Russland tröstet sich nach der Enttäuschung bei der Europameisterschaft in Warschau mit dem Gewinn der Team Weltmeisterschaft in Antalya. Angeführt von Kramnik und Karjakin, sie fehlten bei der WM, profitieren die Russen vom Ausrutscher der Ukraine gegen Holland, das zu diesem Zeitpunt bereits drei Punkte Vorsprung hatte. Ein knapper Sieg im darauffolgenden direkten Duell brachte dem neuen Champion erstmals die Führung. In der gestrigen Schlussrund sichert ein knapper 2,5:1,5 Sieg gegen Ägypten Gold mit insgesamt 15 von 18 möglichen Punkten. Die Ukraine besiegt im Prestigeduell Armenien ebenfalls mit 2,5:1,5 und holt hinter den punktegleichen Chinesen die Bronzemedaille. Deutschland gewinnt gegen Aserbeidschan mit 3:1. Vier Siege und fünf Niederlagen bedeuten den 7. Rang hinter USA, Armenien und Holland aber vor Aserbeidschan, Türkei und Ägypten. (wk, Foto: ChessBase)
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Am Freitag um 16.00 h fällt der Startschuss für die beiden letzten in die Saison einsteigenden Bundesligen Österreichs im Jenbacher Hof. In der Damebundesliga sind in dieser Saison zehn Zweierteams am Start. Ein ausgeglichenes Feld verspricht einen spannenden Saisonverlauf. Nicht ganz so ausgeglichen liegt die Angelegenheit bei der Offenen Klasse. Wer wird Jenbach gefährlich werden können? Der Vorjahresmeister wird auch heuer nur schwer zu bezwingen sein und wird sicher gleich am Heimwochenende versuchen ordentlich Punkte einzufahren. Die Partien der 1. Bundesliga werden live von Karl Theny übertragen und als Novum direkt am Chess-Results-Server ohne Zeitverzögerung übertragen. Auch die Partien der Damen werden unmittelbar nach Beendigung der Runde zum Nachspielen am Herzog Server ins Turnierfile eingespielt. Für Zuschauer die live vor Ort einen Blick auf die sicher zahlreich anwesenden Großmeister werfen wollen, am Samstag beginnen die Partien um 14.00 h, am Sonntag um 10.00 h. (wk, Info/Text/Bild: Manfred Mussnig)
Zu den Live-Partien, Ergebnisse: Bundesliga, Damenbundesliga
Berichte: siehe Blog Bundesliga
Download Termine: Termine-Bundesliga (Alle Bundesligen inkl. Beginnzeiten und Spiellokaladressen)
Heute geht um 18:30 Uhr ChessBase TV Austria zum zweiten Mal "on air". Wie bereits angekündigt wird Österreichs Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger zu Gast bei Moderator Harald Schneider-Zinner sein. Er hat sich als Thema Taktiktraining mit Studien gewählt. Zudem wird Baumegger von seiner praktischen Arbeit mit dem Jugendkader erzählen, Auswahlkritierien vorstellen und Tipps für selbstständiges Training geben.
