IM Danner – als Schachtausendsassa zum Seniorenboss
Quasi die steirische „Kombinationskeule“ bei der im St. Veiter Fuchspalast zu Ende gegangenen Senioren-Staatsmeisterschaft 2013 schwang Topfavorit Georg Danner. Der 67-Jährige veredelte seinen Nummer-1-Status zum völlig verdienten Titelgewinn mit gerade Mal drei zugelassenen Punkteteilungen innerhalb neun attraktiver Spieltage. Die wohl lebende Schachlegende fügte seinem Erfolgslauf auf Kärntner Boden (GM-Norm in Velden) einen weiteren famosen Turniersieg jetzt zu. Das war IM Danners gelungener Auftakt zum Einsatz in sieben nationalen Meisterschaften!
Keineswegs im Schatten des Siegers stand Kärntens Maß MK Heimo Töfferl.
Im Gegenteil – mit drei Siegen am Stück und einem Remis gegen den Champion schaffte das regionale Denksport-Urgestein jüngeren Datums aus der Lavantaler Metropole Wolfsberg Superrang zwei. Vielleicht auch ein Fingerzeig für den 64-Jährigen zu seinem Trip zur Senioren-WM. (wk, Text: Alfred Eichhorn)
Weiterlesen: Schlussbericht ÖM Senioren
Vom 21. bis 29. Oktober findet in Dresden die erste Weltmeisterschaft für "Disabled" statt. Analog zu den Paralympics soll hier ein Bewerb für Menschen mit Schach relevanten Behinderungen geschaffen werden. Die Organisation obliegt dem gleichen Team in Dresden, das bereits für viele Ausrichtungen der Senioren Team EM bekannt ist. Infos zu den Bewerben gibt es in den "Regulations". (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE Info-Seite, Official website http://ipca.sweb.cz/
Regulations, Prospectus
Boris Gelfand erwischt beim FIDE Grand Prix in Paris den besten Start. Der WM-Finalist besiegt Giri und Dominguez Perez bei einem Remis gegen Tomashevsky und führt nach drei Runden mit zweieinhalb Punkten vor Caruana, Nakamura und Ivanchuk mit je zwei Zählern. Im Mittelfeld liegen Tomashevsky, Ponomariov und Fressinet mit eineinhalb Punkten. Dominguez Perez, Bacrot, Giri, Wang und Grischuk haben mit jeweils zwei Remisen bei einer Niederlage noch Verbesserungspotenzial. Grischuk und Caruana spielen mit der Bürde das Turnier gewinnen zu müssen wollen sie sich noch für das Kandidatenturnier qualifizieren und Mamedyarov vom zweiten Platz im laufenden Zyklus verdrängen. Als Sieger steht Ex-Weltmeister Veselin Topalov bereits fest. (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE Turnierseite
Sechs von elf Runden sind beim FIDE Damen Grand Prix in Tashkent gespielt. Kateryna Lagno konnte in der gestrigen Runde mit einem Sieg über Antoaneta Stefanova zu den beiden führenden Inderinnen Koneru und Harika, die gegeneinander remisierten, aufschließen. Dieses Trio hat jeweils 4,5 Punkte und führt mit einem halben Punkt vor Khotenashvili und einem Punkt vor Xue Zhao. Einzige Spielerin mit 50% ist Wenjun Ju mit 3 Zählern. Auf der ansprechenden Turnierseite werden alle Partien live übertragen. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite
Die Österreichischen Jugendmeisterschaften 2013 in den schnellen Disziplinen gingen gestern in Imst mit den Bewerben im Blitzschach zu Ende. Erneut erweist sich die Steiermark mit 8 Medaillen, davon 4 in Gold, der Konkurrenz überlegen. Wien bringt es zwar ebenfalls auf 8 Medaillen wird aber vom Burgenland mit zweimal Gold im Medaillenspiegel der Blitzbewerbe noch abgefangen. Erfreulicherweise erreichen wieder alle Bundesländer zumindest einen Stockerlplatz. Venla Lymysalo (U12), Anna Lena Schnegg (U16) und Florian Mesaros (U14) gewinnen wie bereits im Schnellschach ihre Altersklasse und sind Doppelmeister. Mesaros und Lymysalo schaffen sogar das "Triple", da sie auch im klassischen Bewerb vorne waren. Die weiteren Meister im Blitzschach sind Magdalena Mörwald (M U10), Dominik Horvath (B U10), Felix Blohberger (B U12), Vanessa Stallinger (M U14), Martin Christian Huber (B U16), Laura Hiebler (M U18) und Luca Kessler (B U18). Im Medaillenspiegel aller Jugendbewerbe ist die Steiermark mit 12 Goldmedaillen und 25 Medaillen insgesamt am ersten Platz. Wien holt mit 26 zwar die meisten Medaillen, muss sich aber wegen deutlich weniger Gold mit Rang 2 begnügen. Sechs Goldmedaillen wie Wien holt auch Tirol, vier das Burgenland, zwei Kärnten und je eine Vorarlberg, Oberösterreich und Salzburg. Kein Bundesland hat insgesamt weniger als vier Medaillen gewonnen. Alle Details gibt es im untenstehenden Medaillenspiegel. (wk)
Website LV Tirol
Ergebnisse Schnellschach: BLMM, U-10, U-12, U-14, U-16, U-18
