifft Shengelia mt Schwarz auf Vachier-Lagrave (2718), Ragger ebenfalls mit Schwarz auf Roiz (2617). Einen hochkarätigen Gegner erhält auch Kreisl mit dem Bulgaren Ivan Cheparinov (2700). Die Runde beginnt wieder um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Ursula Huber)
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