Zu sehen ist die Sendung auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software zum Download) im Raum Übertragungen, dann den Reiter Partien wählen. Die erforderliche Software ist gratis erhältlich und auch die ChessBase TV Austria Sendungen werden dank der entgegenkommenden Kooperation mit ChessBase kostenfrei zu sehen sein (ein Gast-Zugang ist ausreichend). Wer die Sendung verpasst kann sie auch später noch ansehen. Alle Sendungen werden sowohl auf www.schach.de (Raum: Premium Videos/Training/TV ChessBase Austria) als auch auf YouTube archiviert. (wk, Info: Harald Schneider-Zinner)
Info Sendung 03.12.2013 Infoseite ChessBase TV Austria (inklusive Archiv aller Sendungen)
YouTube Channel ChessBase TV Austria
Sensationssiege feiern Holland und Deutschland bei der Team Weltmeisterschaft in Antalya. Nach einem Ruhetag entzaubert Holland die Ukraine mit 2,5:1,5 und fügt dem Tabellenführer den ersten Punkteverlust zu. Den entscheidenden Siegpunkt holt Loek Van Wely gegen Anton Korobov. Eine nicht weniger große Überraschung ist der 3:1 Sieg von Deutschland gegen Armenien. Daniel Fridman besiegt Sergei Movsesian und Arkadij Naiditsch gewinnt gegen Vladimir Akopian. Der eigentliche Sieger dieser sechsten Runde ist damit Russland. Ein 3:1 Sieg gegen die Türkei bringt den Favoriten bis auf einen Zähler an die Ukraine heran und mit Armenien ist ein weiterer großer Konkurrent um den Turniersieg aus dem Titelrennen. Zudem steht das direkte Duell mit der Ukraine noch aus. Außenseiterchancen haben auch noch Holland und China mit jeweils 8 Punkten. (wk, Foto: ChessBase)
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Im türkischen Antalya findet zwischen 24. November und 6. Dezember die Mannschafts-Weltmeisterschaft statt. Dank ihrer erreichten Qualifikationen spielen folgende 10 Länder: Armenien (Titelverteidiger), Russland, Ukraine, Holland (alle 2012 Olympiade), Deutschland (Europameister 2011), USA (Amerika), China (Asien), Ägypten (Afrika) sowie die Türkei als Gastgeber und Aserbeischan, das vom FIDE-Präsidenten nominisert wurde. Nach fünf Runden führt die Ukraine mit dem Punktemaximum von 10 Zählern bereits deutlich vor Russland (7) sowie Hollland, Armenien, China und Aserbeidschach (alle 6). Deutschland startet mit zwei Siegen gegen Türkei und Ägypten, verliert dann aber dreimal in Serie gegen Holland, Ukraine und Russland. Das ergibt in der Tabelle Rang acht hinter den USA. (wk, Logo: Turnierseite)
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Am Dienstag, dem 3. Dezember, wird ChessBase TV Austria zum zweiten Mal "on air" gehen. Zu Gast bei Moderator Harald Schneider-Zinner wird Österreichs Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger sein. Er hat sich als Thema Taktiktraining mit Studien gewählt. Zudem wird Baumegger von seiner praktischen Arbeit mit dem Jugendkader erzählen, Auswahlkritierien vorstellen und Tipps für selbstständiges Trainings geben.
Zu sehen ist die Sendung auf www.schach.de (dort gibt es auch die Software zum Download) im Raum Übertragungen, dann den Reiter Partien wählen. Die erforderliche Software ist gratis erhältlich und auch die ChessBase TV Austria Sendungen werden dank der entgegenkommenden Kooperation mit ChessBase kostenfrei zu sehen sein (ein Gast-Zugang ist ausreichend). Wer die Sendung verpasst kann sie auch später noch ansehen. Alle Sendungen werden sowohl auf www.schach.de (Raum: Premium Videos/Training/TV ChessBase Austria) als auch auf YouTube archiviert. (wk, Info: Harald Schneider-Zinner)
Info Sendung 03.12.2013
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"Wegen ihm liegt eine für viele etwas verstaubte Nischensportart plötzlich wieder im Trend: Magnus Carlsen, 22, Superhirn mit verschmitztem Lächeln, Norweger. Und aktueller Schachweltmeister". So leitet der Moderator einen Beitrag über Magnus Carlsen und seinen WM-Erfolg gegen Anand im ZIB Magazin ein. Wie wahr, wie wahr. Schach ist im Aufwind. Carlsen bringt seine Sportart seit langem wieder einmal in das offizielle Nachrichtenmagazin des ORF, die ZIB. Darüber darf sich die Schachgemeinde freuen. Vielleicht gelingt es dem neuen norwegischen Weltmeister ja auch noch so manche "verstaubte Ansicht" über angebliche Randsportarten zu ändern. Eine etwas vertiefende Beschäftigung mit einem Sport, der 181 Mitgliedsföderationen hat und dem in manchen Ländern die gleiche Bedeutung zukommt wie in Österreich dem Schifahren, könnte durchaus dazu führen... (wk, Foto: ORFTVTHEK)