Ergebnisse Blitzschach: U-10, U-12, U-14, U-16, U-18
Medaillenspiegel 2013 (pdf)
Der Hartberger Georg Danner wird seiner Favoritenrolle bei den Österreichischen Seniorenmeisterschaften 2013 in St. Veit/Glan klar gerecht und gewinnt mit 7,5 Punkten aus 9 Partien den Titel. Danner bleibt ungeschlagen bei Remisen gegen Singer, Töfferl und in der Schlussrunde gegen Seniorenreferent Friedrich Wöber. Die Silbermedaille holt sich mit 6,5 Zählern der Kärntner Lokalmatador Heimo Töfferl, Bronze geht mit 6 Punkten an Felix Winiwarter vor dem punktegleichen Alfred Enzendorfer. In den ersten Zehn sind weiters Klaus Nickl, Adolf Hirsch, Wöber, Hans Singer, Karl Gneiss und Herbert Titz. Insgesamt waren 31 Spieler am Start. Organisator und Hauptschiedsrichter Friedrich Knapp kann auf eine erfolgreiche erste Seniorenmeisterschaft in St. Veit verweisen mit dem Ernst-Fuchs-Palast als kunstvolle Spielstätte. (wk, Text: Alflred Eichhorn)
Ergebnisse bei Chess-Results
Steiermark und Tirol sind heute die großen Gewinner bei den österreichischen Schnellschachmeisterschaften der Jugend. Die Steirer/innen räumen mit 4 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze ordentlich ab. Große Freude kann auch Gastgeber Tirol mit 3 x Gold haben. Sechs Medaillen gewinnt Wien, fünf Medaillen das Burgenland, darunter je einmal Gold. Gold und Bronze gibt es auch für Kärnten. Zwei Medaillen gehen zudem an Oberösterreich, je eine an Kärnten, Salzburg, Tirol und Niederösterreich. Die neuen Einzelmeister heißen: Angelina Zhbanova (M U10), Khanh Do Quock (B U10), Venla Lymysalo (M U12), Lukas Ertl (B U12), Chiara Polterauer (M U14), Florian Mesaros (B U14), Anna-Lena Schnegg (M U16), Balint Kiss (B U16), Laura Tarmastin (M U18), Christoph Menezes (B U18). Morgen folgen die Bewerbe im Blitzschach. (wk)
Website LV Tirol
Ergebnisse Schnellschach: U-10, U-12, U-14, U-16, U-18
Ergebnisse Blitzschach: U-10, U-12, U-14, U-16, U-18
Viele tausend Zuschauer strömten heute wieder auf den Heldenplatz und erhielten Gelegenheit die gesamte Breite des österreichischen Sports auszuprobieren. Auf ihrer Tour durch die Sportstände der einzelnen Verbände machten Bundeskanzler Werner Faymann und Sportminister Gerald Klug auch beim vom Landesverband Wien organisiertem Schachstand halt. Der Sportminister aus der Steiermark entpuppte sich dabei als ehemaliger Schachspieler und forderte Wiens Schachpräsident Christian Hursky in einer flott geführten Partie. Am Ende hieß es 1:0 für den Sport. (wk)
Website Tag des Sports
Yifan Hou beendet heute mit ihrem ersten Weißsieg die Damenweltmeisterschaft 2013. Nach ihren drei Siegen mit Schwarz gewinnt die Chinesin gegen Anna Ushenina ihre erste Partie mit Weiß und geht mit 5,5 Punkten uneinholsam in Führung, was nach dem Regulativ das vozeitige Ende der WM bedeutet. Der Sieg von Hou fällt mit vier Siegen bei drei Remisen sehr deutlich aus. Die Ukrainierin schafft es nicht ihre gute Form vom World Cup zu wiederholen. Zudem hatte Hou den Weltmeistertitel bereits in der Vergangenheit inne und trotz ihrer Jugend mit 19 Jahren schon deutlich miehr Erfahrung in Zweikämpfen. Das chinesische Ausnahmetalent ist eine würdige Weltmeisterin und wird wohl noch lange im Damenschach ganz vorne mitmischen. Die Ukrainerin wird sich mit dem stattlichen Preisgeld trösten. Der Preisfonds von 200.000 Dollar wird im Verhältnis 60:40 geteilt. (wk, Info/Foto: FIDE)
FIDE Turnierseite
Einen überzeugenden Sieg feiert die steirische Jugendauswahl bei der BLMM 2013 in Imst. Die Steiermark besiegt in der 5. Runde Wien mit 4,5:3,5 und beendet das Turnier ohne Punkteverlust bei den Matchpunkten undt 53,5 Brettpunkten. Der zweite Platz geht überraschend an Gastgeber Tirol. Entscheidend ist ein 4,5:3,5 in der Schlussrunde im direkten Duell mit Wien. Die Bundeshauptstadt darf mit dem Schicksal und der Erstwertung hadern, denn nach Brettpunkten ist Wien mit 49,5 gleich um 11,5 Punkte vor den Tirolern. Auf den Plätzen landen Burgenland, Vorarlberg, Niederösterreich, Salzburg, Kärnten und Oberösterreich. Herausragende Ergebnisse gelingen Khanh Do Quoc und Vanessa Stallinger (beide Steiermark) mit jeweils 8 Punken aus 8 Partien. Überzeugend spielten auch die beiden Spitzenbretter von Wien. Christoph Menezes punktet 7,5/8, Valentin Dragnev 7/8. Am Samstag folgen in Imst die Einzelbewerbe im Schnellschach und am Sonntag jene im Blitzschach. (wk)
Ergebnisse bei Chess-Results: BLMM