ZIB Beitrag in der ORF TVTHEK
In der 2. Bundesliga Ost standen am vergangenen Wochenende in Zwettl die dritte und vierte Runde am Programm. ASVÖ Pamhagen und Zwettl gelangen jeweils zwei weitere Siege. Diese beiden Teams sind noch ohne Punkteverlust und führen mit je 8 Punkten die Tabelle an. Erste Verfolger sind Hietzing/Ottakring und ASVÖ Mattersburg mit je 6 Punkten, Spg. Data Technology Eichgraben, SK Austria und Purbach folgen mit je 4 Zählern. Alle anderen Mannschaften haben zwei Zähler, ausgenommen Raiffeisen Währung, das noch einem ersten Punktegewinn nachläuft. Unter Weiterlesen gibt es einen ausführlichen Bericht des Veranstalters. (wk, Bericht unter Weiterlesen: Franz Modliba)
Ergebnisse bei Chess-Results: 2. BL-Ost, Turnierseite: 2. BL-Ost
Alle Bundesliga-Termine zum Download, Bericht beim LV Niederösterreich mit Fotos
Weiterlesen: 2. Bundesliga Ost gastierte in Zwettl
Vom 12. bis 23. November fand in Opatija (Kroatien) die 23. WM der Senioren statt. Im elfrundigen Herrenbewerb gewinnt der Franzose Anatoly Vaisser mit 8,5 Punkten dank besserer Zweitwertung vor dem Dänen Jens Kristiansen. Die Bronzemedaille holt der in Österreich bestens bekannte Kroate Krunoslav Hulak. Hinter den GM`s Suba und Balashov landet der Österreicher Adolf Herzog bei seinem Comeback sensationell am 6. Platz. Hinter dem Fidemeister folgen noch jede Menge IM´s und fünf GM´s. Insgesamt waren 201 Teilnehmer aus 40 Nationen am Start. Neben Herzog haben weitere 10 Österreicher teilgenommen. Sechs Punkte gelingen Klaus Nickl. Hans Singer, Heimo Titz und Heimo Töfferl landen mit je 5,5 Punkten im Mittelfeld. Im neunrundigen Damenbewerb gelingt WFM Yelena Ankudinova aus Kasachstan mit sieben Punkten ein sensationeller Sieg vor Ex-Weltmeisterin Nona Gaprindashvili (6,5) und Tamar Khmiadashvilii (6), beide aus Georgien. Auf den Plätzen 4-8 folgen ausschließlich Russinnen. Insgesamt waren 25 Spielerinnen am Start. (wk, Foto: Turnierseite)
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Magnus Carlsen gewinnt das Match gegen Vishy Anand mit 6,5:3,5. Damit krönt sich der Weltranglistenerste zum neuen Weltmeister und ist unbestreitbar der Mann, der im Schach die Maßstäbe setzt. Während andere Eröffnungsvarianten sezieren, strebt Carlsen spielbare Stellungen an und beeindruckt im Mittel- und Endspiel. Die heutige 10. Partie eröffnet Carlsen zum zweiten Mal mit e4, Anand greift diesmal zur Sizilianischen Verteidigung. Erneut folgt Carlsen nicht den Hauptvarianten, sondern stellt einen seiner bevorzugten Setups aufs Brett. Nach einem Fehler Anands bekommt er das bessere Endspiel, vermeidet alle erwarteten Zugwiederholungen und versucht zu gewinnen. Doch diesmal ist Anand auf der Höhe und bringt die Partie in den Remishafen. Dieses Remis beendet allerdings seine Zeit als Weltmeister. Zu Beginn der WM sahen die Chancen des Inders noch gut aus. In den ersten drei Partien kommt Carlsen einigermaßen unter Druck. Das Blatt wendet sich aber in der vierten Partie, die zwar Remis endet, aber Carlsen viel Zuversicht gibt. Die Entscheidung fällt mit einem Doppelschlag des Norwegers in den Partien fünf und sechs. Beide Male begeht Anand unter Druck Fehler, die Carlsen mit seinen überragenden Endspielfähigkeiten erbarmungslos ausnutzt. Nach zwei Remisen im Zeichen der Konsolidierung setzt Anand in der 9. Partie alles auf eine Karte, verliert aber glücklos ein drittes Mal. Carlsen ist mit seinen 22 Jahren nun gemeinsam mit Kasparov der jüngste Weltmeister der Schachgeschichte. (wk, Foto: Turnierseite)
FIDE, Website WM